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Ex-Profi sichtet den Fußball-Nachwuchs in der Silberkamphalle

Jugendfußball Ex-Profi sichtet den Fußball-Nachwuchs in der Silberkamphalle

„Einer hätte wohl das Zeug zum Profifußballer“, meint Dennis Weiland. Gerade ist die erste Gruppe des Sichtungstrainings des Fußball-Stützpunktes Peine abgeschlossen. Gut 30 Kinder aus dem Jahrgang 2000 haben gedribbelt, gespielt und geschossen.

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Dennis Weiland beobachtet genau.

Wessen Leistung ihm so gut gefallen hatte, wollte der Ex-Profi nicht verraten. Das sei eine Momentaufnahme. Ob es ein Junge tatsächlich schafft, Profi zu werden, hänge von vielen weiteren Faktoren neben den technischen und körperlichen Fähigkeiten ab. Auch unauffällige Kinder hätten die Chance, sich noch in den Vordergrund zu spielen.

Weiland kennt die Materie, auch wenn es in seiner Jugendzeit noch kein Stützpunkttraining gab. Er spielte in der Kreis-, Bezirks- und Landesauswahl. Er war in der Jugend für Germania Grasdorf am Ball, 1993 stand er kurz vor dem Sprung zu den Profis von Hannover 96. Er kickte in der zweiten Bundesliga für den VfL Osnabrück, Mainz 05 und Eintracht Braunschweig. In der ersten Bundesliga spielte er für Mainz.

Der heute 35-Jährige hat eine ganze Reihe guter Trainer erlebt, und nun will er selbst einer werden. Zehn Doppelstunden muss er bei Stützpunkt-Veranstaltungen hospitieren, dann kann er als Ex-Profi auch ohne C-Lizenz sofort einen B-Lizenz-Lehrgang besuchen.

Horst Stockhausen, sein Jugendauswahltrainer im Niedersächsischen Fußballverband, hat ihn besonders beeindruckt. „Er konnte fordern, hat aber den richtigen Ton getroffen. Von ihm habe ich viel gelernt“, sagt Weiland. Auch Jürgen Klopp habe ihn geprägt. „Er hat eine angenehme Art und taktisch viel drauf.“

Beim Stützpunkttraining lernt der Ex-Profi aber auch von Kiriakos Aslanidis und Nick Gerull. „Zum Beispiel, wie man die Jungs richtig anspricht, ohne dass einer heulend rausläuft.“
Inzwischen ist die zweite Gruppe Jungs beim Sichtungstraining am Ball. Trainer Michael Richter kümmert sich um die Torhüter, Stützpunkt-Coach Michael Duda lässt ein Dutzend Jungs dribbeln, Nick Gerull macht eine Übung vor, und Kiriakos Aslanidis und Dennis Weiland beobachten die Kinder.

Am Ende haben sie 70 Jungs gesichtet. Knapp 30 von ihnen bekommen eine Einladung zum nächsten Sichtungstraining in zwei Wochen. Dann werden auch diejenigen hinzukommen, die beim ersten Training verhindert waren. Anschließend wird aus den besten 15 bis 20 Jungs eine Kreisauswahl benannt.

Matthias Press

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