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Gegner erwischt Sahnetag

Deutsche Luftpistolen-Meisterschaft Gegner erwischt Sahnetag

In der Saison der Bundesliga Nord haben die Luftpistolen-Schützen des SB Broistedt die gesamte Konkurrenz beherrscht. Ausgerechnet im Viertelfinale um die Deutsche Meisterschaft war es mit der Dominanz allerdings vorbei. Erstmals mussten sich die Broistedter einem Gegner geschlagen geben.

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Der SB Broistedt konnte wie gewohnt auf Fanunterstützung setzen.

„Die Waldenburger haben uns mit einer unerwartet starken Leistung geschlagen. Heute waren sie das eindeutig bessere Team“, gestand Broistedts Trainer Philip Bernhard. Deutscher Meister wurde der SV Waldkirch durch ein 3:2 gegen den SV Kriftel, den die Broistedter in der Liga hinter sich gelassen hatten.

SGI Waldenburg - SB Broistedt 4:0. Ausgerechnet auf den beiden vorderen Positionen, auf denen Bernhard zuvor nicht unbedingt mit einem Erfolg gerechnet hatte, ging es am engsten zu. „Beide Partien waren geprägt von einem stetigen Hin und Her. Das waren typische Viertelfinalbegegnungen, die dann erst im letzten Schuss entschieden wurden.“

Hans-Jörg Meyer erkämpfte ein Unentschieden gegen den Portugiesen Juao Costa (380:380), und Jan Brückner verlor sein Match erst in den letzten Schüssen an Position zwei gegen den viel stärker eingeschätzten Abdullah Ustaoglu (373:376).

Gerade an den Positionen, die eigentlich die Hoffnungen der Broistedter waren, schossen die Schützen der SGi Waldenburg aber einen Saisonrekord nach dem anderen.

An Position 3 hatte es der Broistedter Patrick Scheuber mit Philipp Käfer zu tun. Beide sind etwa gleichstark einzustufen. Am Sonnabend aber legte Käfer derart los, dass er alle Versuche von Scheuber mitzuhalten, schon im Keim erstickte. Dabei war Scheuber sehr gut in den Wettkampf gestartet, aber 98 und 97 Ringe von Käfer zu Beginn waren allzu dickes Brett. Auch aufgrund dieser Leistung entschied der Waldenburger das Psychoduell mit 386:376 deutlich für sich.

Noch überraschender war eine ähnliche Leistung von Tobias Backe an Position 4, der es mit Antje Noeske zu tun hatte. Auch er ließ sich nicht von dem guten Start der Broistedterin beeindrucken und startete mit - für ihn ungewöhnlich guten - 95 und 96 Ringen. Er konnte sich sogar noch steigern und legte Nöske weitere starke Serien vor. „Antje versuchte, mit allen verfügbaren Möglichkeiten dagegenzuhalten, aber der Druck wurde dann einfach zu groß, und die Schüsse landeten einfach zu oft knapp daneben“, schilderte Bernhard. 381:374 Ringe hieß das Endresultat.

An Position 5 stand Florian Ullrich, der einzige der Broistedter, dessen Anfang extrem schlecht verlief. „Die Nervosität war einfach extrem hoch“, sagte Ullrich nach dem Wettkampf.

Mit einer schwachen Serie baute er seinen Gegner regelrecht auf, der dann mit einem Vorsprung von sieben Ringen offensichtlich jeglichen Druck verlor und seinen persönlichen Saisonrekord ablieferte.

Der Broistedter fand zwar in den Wettkampf hinein und lieferte wieder hervorragende Ergebnisse, aber sein Gegner war zu dieser Zeit schon längst auf und davon. „Der hat sich in einen regelrechten Rausch gesteigert“, stellte Bernhard fest.

Die Trauer um die verlorene Chance währte bei den Broistedtern aber nur kurz. „Die Waldenburger waren das eindeutig bessere Team“, resümierte Bernhard. „Wir haben toll geschossen, trafen aber auf einen Gegner, der einfach besser war, das ist dann auch okay!“

Der Vorteil des Ausscheidens: Die Broistedter hatten keine Einsätze mehr und konnten abends die erfolgreiche Saison gemeinsam beim Bankett und auf der anschließenden Zimmerparty gebührend feiern.

„Wir freuen uns schon auf die Saison 2016/17, wenn wir wieder versuchen werden, das Treppchen im Finale zu erreichen“, kündigt der Trainer an.

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