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Hemd aus: Francesco Virzi löst WM-Ticket

Kraftdreikampf Hemd aus: Francesco Virzi löst WM-Ticket

Er kann nicht nur erfolgreich Kraftdreikampf-Talente trainieren, er kann auch noch richtig gut selber Hanteln stemmen: Jugend-Bundestrainer Francesco Virzi von VT Union Groß Ilsede hat bei den Westeuropäischen Meisterschaften in den Niederlanden die Qualifikation für die Weltmeisterschaft gewuppt.

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Ganz schön anstrengend: Francesco Virzi hob in der Kniebeuge 240 Kilo nach oben.

So langsam kann sich der 28-jährige Vöhrumer mit dem Stadtplan von Stockholm beschäftigen. In der schwedischen Metropole startet nämlich im Juni die Weltmeisterschaft für Kraftdreikämpfer ohne leistungssteigernde Ausrüstung. Zu der zählt zum Beispiel das Drücker-Hemd, das liegt ganz eng am Körper an und bringt eine größere Spannung auf die Brust, sodass die Athleten mehr Kilos wuchten können.

Doch während die Konkurrenz bei den Westeuropäischen Meisterschaften in Cuijk an der Grenze zu Westfalen auf die Drückerhemden nicht verzichten wollte, trat 83-Kilo-Mann Virzi ohne an – und mischte trotzdem ganz vorne mit.

Er brachte aus der Kniebeuge 240 Kilo nach oben, drückte 170 Kilo auf der Bank und hob 260 Kilo im Kreuzheben. Damit überbot der VT-Unioner die Leistung des besten Hebers der 83-Kilo-Klasse beim Deutschland-Cup um satte 155 Kilo. Das Ticket für die WM, die World Cup Classics war gelöst.

Mit dem Hantel-Berg von 670 Kilo belegte Virzi Platz vier der Westeuropäischen Meisterschaft. Der Belgier Penasse Tanguy siegte mit 757,5 Kilo. „Eine Leistung, welche ich ohne große Anstrengung in kompletter Wettkampfkleidung hätte machen können. Jedoch hätte ich dann die Qualifikation für den World-Cup nicht in der Tasche gehabt“, erläuterte Virzi, der in dieser Gewichtsklasse bereits 775 Kilo geschafft hatte. Aber eben mit Equipment.

Nun will Virzi häufiger darauf verzichten. „Zurück zu den Wurzeln – darin sehe ich die Zukunft unseres Sports“, begründet er. Den World Cup Classics sieht Virzi positiv entgegen und hatte bei der Siegerehrung in Cujik auch als Zuschauer ein Lächeln im Gesicht. „Wohlwissend, dass ich 2012 beweisen kann, dass nur wenige Heber der Welt in meinen Regionen heben können.“

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Dreimal Bronze im Nationaltrikot

Aller guten Dinge sind drei: Die Vöhrumerin Mareen Wendlandt hat bei den Westeuropäischen Meisterschaften der Kraftdreikämpfer im niederländischen Cuijk drei dritte Plätze erkämpft.

Die 20-Jährige stellte dabei sogar einen deutschen Rekord in der Klasse bis 57 Kilo Körpergewicht auf. In der Kniebeuge schaffte sie 145 Kilo und sicherte sich damit Bronze in dieser Disziplin. Eine persönliche Bestleistung drückte sie auf der Bank: die 77,5 Kilo reichten ebenfalls zu Bronze. Im Kreuzheben zog die Vöhrumerin 132,5 Kilo. Mit 335 Kilo im Total belegte die Partnerin vom Vöhrumer Jugend-Bundestrainer Francesco Virzi Platz vier.

Damit war ihr Trainer zufrieden: Schließlich stemmte sein Schützling nicht statt wie üblich in der 52 Kilo- sondern in der 57-Kilo-Klasse und zudem bei den älteren Aktiven. „Mareen kann noch drei Jahre als Juniorin starten“, verdeutlichte Virzi, der sich freute, dass Mareen Wendlandt nur einen Monat nach der WM, ihre Leistung aus Kanada beinahe wiederholte. Belohnt wurde das auch noch ein drittes Mal: Mit der deutschen Nationalmannschaft gab es noch Bronze in der Teamwertung.

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