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Görke wirft hin: Lau soll Equord retten

Fußball-Kreisliga Görke wirft hin: Lau soll Equord retten

In allen drei Spielen nach der Winterpause kassierten Equords Kreisliga-Fußballer bei ihren Niederlagen gleich fünf Tore. Diese düstere Bilanz der abstiegsgefährdeten Herta hat nun Folgen: Trainer Dennis Görke hat überraschend das Handtuch beim Vorletzten geworfen, weil er enttäuscht von der laschen Einstellung seiner Mannschaft war.

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Sascha Knap (weiß) und Herta Equord benötigen dringend Punkte im Tabellen-Keller der Kreisliga. Trainer Dennis Görke (u.r.) gab jetzt als Trainer auf, André Lau (o.r.) soll die Hertha retten.

Quelle: Isabell Massel

„Der letzte Wille, den man im Abstiegskampf braucht, hat mir gefehlt. Die Trainingsbeteiligung ließ zu wünschen übrig, und das grundsätzliche Engagement war nicht mehr da. Ich hoffe, durch meinen Rücktritt wird die Mannschaft noch einmal wachgerüttelt und schafft den Klassenerhalt“, sagte der 31-Jährige, der die Herta erst im Dezember 2014 übernommen hatte. Sein damaliger Vorgänger ist kurioserweise nun auch sein Nachfolger. Equords Alt-Herren-Spieler André Lau soll die Herta retten.

„Aus Erfahrung wissen wir, dass André die Jungs menschlich und sportlich gut erreicht. Er ist ein echter Motivator. Ich bin überzeugt, dass alle Spieler jetzt noch einmal in sich gehen und ein Ruck durch die Mannschaft gehen wird“, sagte Herta-Fußball-Abteilungsleiter Kevin Hilbig. Vom Rücktritt Görkes war er überrascht und hätte auch gerne mit dem Coach weiter zusammengearbeitet. „Es war nicht absehbar, dass Dennis die Reißleine so schnell ziehen wird. Wir waren mit seiner Arbeit sehr zufrieden“, betonte Hilbig.

André Lau ist überzeugt davon, dass er mit der Mannschaft die Klasse halten kann. „Klar sind die Spieler im Moment verunsichert, aber wir haben ja noch 12 Spiele zu bestreiten - auch gegen Teams von unten. Das, was jetzt wichtig ist, ist Motivation in die Mannschaft zu bringen - und das ist eine meiner Stärken“, sagt der 39-Jährige. Selbst wenn er das Team tatsächlich retten sollte, steht bereits fest: Nach der Saison ist wieder Schluss als Trainer. „Ich bin eine Interimslösung.“

Im spannenden Abstiegskampf der Kreisliga liegen die Equorder (11 Punkte) nur noch zwei Zähler vor Schlusslicht Woltorf auf dem ersten Abstiegsplatz. Doch der punktgleiche TSV Wendeburg, der TSV Essinghausen (12) und auch der TSV Eixe (19) sind noch in Reichweite. „Für uns kommen jetzt die Wochen der Wahrheit mit den Spielen gegen Eixe und Woltorf“, sagt Obmann Hilbig. Dennis Görke drückt die Daumen. „Wenn sich alle am Riemen reißen, ist der Klassenerhalt machbar“, sagt der Ex-Coach. Ansehen wird er sich das Kellerduell in Eixe aber nicht. Er verarbeitet die zuletzt nervlich anstrengenden Fußball-Tage mit ordentlich Bewegung - er ist mit dem Fahrrad von Peine aus zu Freunden nach Hamburg gefahren.

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