Volltextsuche über das Angebot:

2 ° / -8 ° wolkig

Navigation:
Freimann hofft auf ersten Sieg als Ehemann

Fußball-Kreisliga: Expertentipp Freimann hofft auf ersten Sieg als Ehemann

Mit Tony Freimann bekam Edemissens Kreisliga-Mannschaft im Sommer hochkarätige Verstärkung. Kratzte der Offensiv-Akteur doch in jungen Jahren an einer Karriere als Profi-Fußballer. Doch damit wurde es nichts. Er entschied sich für die sichere Seite, studierte und arbeitet seit diesem Jahr als Diplom-Ingenieur bei VW. Sein Arbeitsplatz in Wolfsburg ist der Grund, weshalb es ihn in die Peiner Gegend verschlug.

Voriger Artikel
Vorm Kellerduell: Clauen zeigt Trainingseifer
Nächster Artikel
Wenn der Sohn mit dem Vater...

Das ging gut los: Zum Saisonstart gewann Tony Freimann (rot) mit seinem neuen Team gleich den Gemeindepokal.

Quelle: im

Dass Freimann, der aus der Stadt Plauen im sächsischen Vogtland stammt, bei der Eintracht anheuerte, war naheliegend. „Meine Frau und ich sind nach Abbensen gezogen. Fußball spielen wollte ich weiterhin, sah mich daher nach einem Verein um. Kreisliga und Edemissen - das passte“, erklärt der ehemalige Spieler der Viertligisten FSV Zwickau, VFC Plauen und Germania Halberstadt.

Jetzt kickt er drei Klassen tiefer und fühlt sich bei den Edemissern wohl. „Ich wurde super aufgenommen. Die Jungs sind alle herzlich.“ Ambitionen, später noch einmal in höheren Ligen zu spielen, hat er keine. „Hin und her zu wechseln, ist nicht mehr mein Ding. Berufsbedingt kann ich ohnehin nur noch selten trainieren.“

Früher war der Ehrgeiz bei ihm deutlich ausgeprägter. Sieben Jahre ging er in Chemnitz aufs Fußball-Internat, baute dort sein Abitur, trainierte täglich. „Es lief gut. Ich spielte Jugend-Landesauswahl, gehörte zu den Besten in Sachsen. Alles zielte drauf ab, Profi zu werden.“ Nach ein paar Jahren im Herrenbereich reifte bei ihm der Entschluss, einen anderen Weg zu gehen. Er trat fußballerisch kürzer, nahm ein Studium auf.

„Es reichte nicht für ganz oben. Heute bin ich froh, dass alles so gekommen ist, wie es ist“, verweist er auf Negativ-Beispiele. „Es bleiben viele Spieler hängen, die ihren Traum, Profi zu werden, nicht verwirklichen konnten. Sie kicken noch als 30-Jährige in der vierten Liga, verdienen den Lebensunterhalt eher schlecht als recht mit Fußball. Ihre Perspektiven sind weniger gut, denn eine Berufsausbildung haben viele nicht.“

Gute Perspektiven attestiert Freimann seiner jetzigen Mannschaft. „Wir gehören zu den Top-Fünf der Liga. Aber es wäre falsch, vom Aufstieg zu reden. Andere Vereine sind uns fußballerisch überlegen.“ Sein persönliches Ziel ist es, die Saison als Dritter abzuschließen. In dieser Angelegenheit musste er den kompletten Oktober allerdings passen. Denn in der Heimatstadt Plauen stand die Hochzeit an, danach ging er mit seiner Frau Sylvi auf Hochzeitsreise.

Morgen heißt es dann Schwicheldt statt Fuerteventura: Tony Freimann tritt mit seiner Mannschaft im Verfolgerduell beim Tabellenvierten an. Das Spiel seiner Mannschaft in Schwicheldt und den kompletten 14. Kreisliga-Spieltag tippt er für die PAZ wie folgt:

VfB Peine - TSV Wendeburg 2:0. „VfB ist vorne sehr stark besetzt.“
TSV Eixe - TSV Sonnenberg 1:2. „Sonnenberg ist besser als Eixe.“
Teutonia Groß Lafferde - VfL Woltorf 4:0. „Lafferde hat beim 1:1 gegen uns einen guten Ball gespielt.“
Pfeil Broistedt - Bosporus Peine 4:2. „Broistedt ist besser. Bosporus hatte beim 2:1-Sieg gegen uns sehr viel Glück.“
SV Lengede II - TSV Dungelbeck 0:1. „Lengede ist eine Wundertüte. Dungelbeck hat zuletzt oft gewonnen.“
Herta Equord - TSV Essinghausen 1:0. „Essinghausen schwächelt zur Zeit.“
Rot-Weiß Schwicheldt - TSV Edemissen 1:3. „Schwicheldt hat einen starken Sturm. Aber wir haben eine gute Abwehr und sind immer für ein Tor gut.“

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Sport in Peine