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Hanteln stemmen statt Tore schießen

Fussball Hanteln stemmen statt Tore schießen

Schneeball statt Fußball: Peines Kicker haben bereits mit der Vorbereitung auf die Rückrunde begonnen. Doch an gepflegte Kurzpässe und Slalom-Dribbling ist bei den Bodenbedingungen derzeit nicht zu denken. Um ihre Teams trotzdem fit zu kriegen, stehen auch andere Sportarten auf dem Trainingsplan.

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Im Fitnessraum der Vöhrumer Sporthalle quälen sich die Bosporus-Fußballer unter Anleitung des Box-Experten Günter Meyer (stehend mit Bart).

Quelle: Isabell Massel

Bosporus trainiert mit Boxern, Hohenhameln joggt im Wasser, Lengede quält sich im Fitness-Studio und bei Viktoria Ölsburg steht sogar Nackt-Rodeln auf dem Programm. Marc Neubauer, Trainer des Kreisligisten Viktoria Ölsburg: „Fußball haben wir noch gar nicht gespielt, obwohl wir seit zehn Tagen bereits trainieren.Aber auf dem Platz kann man eigentlich nur laufen. In der Gymnastikhalle haben wir ein Zirkeltraining absolviert. Als Trainer muss man in dieser Zeit sehr kreativ sein, um die Spieler bei Laune zu halten.

Deshalb fahren wir am nächsten Wochenende auch zu einem kurzen Trainingslager nach Hahnenklee in den Harz. Ein Zuckerschlecken wird das nicht. Es gibt einen Fitnessraum und ein Schwimmbad in unserem Hotel. Wir werden einiges für Kraft und Ausdauer bei Laufeinheiten machen. In dem tiefen Schnee geht das prima. Eventuell steht auch noch Langlauf an. Eine Stoppuhr habe ich dabei. Und wer am schlechtesten abschneidet, muss beim Nacktrodeln in Braunlage die Piste runterfahren.“

Thomas Mühl, Trainer des SV Lengede: „Seit drei Wochen sind wir in der Vorbereitung, waren in dieser Zeit erst zweimal auf dem Platz – mehr war nicht möglich. Zudem gab es einige Laufeinheiten, aber wir sind zum Beispiel auch in die Soccerhalle gefahren. Was ebenfalls sehr gut ankam, war das Fitness-Studio. Dort haben wir unter Anleitung trainiert, auf dem Programm standen Radfahren sowie Body-Pump – und die beiden Trainer haben uns unsere Grenzen aufgezeigt. Abends ist kaum noch einer meiner Spieler weggegangen, weil sie zu kaputt waren. Trotzdem hat es ihnen viel Spaß gemacht. Genau das ist wichtig: Bei diesem Wetter muss man den Trainingsinhalt variieren und abwechslungsreich gestalten, damit die Spieler bei Laune bleiben und der Frust nicht allzu groß wird.“

Michael Jarzombek, Trainer des TSV Hohenhameln: „Ich nutze die Vorbereitung auch, um Verletzungen vorzubeugen. Mit unserem Physiotherapeuten Pascal Bädje haben wir deshalb Gymnastik- und Krafttraining gemacht. Die Stepp-Bretter sind zum Einsatz gekommen. Außerdem waren wir in Mehrum im Hallenbad. Ich habe Lehrgänge besucht, bei denen es um Fitness im Wasser ging. Wir haben Aqua-Jogging gemacht, die Spieler mussten 60 Minuten am Stück Brustschwimmen. Am Anfang hat ihnen das viel Spaß gemacht, aber jetzt wollen sie doch lieber wieder auf dem Platz laufen. Es war wohl doch zu anstrengend. Ich hoffe, dass wir am ersten Wochenende im März vielleicht schon in den Spielbetrieb einsteigen können.“

Spielabsage: Spaß im Schnee

Die Fußball-Bezirksligisten Bosporus Peine und TSV Edemissen hätten an diesem Sonntag bereits Nachholspiele bestreiten sollen. Doch der Spielausschuss des Bezirksfußballverbands setzte alle Partien der Bezirksoberliga und der Bezirksligen fürs Wochenende ab.

Trotz der schwierigen Trainingsbedingungen bei dem Wetter sieht Bosporus-Trainer Jürgen Simon seine Mannschaft schon bei 80 bis 85 Prozent ihrer Leistungsfähigkeit. Seit dem 11. Januar trainieren die Peiner bis zu dreimal pro Woche. „Ein Verein hat uns freundlicherweise seinen B-Platz zur Verfügung gestellt.

Und auf Schnee zu spielen macht auch mal richtig Spaß“, sagt Simon. Eine gemeinsame Einheit gab’s mit dem Box-Club 62 in der Vöhrumer Sporthalle. Im Kraftraum wurden Bauch-, Arm- und Beinmuskulatur gestärkt. „Aber Freundschaftsspiele bringen für uns noch mehr“, sagt Simon, der darauf hofft noch ein Test mit einer Salzgitteraner Mannschaft zu verabreden, die auf Hartplatz spielt.

Christian Meyer und Peter Konrad

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