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Gemüse-Eintopf bringt Dampf in die Fäuste

Boxen Gemüse-Eintopf bringt Dampf in die Fäuste

Auf dem Mittagstisch bei den Tatars in Stederdorf dampft heute wieder ein Brokkoli-Gemüse-Eintopf mit reichlich Kartoffeln. „Das bringt nicht nur viel Kraft, es ist auch zu meinem Erfolgs-Essen geworden“, sagt Tolgahan Tatar. Der 18-Jährige ist eine der großen Hoffnungen des Peiner Box-Clubs 62 bei den Verbandsmeisterschaften, die morgen in der Silberkamphalle starten.

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Flink und fit: Tolgahan Tatar (weißes T-Shirt) freut sich auf seinen Titelkampf.

Quelle: cb

T-Shirts mit lustigen Sprüchen sind eine Art Markenzeichen von Tolgahan Tatar. Zum Sparring beim Training erscheint der Wirtschaftsgymnasiast schon mal im Hemd mit dem für seinen Gegner aufreizenden Schriftzug: „Ich kann immer.“ Demnächst möchte sich der Zwölftklässler gerne ein Hemd zulegen, dass das Thema Boxen noch mehr aufgreift. Mögliche Kandidaten: „Bleib gleich liegen“ oder „Urknall 2.0“. Denn bei der Vorrunde der Verbandsmeisterschaft will es Tolgahan Tatar krachen lassen. „Aufgeregt bin ich nicht. Ich freue mich riesig und fühle mich sehr gut vorbereitet“, sagt Tatar, der in der Klasse bis 68 Kilo Sonntag auf Erdal Abdul-Kadir vom Verein Flexx Isenbüttel trifft.

Mit großem Ehrgeiz hat sich der Stederdorfer für die Titelkämpfe gestählt, dreimal die Woche im Verein Liegestütze gepumpt, sprang mit dem Seil, bearbeitete den Sandsack oder verteilte im Sparring Kinnhaken. Sonntags joggte er mit Vater und Bruder durch den Herzberg. „Ich habe mir Einheiten von anderen Vereinen angesehen – auch Videos im Internet. Ich hatte das Gefühl, so hart wie unser Training ist kein anderes. Kazim Yilmaz und Yücel Tanrikulu arbeiten super mit uns“, lobt Tatar seine Trainer.

Erst seit drei Jahren boxt der Muhammad-Ali-Fan, der zuvor Fußball, Handball und auch Judo ausprobiert hatte. Aber einen Volltreffer bei der Wahl seines Hobbys landete er erst beim Boxen. „Dabei war es mir nach dem ersten Training sogar etwas zu hart. Aber mein Vater hat mich motiviert, weiter zu machen. Und jetzt muss ich sagen: Es gibt kein besseres Gefühl als vor vielen Zuschauern in den Ring zu steigen und dann auch noch zu gewinnen.“

Trainer Kazim Yilmaz glaubt fest an den morgigen Sieg seines Talents. „Tolgahan ist unglaublich beweglich“, schwärmt er. Bestimmt 200 Sprünge pro Minute schafft der 18-Jährige mit dem Seil. Nur auf seinem Roller ist er noch schneller unterwegs.

Seitdem er boxe, habe er keine Angst mehr. „Boxen hält einen von allem Bösen ab. Disziplin spielt eine große Rolle. Ich bin durch den Sport viel disziplinierter geworden und kann zum Beispiel viel besser lernen“, erzählt der Gymnasiast. Wenn auf seinem MP3-Player „Go hard or go home“ erklingt, sind es nur noch wenige Minuten bis zum Kampf. Tolgahan Tatars Lieblingslied von Rapper E-40 soll ihm den letzten Motivationsschub geben.

Bruder Kubilay Tatar hingegen braucht Ruhe kurz vorm Kampf. „Beim Sparring bin ich immer ganz locker, aber im Ring sehr aufgeregt“, sagt der 14-Jährige, der bei den Junioren gegen Harun Gülsahin aus Salzgitter antritt. Auf die Unterstützung seiner Mitschüler aus der Edemisser Mühlenberg-Realschule kann der Neuntklässler zählen. „Wir haben Plakate in der Schule aufgehängt, alle wollen da sein“, freut sich Kubilay Tatar auf eine volle Silberkamphalle.

cm

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