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Ferat Kamberi holt sich die Niedersachsen-Meisterschaft

Boxen Ferat Kamberi holt sich die Niedersachsen-Meisterschaft

Fünf Peiner Boxer waren in der Endrunde der Landesmeisterschaft in Wolfsburg am Start. Ein Titel sprang dabei heraus, vier Jungs wurden Vizemeister - und einer wurde vor dem Kampf rasiert.

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Sieg: Ferat Kamberi (rechts) gewann den Finalkampf.

Quelle: oh

Ferat Kamberi vom BC 62 Peine gewann bei den U17-Junioren in der Gewichtsklasse bis 57 Kilo. Ihm gegenüber stand Haytham Kheder von Heros Hannover. „Das war ein unbequemer Gegner“, stellte BC-62-Chef Ercan Caliskan fest. Doch er und Trainer Mustafa Er hatten ihren Schützling richtig vorbereitet. „Ferat hat die drei Runden gut gearbeitet und auch konditionell nicht nachgelassen. Er hat die Ruhe behalten, dominiert und nicht einen Schlag kassiert“, lobte Caliskan. „Das war eine super Leistung von ihm.“

Kamberis Vereinskollegen Engin Aslan (U17 bis 75 Kilo) und Alper Kocak (U17 über 80 Kilo) verloren allerdings ihre Finalkämpfe. „Engin hat stark geboxt, sein Gegner Justin Pulmann aber auch, obwohl er in der zweiten Runde einmal gewackelt hat. Engin hat da nicht entschieden genug nachgesetzt. Der Sieg für den Gifhorner war eine ganz knappe Entscheidung des Kampfgerichts“, sagte Caliskan.

Alper Kocak bekam von Gegner Tom Schneid (BC Verden) einen Schlag auf die Nase. „Alper hatte Nasenbluten, vielleicht hat ihn das etwas aus dem Konzept gebracht“, sagte Caliskan. „Sein Gegner war diesmal besser.“

Von den Black Panthers Peine waren Brandon Bojani (U19 bis 75 Kilo) und Noorli Aziz (U17 bis 60 Kilo) in den Ring gestiegen. „Trotz der Niederlagen bin ich richtig stolz auf die beiden“, sagte Vorsitzender Kazim Yilmaz. Bojanis Gegner Roman Schäfer (BSK Seelze) sei mit 70 Kämpfen sehr erfahren, einen Kopf größer und vier Kilo schwerer, schilderte Yilmaz. „Kämpferisch hat Brandon ihn über alle drei Runden richtig geärgert. Er konnte ihn immer wieder stellen und treffen. Das war ein ganz knapper Kampf, auch wenn Schäfers Sieg verdient war.“

Allerdings hätte Brandon Bojani den Kampf beinahe schon vor dem ersten Gong durch Disqualifikation verloren. Er hatte nämlich einen Drei-Tage-Bart, was verboten ist. Zum Glück war Rasierzeug schnell aufzutreiben, und so konnte der Kampf doch noch stattfinden.

Noorli Aziz war vor vier Monaten als Flüchtling zu den Black Panthers gekommen und hatte laut Yilmaz „keine Ahnung von Schlägen, Stellung - und zwei linke Hände. Aber was er in dieser Zeit gelernt hat, lernen andere in zwei Jahren.“ In Wolfsburg bestritt er seinen ersten Kampf, da der Vorrundenkampf ausgefallen war - sein damaliger Gegner hatte zuviel Gewicht. Und der Neuling aus Peine bereitete seinem Premieren-Gegner Rob Sarkasian (BC Braunschweig) mächtig Probleme. „Noorli hat ganz knapp verloren, weil ihm die Erfahrung fehlt“, meinte Yilmaz. „Es war technisch und boxerisch eine super Leistung von ihm.“

Trotz der Niederlagen wurden Engin Aslan und Alper Kocak vom Landestrainer zum Lehrgang eingeladen, zusammen mit ihrem Vereinskameraden Resul Kocak. Danach entscheidet sich, wer für die Teilnahme an den Deutschen Meisterschaften nominiert wird. Auch Yilmaz hofft, dass Brandon Bojani an den Deutschen Meisterschaften teilnehmen darf.

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