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Furiose Aufholjagd: VfB/SC ärgert Top-Team

Badminton-Reginalliga Furiose Aufholjagd: VfB/SC ärgert Top-Team

„Das war ein sensationelles Wochenende für uns“, schwärmte Peines Spieler Lukas Behme entzückt. Denn dem VfB/Ski-Club ist die Überraschung schlechthin in der Badminton-Regionalliga geglückt.

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Dennis Gankin vom VfB/Ski-Club Peine steuerte einen Einzelsieg zum sensationellen 4:4 gegen Spitzenreiter Gifhorn bei.

Quelle: rb

Nach einem 1:4-Rückstand erreichte er gegen die BV Gifhorn, die sogar einen Olympia-Teilnehmer aufgeboten hatte, noch ein 4:4 - und dieses Remis wird Gifhorn wohl den Titel kosten. Zudem besiegte der Aufsteiger noch den Kreisrivalen aus Vechelde/Lengede mit 6:2. Entsprechend schlecht war die Stimmung bei der SG, denn damit ist der Abstieg aus der dritten Liga nun besiegelt.

VfB/SC Peine - BV Gifhorn 4:4 (10:10 Sätze). Die Partie schien ihren erwarteten Verlauf zu nehmen, denn der Titelaspirant aus Gifhorn führte bereits mit 4:1. Die Peiner Lucas Gredner und Lukas Behme zeigten in ihrem Doppel gegen den Welt- und Europameister im Mixed, Maurice Niesner, und den extra aus Sri Lanka eingeflogenen Olympia-Teilnehmer Niluka Karunaratne zwar ein starkes Spiel und zwangen die Favoriten in die Verlängerung des ersten Satzes, zu einem Erfolg reichte es aber nicht. Für den einzigen Peiner Punkt bis dahin hatten Frank Juchim und Pawel Pradzinski gesorgt. Im zweiten Doppel wehrten sie drei Matchbälle im zweiten Satz ab und gewannen noch. „Das war sensationell, was die beiden gezeigt haben“, lobte VfB/SC-Coach Heiner Brandes. Doch danach ging es erst so richtig los: „Was dann kam, war der blanke Wahnsinn“, kommentierte Brandes die Aufholjagd.

An eine Überraschung glaubte er selbst noch nicht, als Dennis Gankin seine Partie souverän gewann und auf 2:4 verkürzte. Der Gifhorner Erfolg schien nicht in Gefahr zu geraten. Schließlich hatte Frank Juchim gerade im zweiten Herren-Einzel den ersten Satz mit 12:21 verloren. „Danach hat sich Frank aber reingebissen. Außerdem hatten wir die Taktik ein wenig verändert“, sagte Brandes. Das zahlte sich aus, Juchim glich aus - und anschließend entwickelte sich der dritte Satz zu einer Nervenschlacht. „Frank hat die Ruhe behalten, während der Gifhorner immer nervöser wurde“, erläuterte Brandes. Folge: Juchim setzte sich mit 21:19 durch und brachte den VfB/SC auf 3:4 heran. Im abschließenden Mixed machten Lucas und Laura Gredner die Sensation dann perfekt. Sie setzten sich mit 21:18 und 21:16 durch - der Rest war Jubel. „Es war eine super Teamleistung. Jeder hat sich in jedem Spiel reingehängt - deswegen war dieses Ergebnis möglich“, resümierte Lukas Behme.

Die Spiele: Lukas Behme/Lucas Gredner - Niluka Karunaratne/Maurice Niesner 25:23, 17:21, 14:21; Frank Juchim/Pawel Pradzinski - Robert Hinsche/Daniel Porath 15:21, 23:21 21:17; Laura Gredner/Lisa Behme - Fabienne Deprez/Sonja Schlösser 17:21, 15:21; Pradzinski - Karunaratne 21:17, 9:21, 10:21, Juchim - Hinsche 12:21, 21:12, 21:19; Dennis Gankin - Yannik Joop 21:11, 21:17, Lisa Behme - Deprez 7:21, 5:21; Lucas Gredner/Laura Gredner - Porath/Schlösser 21:18, 21:16.

VfB/SC Peine - SG Vechelde/Lengede 6:2 (13:4). „Am Anfang haben wir uns noch ein wenig schwer getan“, gestand VfB/SC-Trainer Heiner Brandes. Aber letztlich sei der Gast chancenlos gewesen. Vor allem in den drei Herren-Einzel habe sein Team eindeutig dominiert, sagte Brandes. In der Tat, Pawel Pradzinski, Frank Juchim und Dennis Gankin ließen ihre Gegner nie ins Spiel kommen und setzten sich jeweils deutlich in zwei Sätzen durch.

„Am Ende haben wir ähnlich souverän die beiden Punkte geholt, wie wir das schon im Hinspiel getan haben“, sagte Brandes, den jedoch vor allem der Punktgewinn gegen Gifhorn freute. Denn der habe noch einmal verdeutlicht, „dass wir auch gegen Teams aus der oberen Tabellenhälfte gut mithalten können“.

Gefrustet hingegen war die SG. „Solch eine Saison ist nicht leicht zu verkraften“, erklärte Björn Wirthsmann, dessen Team im elften Spiel die elfte Niederlage kassierte. „Schon am Sonnabend nach dem 1:7 in Berlin stand fest, dass wir absteigen. Aber alle haben noch einmal versucht, das Beste herauszuholen, aber die Peiner haben gut gespielt“, lobte Wirthsmann.

Die Spiele: Lukas Behme/Lucas Gredner - Wolf-Dieter Papendorf/Henning Zanssen 23:21, 25:23; Frank Juchim/Pawel Pradzinski - Björn Wirthsmann/Christian Schlüter 15:21, 16:21; Laura Gredner/Lisa Behme - Katrin Schindler/Katja Stolte 21:18, 22:20; Pradzinski - Zanssen 21:13, 21:13; Juchim - Papendorf 21:11, 21:12; Gankin - Schlüter 21:14, 21:7; Lisa Behme - Schindler 12:21, 21:19, 24:26, Lucas Gredner/Laura Gredner - Wirthsmann/Stolte 21:5, 21:13.

BC Südring Berlin - SG Vechelde/Lengede 7:1. Für den einzigen Punkt der SG sorgte Henning Zanssen - zu mehr reichte es nicht. Damit ist der Abstieg in die Oberliga besiegelt. Noch Schlimmeres will die SG verhindern. „Wir werden uns zeitnah zusammensetzen, um zu verhindern, dass es zu einem sportlichen Absturz kommt“, betonte Uwe Riske, Badminton-Abteilungsleiter des MTV Vechelde.

Die Spiele: Jens Ehlert/Marcel Stechert - Wolf-Dieter Papendorf/Henning Zanssen 21:19, 21:19, Andreas Kämmer/Bennet Köhler - Christian Schlüter/Björn Wirthsmann 15:21, 21:16, 21:13; Jana Bühl/Monja Ehlert - Katrin Schindler/Katja Stolte 21:9, 21:14; Ehlert - Zanssen 19:21, 19:21; Köhler - Papendorf 21:16, 19:21, 21:19; Straßburger - Schlüter 19:21, 21:10, 21:16; Wojtkowska - Schindler 22:20, 21:15; Stechert/Wojtkowska - Wirthsmann/Stolte 21:14, 21:19.

pet/cm

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