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Feer setzt auf Rieger und Lautenbach

Fußball-Kreisliga Feer setzt auf Rieger und Lautenbach

Vechelde erwartet im Top-Spiel die punktgleichen Schwicheldter. Der Spitzenreiter muss allerdings auf einen wichtigen Spieler verzichten.

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In der Hinrunde trennten sich Arminia Vechelde (grün-weiß, vorne Sebastian Staats) und RW Schwicheldt (rechts Nils Busch) torlos. Im morgigen Rückspiel wollen die Arminen mit einem Sieg die Tabellenführung ausbauen.

Quelle: Isabell Massel

Rot-Weiß Schwicheldt oder Arminia Vechelde? Einer der beiden Fußball-Kreisligisten wird demnächst die Sektkorken knallen lassen können. Zwar waren die anderen Kreisliga-Klubs in der Winterpause einmütig der Meinung, dass die Vechelder den Titel holen werden, doch die Schwicheldter haben sich von dem Ergebnis der PAZ-Umfrage nicht beeindrucken lassen, liegen nach Punkten noch immer gleichauf mit dem Spitzenreiter. Auch im Hinspiel boten sie Paroli, erkämpften sich ein 0:0. Morgen nun kommt es zum Gipfeltreffen - und das wollen die gastgebenden Arminen unbedingt für sich entscheiden. „Denn ein Sieg wäre ein Riesenschritt in Richtung Meisterschaft“, betont Vecheldes Trainer Thomas Mühl.

Arminia Vechelde - Rot-Weiß Schwicheldt (Sonntag, 15 Uhr). „Aufgeregt? Nein, es ist doch nur Fußball“, sagt Thomas Mühl lachend. Allerdings, fügt er hinzu, eine gewisse Anspannung sei schon vorhanden. „Sowohl bei der Mannschaft als auch bei mir“, gesteht der Vechelder Trainer.

Auch ein Blick in die jüngere Historie löst bei ihm kein Unbehagen aus: In den vergangenen zwei Jahren lieferten sich die Vechelder erst mit dem SV Bosporus und in der anschließenden Serie mit dem TSV Hohenhameln ein Kopf-an-Kopf-Rennen, doch am Ende mussten sie sich jeweils mit Platz zwei begnügen. Doch das wertet Mühl keineswegs als schlechtes Omen. Im Gegenteil: „Aller guten Dinge sind drei. Zweimal sind wir Zweiter geworden, nun werden wir Meister“, erläutert Mühl, der jedoch großen Respekt vor den Gästen hat. „Sie haben eine intakte Mannschaft, spielen eine ganz starke Saison und werden deshalb auch mit großem Selbstvertrauen anreisen.“

Aufpassen müsse sein Team insbesondere auf René Rieger. „Er ist der Schlüsselspieler bei Schwicheldt, über ihn laufen fast alle Aktionen“, sagt Mühl. In Manndeckung will er den Mittelfeldstrategen jedoch nicht nehmen lassen - und auch die Taktik wird die gleiche sein wie in der bisherigen Saison. „Wir werden gleich vorne pressen und versuchen, sie zu Fehlern zu zwingen“, erläutert Mühl.

Dabei nicht mithelfen kann Maximilian Paulmann, hat er sich doch zuletzt beim Spiel in Woltorf den Knöchel gebrochen und wird in der nächsten Woche operiert. „Schade, dass Maxi fehlt. Denn er ist ein Spieler, der entscheidende Aktionen initiieren kann und immer wieder dahin geht, wo es weh tut“, erklärt Mühl. Doch trotz dieses Ausfalls hat sich die Zielsetzung der Arminen nicht geändert. „Wir wollen gewinnen - und wenn jeder seine Leistung abruft, werden wir das auch schaffen“, prognostiziert Thomas Mühl. „Aber auch ein Unentschieden wäre für uns nicht tragisch - nur verlieren dürfen wir auf gar keinen Fall.“

Das sieht sein Gegenüber ähnlich. „Vechelde kann mit einem Remis gut leben, da sie die weitaus bessere Tordifferenz haben. Deshalb müssen wir auch gewinnen, wenn wir Meister werden wollen. Denn ich glaube nicht, dass die Vechelder anschließend noch Punkte liegen lassen“, sagt RW-Spielertrainer Dominik Feer. Als Belastung empfindet er diese Ausgangssituation indes nicht. „Schließlich sind wir völlig ohne Titelambitionen in diese Saison gegangen, haben überhaupt nicht damit gerechnet, dass wir ganz oben mitspielen“, erläutert er.

Aus diesem Grund sei die jetzige Konstellation einfach auch nur sensationell und wunderschön, betont der RW-Keeper. „Wir freuen uns alle riesig auf dieses Spiel.“ In selbiges gehe seine Mannschaft zwar als Underdog, aber das betrachtet er durchaus als Vorteil. „Denn der größere Druck lastet eindeutig auf den Vecheldern, von uns dagegen erwartet keiner den Titel.“

Genau darin liege allerdings auch die Chance, Meister zu werden. „Die Ausgangssituation und das Restprogramm sprechen jedoch für Vechelde, aber manchmal kommt es anders als man denkt“, sagt Feer, dessen Strategie für das morgige Duell noch nicht definitiv feststeht. Wichtig sei vor allem, „die Partie lange offen zu halten, um dann über unsere individuelle Qualität zu treffen“.

Gemeint sind damit in erster Linie René Rieger oder Marcel Lautenbach. „Beide sind immer für ein Tor gut.“ Doch selbst wenn das Konzept nicht aufgeht und die Schwicheldter morgen nicht punkten, „wäre das kein Beinbruch. Denn egal, was in den restlichen drei Spielen noch passiert, eines steht schon jetzt fest: wir haben auf jeden Fall eine grandiose Saison gespielt“, erklärt Dominik Feer.

pet

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