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Frischer Wind aus Duttenstedt

Windsurfen Frischer Wind aus Duttenstedt

Morgens kratzen Autofahrer schon Fensterscheiben vom Eis frei. Das Wasser im Olympiahafen Schilksee vor Kiel hat nur noch gänsehautkalte zwölf Grad. Das Duttenstedter Windsurf-Talent Etienne Buchsteiner freut sich dennoch schon riesig auf die heutige Trainingseinheit im Olympiahafen. „Der Herbst ist toll. Es ist richtig gut Wind, und das Wasser ist noch wärmer als im Frühjahr“, sagt der Elfjährige.

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Das Rigg fest im Griff. Etienne Buchsteiner beim Windsurf-Training im Olympiahafen von Kiel. Der Elfjährige steigt derzeit vom Funboard auf das größere Tecno-Jugendbrett um.

Quelle: privat

Der Silberkamp-Schüler hat sich jüngst in den Niedersachsen-Kader gesurft. Bei einem Sichtungslehrgang in Kiel überzeugte er und wird fortan von der ehemaligen Speed-Surf-Vizeweltmeisterin Silja Schröder trainiert.
Klein, aber unheimlich zäh

Lässiges T-Shirt, blonde Mähne, cooles Armband – Etienne würde perfekt an die Surfstrände von Australien oder Hawaii passen. „Surfen ist mein Ding: Ein Einzelsport und richtig schön schnell“, betont er. Den Gleichgewichtssinn hat er vermutlich schon als Beifahrer ausgeprägt. „Er hat als kleines Kind gerne auf meinem Brett gelegen“, erzählt Vater Mirek Buchsteiner. Das Talent des Jungen entdeckte auch der Peiner Surf-Club. Bei einem Urlaub auf Fehmarn wurden Buchsteiners angesprochen, kurz darauf meldeten sie ihr Kind zum Vereinstraining an. Etienne weiß nicht nur, woher der Wind weht. „Etienne hat Biss. Er ist zwar klein, aber unheimlich zäh und einfach nicht kaputtzukriegen“, lobt Surf-Club-Chef und Trainer Thomas Meyer den Jungen. Als Beispiel für den Ehrgeiz des Elfjährigen nennt er eine Szene aus einem Trainingslager auf Fehmarn. „Etienne hat unseren Betreuer und Surfer Malte Heuer um 5.30 Uhr geweckt und gefragt, wann es endlich losgeht.“

„Der Peiner Surf-Club fördert die Jugendlichen sehr gut“, lobt Mirek Buchsteiner. Auch die Peinerin Lisa Riske gehört zum Landeskader.

Die Eltern von Etienne investieren viel Zeit, um ihren Sohn bei seinem Hobby zu unterstützen. Mit Surfbrett im Gepäck machten sich die Buchsteiners auch gestern wieder im Wohnmobil auf den Weg zum Kadertraining nach Kiel. Auch die Großeltern sind eingebunden. Sie betreuen währenddessen Etiennes Geschwister. „Wir nutzen die Zeit in Kiel zum Fahrradfahren“, erzählt Mutter Silvia. Etienne brettert derweil mit Windkraft über das Wasser. „Leider ist das schon das letzte Kadertraining für dieses Jahr“, bedauert er. Winterpause. Das Segel liegt bis Februar flach, dann darf Etienne vielleicht an einem Trainingslager des Seglerverbandes Niedersachsen auf Mallorca teilnehmen.

Ganz ohne Brett geht es bis dahin aber nicht. „Im Winter fahre ich Snowboard“, nennt Etienne seine zweite Leidenschaft. Sportlich soll es für ihn aber vor allem auf dem Wasser vorangehen. „Ich möchte die Kieler Woche mitfahren und es vielleicht einmal zu den Olympischen Jugend-Spielen schaffen.“

Christian Meyer

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