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Germania: Lange Bälle, lange Nacht

Fußball: Aufstiegsspiel zur 1. Kreisklasse Germania: Lange Bälle, lange Nacht

Ölsburg. Die wenigen Blumenhagener, die nicht gesehen haben, wie das Aufstiegsspiel ihrer Germania ausgegangen ist, die haben es gehört. Mit einem Autokorso samt Hupkonzert durch den Ort und einer rauschenden Aufstiegsfeier bis 2 Uhr morgens feierten Blumenhagens Fußballer den direkten Durchmarsch in die 1. Kreisklasse. 

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Die Germania bejubelt das 1:0.

Quelle: Isabell Massel

TuS Bierbergen - Germania Blumenhagen 2:3 (0:2). Die Bier- und Sektduschen ließ Germania-Spielertrainer Patrick Tschapke nach Abpfiff gerne über sich ergehen. Schließlich war seine taktische Marschroute in Halbzeit eins voll aufgegangen. „Wir wollten gleich Vollgas gehen und uns nicht verstecken. Denn wir wussten, dass Bierbergen vom verlorenen Titel-Endspiel gegen Adenstedt mental sicherlich noch etwas angeschlagen sein wird. Unser Ziel war es deshalb, nicht unbedingt schönen Fußball zu spielen, sondern lange Bälle in die Spitzen zu bringen und ein schnelles Tor zu erzielen“, sagte Tschapke. Und tatsächlich: Bierbergen tat sich schwer damit. „Wir haben wie schon im Titel-Endspiel gegen Adenstedt die erste Halbzeit verpennt und nicht richtig aufgepasst“, bedauerte TuS-Kapitän Tobias Ringel.

Remon Fanelli (23.) und Markus Reiff (42.) nutzten das zur 2:0-Pausenführung der Germania. Dass die nicht sogar höher ausfiel, hatten die Bierbergener ihrem starken Keeper Nico Petersen zu verdanken. „Er war überragend und hat uns im Spiel gehalten“, lobte TuS-Kapitän Ringel den A-Jugendlichen.

Und so durften die Bierbergener nach einem kuriosen Tor nach der Pause sogar wieder vom Aufstieg träumen. Marco Nitschkowski gelang das Kunststück, einen Eckball direkt zu verwandeln (47.). „Klar, darf man eigentlich kein direktes Eckball-Tor kassieren, aber das war schon ein schönes Ding. Der Ball hat sich genau hinten in den Giebel gesenkt“, staunte selbst Germania-Spielertrainer Tschapke über den Kunstschuss. Bierbergen übernahm danach das Kommando. „Wir sind etwas ins Taumeln geraten“, räumte Tschapke ein. Doch die Germania-Defensive entschärfte fast alle TuS-Angriffe. „Irgendwie hat immer der letzte Pass gefehlt“, bedauerte Bierbergens Kapitän Ringel. Und als Schiri Axel Dickfoß-Rühling nach einem Konter auf den Strafstoßpunkt zeigte, und Jean-Marie Lohmann zum 3:1 verwandelte (89.), war die Partie entschieden. Der Freistoß-Treffer Sekunden vor Schluss durch TuS-Torjäger Fabian Fründt zum 3:2 kam zu spät. „Das war endlich mal ein Spiel, das am Ende unsere Abwehr gewonnen hat“, stellte Patrick Tschapke erfreut fest.

Die Bierbergener trugen die zweite große Enttäuschung innerhalb von nur fünf Tagen mit Fassung. Kapitän Ringel schöpfte sogar Optimismus aus der knappen Niederlage, schließlich habe sein stark ersatzgeschwächtes Team bis zum Schluss Paroli geboten. Aus beruflichen Gründen hatten dem TuS mehrere Stammspieler gefehlt, auch Spielertrainer Florian Fliegel war verhindert. „Wir hatten fünf A-Jugendliche in der Startelf. Das zeigt: Nächste Saison können wir wieder ganz oben angreifen“, betonte Ringel.

Patrick Tschapke freut sich dagegen auf die 1. Kreisklasse. „Endlich brauchen wir mal nicht mehr von der ersten Minute an den Gegner anzulaufen. Für mich beginnt die Arbeit jetzt erst so richtig“, sagt er. Die Mannschaft solle die 1. Kreisklasse zwar genießen, „aber bis zum Schluss zittern müssen, möchte ich auch nicht“, betont der Spielertrainer.

Bierbergen: Petersen – Ramm, Rauls, Ringel, Seemann, Petersen, Bronn, Keci, Laßmann, Fründt, Wiegmann. Eingewechselt: Bresch, Nitschkowski, Offen.

Blumenhagen: Warwel – Schmedes, M. Schmidt, Schrader, Welge, Hopfauf, Scheumann, Fanelli, Lohmann, Reiff, Tschapke. Eingewechselt: Damke, Zeffler, C. Schmidt.

Tore: 0:1 Fanelli (23.), 0:2 Reiff (42.), 1:2 Nitschkowski (47.), 1:3 Lohmann (89. Strafstoß), 2:3 Fründt (90.+2).

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