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Hausärzte geben ihr Okay fürs Saison-Bonbon der SG

Deutsche Ü50-Fußball-Meisterschaft Hausärzte geben ihr Okay fürs Saison-Bonbon der SG

Peine. Die Hausärzte der Ü50-Kicker der SG Essinghausen/PSG 04 Peine wissen, was für ein Schmankerl auf die Fußball-Routiniers am Wochenende wartet. Doch bevor es losgehen kann, stand ein umfassender medizinischer Check an.

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Willi Feer (kleines Bild - links) ist der Taktgeber der SG Essinghausen/PSG Peine.

Blutdruck-Check, Funktionstest der Gelenke, Herz und Lunge mit dem Stethoskop abhören lassen - vorm großen Abenteuer mussten die Ü50-Kicker sogar noch zum Medizincheck. Die gute Nachricht: Alle Peiner sind fit und dürfen bei der Deutschen Meisterschaft in Saarbrücken mitspielen, für die sich die Mannschaft als Norddeutscher Vizemeister qualifiziert hatte. 

„Alle haben die vom DFB geforderte ärztliche Unbedenklichkeitsbescheinigung erhalten“, freut sich SG-Coach Volker Koska.

Mit zwölf Spielern und zahlreichen Fans startet die SG am Freitagmorgen im gemieteten Reisebus zum Ü50-Cup. Die Kosten für die Fahrt und die Übernachtung in neun Doppelzimmer übernimmt der DFB. „Das ist alles eine ganz professionelle Nummer“, stellt SG-Coach Volker Koska fest und verweist unter anderem auf einen Physiotherapeuten, der seiner Mannschaft vor Ort gestellt wird. Damit der nicht zu viele müde Waden kneten muss, hat die SG für ihren Saisonhöhepunkt nach den Punktspielen weitertrainiert. Mittwochabend gab es von SG-Taktgeber und Landesliga-Coach Willi Feer noch eine Taktik-Schulung fürs Team. Und Mitspieler Dieter Schulz verteilte Zettel mit Infos über die drei Gruppengegner mit der Überschrift: „Für eure mentale Vorbereitung“.

Die Vorfreude auf den Leckerbissen ist bei den SG-Kickern riesig. Jochen Brandes hat seinen Urlaub extra früher beendet, Heino Meißner ihn verschoben und Peter Konrad reist sogar mit dem Zug aus seinem Urlaubsort in Südfrankreich an und feiert seinen 53. Geburtstag am Samstag mit Mannschaft statt Familie. „Das ist wirklich phänomenal und zeigt, welchen Stellenwert das Turnier hat“, lobt SG-Coach Volker Koska. Schafft sein Team ein kleines Wunder und zieht tatsächlich ins Finale ein, kommt Peter Konrad jedoch in eine missliche Lage. „Sein Zug zurück fährt am Sonntag schon um 15 Uhr, dann würde er das Finale verpassen. Aber es hat sich tatsächlich schon jemand angeboten, ihn in diesem Fall mit dem Auto nach Frankreich zu fahren“, verrät Koska.

Für das Saison-Bonbon hat die SG sogar noch einen neuen Trikotsatz in Rot-Weiß gesponsert bekommen. Unterm Kragen ist klein aber fein „Niedersachsenmeister“ eingestickt. Dass es in Saarbrücken auch wieder zu SG-Meisterfreuden reicht, damit rechnet Volker Koska nicht. „Oberste Priorität hat es, die Sache zu genießen und die Atmosphäre aufzusaugen“, betont der Trainer, der auch Ex-Profis in den Teams der Gegner erwartet. Doch chancenlos sei seine Mannschaft garantiert auch nicht. „Ich traue uns zu, gut mitzuhalten. Es kochen alle nur mit Wasser, und bei der Landesmeisterschaft haben wir auch Hannover 96 Probleme bereitet. Mit Torwart Bernd Jahs, Peter Konrad und Willi Feer haben wir eine starke Achse“, unterstreicht der SG-Coach.

Vier Gruppenspiele absolviert die SG. Bernd Jahs erwartet ein anstrengendes Turnier für sich und seine Vorderleute: „Wir sind nunmal über 50 und manchmal wollen die Knochen nicht mehr so wie der Kopf“, sagt der Keeper, der die Strapazen gerne in Kauf nimmt: „Diese Sache ist für uns einmalig.“

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