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Gericht nimmt Lafferde wohl 3 Punkte weg

Fußball-Kreisliga Gericht nimmt Lafferde wohl 3 Punkte weg

Teutonia-Coach Mark Neubauer ist stinksauer, VfL-Obmann Bernd Meyer hingegen fühlt sich bestätigt: Der Protest des Fußball-Kreisligisten Woltorf zum mit 0:7 verlorenen Spiel in Groß Lafferde war offenbar erfolgreich.

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Glanzparade: Groß Lafferdes Keeper Sven Garbe reiste für die Partie gegen Woltorf extra aus seinem Wohnort Hamburg an. Umsonst, denn nun wird der 7:0-Sieg der Teutonia vermutlich gar nicht gewertet.

Quelle: im

Montagabend hatte das Sportgericht sich mit dem Fall beschäftigt und wie beide Vereine bestätigten, auf ein Wiederholungsspiel entschieden. Wegen eines Formfehlers des Schiedsrichters.

Und darum ging es: Ausgerechnet auf der Torwartposition waren die Woltorfer vom Verletzungspech gebeutelt. Ü40-Keeper Karsten Meyer sollte den verletzten Stammkeeper Sebastian Hahn beim Auswärtsspiel in Groß Lafferde vertreten. Doch nach drei Minuten brach auch bei dem Ersatzmann eine Leistenverletzung wieder auf. „Er musste in der ersten Hälfte schon mehrmals behandelt werden. In der Halbzeitpause hat er dann gesagt: Es geht nicht mehr weiter“, schilderte VfL-Obmann Bernd Meyer. Die Woltorfer wollten ihren Feldspieler Sebastian Eck, der bis dato die Partie nur als Zuschauer verfolgt hatte, einwechseln. „Er hatte nämlich schonmal im Tor gestanden“, begründet Meyer. Doch die Woltorfer hatten ihn nicht auf dem Spielberichtsbogen eingetragen. Der Schiedsrichter wies die Woltorfer daraufhin, dass es nicht erlaubt sei, den Akteur nachzutragen. Ein Fehler. Spieler können eben doch nachträglich vom Schiedsrichter in den Spielbericht im Internet aufgenommen werden.

Aus Angst vor einer Strafe hätten sich die Woltorfer daraufhin entschieden, ihren Verteidiger Christian Corduan zwischen die Pfosten zu stellen. „Die Folge war, dass wir nach dem 0:2-Halbzeit-Rückstand noch 0:7 verloren haben“, gibt Meyer der ungewollten Torwart-Entscheidung die Hauptschuld an der Klatsche.

Das sieht Groß Lafferdes Trainer Mark Neubauer ganz anders und ist fassungslos darüber, wie ein Verein nach so einer klaren Unterlegenheit überhaupt Protest einlegen könne. „Mit Fairness gegenüber uns hat das nichts zu tun. Man muss einfach auch einmal anerkennen, dass wir an diesem Tag eine tolle Form hatten“, betont er. Für Neubauer roch das Verhalten der Woltorfer hingegen eher nach „einem abgekarteten Spiel“, in dem der VfL nach dem Hinweis des Schiedsrichters gleich gewusst habe, dass er so noch ein Wiederholungsspiel erstreiten könne. „Das ist völliger Quatsch. Ich habe mich erst tags darauf beim Justiziar des Landesfußball-Verbands informiert. Aber es lag nun einmal ein Formfehler vor. Wenn es zur Halbzeit 0:8 gestanden hätte, hätten wir sicherlich keinen Protest eingelegt, aber beim Stand von 0:2 gebe ich noch kein Spiel verloren“, betont Woltorfs Fußball-Obmann Bernd Meyer.

Maßlos verärgert war Neubauer zudem über den Ablauf der Verhandlung. „Das stank doch bis zum Himmel“, sagt der Teutonia-Coach, der den Eindruck hatte, die Sportrichter hätten ihr Urteil schon vorher gefällt. So hätten sie zum Beispiel ignoriert, dass der Schiedsrichter zwar zugab, dass er es für nicht möglich hielt, den Ersatztorwart nachzutragen, er aber mehrfach in der Verhandlung versicherte, den Woltorfern nicht gesagt zu haben, dass sie die Partie mit 0:5 verlieren würden, wenn sie Sebastian Eck doch einsetzen.

Zu diesem Vorwurf sowie zum Ergebnis der Verhandlung wollte sich der Vorsitzende des Sportgerichts nicht äußern: „Es war eine geheime Verhandlung, und weil das Urteil noch nicht rechtskräftig ist, werde ich dazu nichts sagen“, begründete Gerald Kröhl.

Ein Wiederholungsspiel ist jedoch sehr wahrscheinlich. Dann allerdings ohne Mark Neubauer. „Ich werde mich in diesem Spiel nicht auf die Trainerbank setzen, denn ich habe die Partie schon 7:0 gewonnen. Und wenn wir die Punkte nicht so nötig hätten, würden wir auch gar nicht antreten“, sagt der Teutonia-Trainer. Doch nach dem Abzug der drei Punkte aus dem Woltorf-Spiel würden die Groß Lafferder plötzlich mitten im Abstiegskampf stecken.

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  • Liebe Fußballer, hättet Ihr ebenso wie der Kreisligist VfL Woltorf Protest gegen die Wertung des Spiels eingelegt? Diskutiert mit auf unserem neuen Mitmach-Portal im Internet: www.paz-sportbuzzer.de. 
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