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Für 90 Minuten ruhen alle Freundschaften

Fußball-Kreisliga Für 90 Minuten ruhen alle Freundschaften

Ein reizvolles Nachholspiel steht heute in der Fußball-Kreisliga auf dem Programm: Denn mit dem gastgebenden MTV VJ Peine und dem SV Bosporus Peine treffen zwei Mannschaften aufeinander, die sich bestens kennen. Denn etliche Jahner und auch deren Coach haben schon für die Gäste um Punkte gekämpft.

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Ein Wiedersehen mit Freunden: Jahn-Coach Hilmi Özyurt trifft heute mit seiner Mannschaft auf seinen Ex-Klub, den SV Bosporus Peine.

Quelle: rb

MTV VJ Peine - SV Bosporus Peine (heute, 19 Uhr). Er hat etliche Jahre für den SV Bosporus gekickt, ihn zudem auch trainiert und fühlt sich diesem Verein noch immer tief verbunden. Heute Abend jedoch will Hilmi Özyurt all das ausblenden - zumindest für 90 Minuten.

„In dieser Zeit werden die Freundschaften ruhen“, betont der Jahner Coach, der keinen Hehl daraus macht, dass dieses Spiel ein ganz besonderes für ihn ist. „Denn meine Wurzeln liegen bei Bosporus, außerdem sind fast alle meine Freunde dort.“ Aber nicht nur dies verleiht der Partie eine gewisse Brisanz. Hinzu kommt, dass die Gäste bislang weit hinter den Erwartungen zurückgeblieben sind und als Vorletzter dringend Zähler benötigen.

Entsprechend hofft Özyurt, dass die Partie nicht allzu emotional verläuft. „Wichtig ist, dass man sich hinterher noch in die Augen schauen kann“, erklärt der Trainer, der mit dem bisher Erreichten zufrieden ist. „Wir sind mehr als im Soll. Wenn mir jemand vor der Saison gesagt hätte, dass wir nach dem 13. Spieltag auf Platz acht stehen, den hätte ich für verrückt erklärt“, betont Özyurt.

Gänzlich zufrieden ist er aber nur mit der bisherigen Bilanz, in spielerischer Hinsicht sieht er noch enormen Steigerungsbedarf. „Wir haben uns in etlichen Spielen durchgewurschtelt“, gesteht er. Deshalb warnt er auch davor, sich vom aktuellen Tabellenplatz blenden zu lassen. „Zwei, drei Niederlagen hintereinander - und wir sind unten wieder mit dabei“, warnt Özyurt. Ohnehin hält er trotz der bisherigen Ausbeute an dem vor der Saison ausgegebenen Ziel fest. „Für uns geht es einzig und allein um den Klassenerhalt. Wenn wir am Ende der Serie einen Punkt Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz haben, bin ich zufrieden“, sagt Özyurt. Auch für die heutige Partie gibt er sich vorsichtig. „Ein Sieg wäre zwar schön, aber mit einem Punkt könnte ich sehr gut leben.“ Denn die Gäste seien viel stärker als es der momentane Tabellenplatz aussagt. „Da fehlt im Moment nur ein bisschen das Selbstvertrauen. Aber ich bin mir sicher, Bosporus wird da unten herauskommen“, prognostiziert Hilmi Özyurt.

Das sieht sein Gegenüber ähnlich. „Aber ein Selbstläufer wird das nicht“, mahnt Hüseyin-Nuh Elma. Keiner dürfe glauben, „dass wir da unten nicht hingehören, weil wir eigentlich einen guten Kader haben und es deshalb irgendwann auch von alleine wieder läuft“, sagt der Bosporus-Coach. Als größtes Problem derzeit hat er das mangelnde Selbstvertrauen ausgemacht. „Wir fangen oft gut an, aber wenn wir dann das erste Tor kassieren, gehen bei vielen die Köpfe runter“, erläutert er.

Um mental wieder stärker zu werden, „brauchen wir unbedingt ein Erfolgserlebnis“, betont Elma. Und das soll es heute geben: Ziel ist es, den vierten Sieg in dieser Saison einzufahren. „Ein Punkt ist mir zu wenig. Nicht, weil es der MTV Peine ist, sondern weil uns ein Remis nicht weiterhilft“, erläutert Hüseyin- Nuh Elma.

pet

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