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Hennies startet mit den Ludolfs

Off-Road-Rallye Hennies startet mit den Ludolfs

Die Rallye Dresden – Breslau ist nichts für zart besaitete Typen. Es geht meist querfeldein, Abhänge hinunter, Steigungen hinauf, und auch mal durch mannshohe Matschlöcher. Start ist heute, Ankunft am 3. Juli.

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Auf geht‘s: Matthias Streichert (vorn) und Eike Hennies.

Quelle: privat

Eike Hennies aus Klein Ilsede fährt mit. Genauso wie die Ludolfs, die Kultschrotter vom TV-Sender DMAX. Sie starten allerdings mehr aus Jux für eine Fernsehproduktion. „Ich glaube, die wissen gar nicht, worauf sie sich einlassen“, sagt Hennies.

Er weiß es von verschiedenen Off-Road-Wettbewerben in der Vergangenheit. Der 24-jährige hat ein fünfköpfiges Team, mit dem sich seit geraumer Zeit vorbereitet. Er steuert den 30 Jahre alten Mercedes G, Beifahrer ist Matthias Streichert aus Elmshorn. Zum Service-Team gehören Markus Sadlowski, Frank Hellmer, Hans-Jürgen Matscheizigk und Carsten Pape. Letzterer hat eine Autowerkstatt und immer einen guten Tipp, wie man ein Problem lösen könnte.

Den Motor des alten Mercedes haben Hennies und seine Freunde ausgebaut. „Zu lahm“, sagt der gelernte Mechatroniker, der im Autohaus Wolfsburg als „Inbetriebnehmer“ von Versuchsfahrzeugen arbeitet.. Jetzt treibt eine TDI-Maschine von VW das Geländefahrzeug an.

Das Problem dabei: Sie war elektronisch gesteuert, und wenn man durchs Wasser fahren muss, würde sie ausfallen. „Es kann bei so einer Off-Road-Rallye durchaus mal passieren, dass einem das Wasser buchstäblich bis zum Hals steht“, sagt Hennies. Die Klamotten trocknen wieder, aber der Motor muss weiterlaufen. Also haben die Freunde die Elektronik rausgeworfen und durch eine mechanische Steuerung ersetzt.

Außerdem haben sie ein Spezialfahrwerk aus den USA unter das Auto gebaut, eine zweite Lichtmaschine für die Seilwinden eingebaut und dem Auto einen Überrollkäfig aus besonders leichtem Stahl verpasst. Klar, dass das Getriebe wasserdicht gemacht und der Ansaugschlauch bis zum Dach hochgezogen werden musste, damit kein Wasser oder Matsch in die Maschine gelangt.

Seit Januar waren jeden Mittwoch und jedes Wochenende „Schraubertage“. Die Crew traf sich in der Werkstatt und überlegte sich jedes Detail. Zum Beispiel wurden die Winden mit Kunststoff-Seilen bestückt, weil Stahlseile für den Beifahrer zu schwer sein könnten. Bleibt das Auto stecken, muss er raus und das Seil an einem Baum befestigen.

1800 Euro kostet die Teilnahme für Fahrer und Beifahrer, 500 Euro für jedes Mitglied des Service-Teams, das mit einem ganzen Anhänger voller Ersatzteile dabei ist. „25 Liter Diesel pro hundert Kilometer kommen noch dazu“, sagt Hennies.

Zuhause geht er für sein Hobby Kompromisse ein. „Da muss ich eben mal mit zum Shoppen“, flachst Hennies. Aber nicht vom 26. Juni bis 3. Juli. Da müssen Freundin Claudia und die knapp dreijährige Tochter Leni auf ihn verzichten.

mp

Die Rallye Dresden-Breslau

Der Wettbewerb gilt als größte Amateur-Rallye der Welt. Vergangenes Jahr fuhren 500 Teilnehmer auf 300 Fahrzeugen in den Kategorien Motorräder, Quads, Pkw bis 3,5 Tonnen, Lkw bis 7,5 Tonnen und Lkw über 7,5 Tonnen. Dieses Jahr sind Teilnehmer aus elf Nationen dabei.

An der Organisation der Rallye sind 130 Menschen beteiligt. 90 sind zuständig für Startablauf, Kontrolle der Strecken und Bergung der Fahrzeuge. Nach jeder Tagestrecke sammeln sich die Teilnehmer im Camp. Rund 20 Personen umfasst der Cateringbereich, der in Spitzenzeiten bis zu 1400 Leute mit einem Menü versorgt. 35 Personen kümmern sich um die medizinische Betreuung.

mp

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