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Hanke holt sich den Landestitel mit 637 Ringen

Bogenschießen Hanke holt sich den Landestitel mit 637 Ringen

Im Bogensport gibt es unterschiedliche Bogenarten. Bei den Landesmeisterschaften des Behinderten-Sportverbandes Niedersachsen in Clauen kamen auch noch unterschiedliche Wettkampfklassen nach Behinderungsgrad hinzu.

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Hans-Peter Hanke war mit seinem Compoundbogen bei den Senioren nicht zu schlagen.

Quelle: bt

Die Sportart Bogenschießen zeichnet sich durch Vielseitigkeit aus. Zum einen gibt es unterschiedliche Bogenarten. Mit einem Recurve-, Lang- oder Compoundbogen kann das Ziel erreicht werden. Als weiteres Unterscheidungsmerkmal gibt es Bögen mit und ohne Visier sowie unterschiedliche Altersklassen.

In Clauen waren bei den Landesmeisterschaften der Behinderten zwei Sportler aus dem Kreis Peine am Start. Hans-Peter Hanke ging in der Seniorenklasse Compound mit dem Zusatz AB an den Start. AB steht für allgemeine Behinderungen mit geringer oder ohne funktionelle Einschränkungen beim Bogenschießen.

Der Aktive des BSC Clauen lieferte sich mit Arno Schröder (BSC Werlte) einen spannenden Zweikampf. Mit 637 Ringen hatte Hanke die Pfeilspitze vorn.

Bei den Damen holte sich Renate Theisen (Pfeil Broistedt) in der Altersklasse ebenfalls den Titel. Sie siegte nach einer deutlichen Leistungssteigerung im zweiten Wettkampfabschnitt mit 512 Ringen. Theisen hat einen höheren Grad der Behinderung. Das sagt die Buchstabenkombination ARST aus, die Bogenschützen mit Gehbehinderung und Prothesen kennzeichnet.

„Ein fairer Leistungsvergleich im Behindertensport ist nur durch die Anwendung von unterschiedlichen Startklassen-Systemen möglich“, sagt Rainer Schemeit, Fachreferent und Landestrainer in Niedersachsen. Deshalb würden die Regeln des Sports an die funktionellen Fähigkeiten der Sportler angepasst. Dies geschieht durch ein Klassifizierungssystem, welches auf den entsprechenden Regeln und Ordnungen des Internationen Paralympischen Komitees beruht.

„Ein Klassifizierer teilt die Sportler in die entsprechenden Klassen ein“, erläutert Schemeit. Dazu hat der betreffende Sportler alle relevanten medizinischen Unterlagen und Dokumente des Versorgungsamtes vorzulegen.

Bei der Klassifizierung werden dann Bewertungspunkte für die Muskelkraft und/oder die Koordinationseinschränkungen und/oder die Gelenkbeweglichkeit ermittelt.

Die Einschätzung ist zeitlich befristet, da sich der Zustand des Sportlers schließlich verändern kann.

bt

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