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Erwin Bartsch gibt die Linie vor

Ehepaar sorgt beim TSV Dungelbeck für Ordnung Erwin Bartsch gibt die Linie vor

Ein Glücksfall für den TSV Eintracht Dungelbeck ist das Ehepaar Bartsch. Karin ist für die Sauberkeit im Sporthaus verantwortlich, während Erwin, der am heutigen Freitag 80 Jahre alt wird, als Platzwart für Ordnung sorgt und - auch im übertragenen Sinn - den Fußballern die Linie vorgibt.

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Ausfahrt mit dem Vereinswagen: Erwin Bartsch kümmert sich um den Platz und die weißen Linien darauf, Karin Bartsch hilft ihm und sorgt für Ordnung im Sporthaus.

Quelle: im

Mit seinen Eltern kam der Jubilar von Schlesien nach Bayern. Diese zogen aus familiären Gründen nach Dungelbeck. Erwin Bartsch machte seine Maurerlehre in Bayern zu Ende und folgte anschließend seinen Erziehungsberechtigten nach.

In seiner Jugend spielte er Fußball, später gehörte seine Leidenschaft dem Kegeln - mittlerweile ist seine Passion der Sportplatz. Vor zehn Jahren sprach ihn sein Sohn Frank - der heutige Vorsitzende des TSV - an, ob er das Amt des Platzwartes übernehmen wolle. Der rüstige Rentner sagte zu. „Es ist bewundernswert, mit welcher Akribie Erwin Bartsch diesen wichtigen Posten ausfüllt, ist er doch in der Spielzeit fast täglich auf dem Sportplatz zu finden - und die Pflege der Anlage nimmt viel Zeit in Anspruch“, sagt Peter Baumeister, stellvertretender Vorsitzender des TSV.

Zeit auch deshalb, weil die Anordnungen des Platzwartes nicht immer befolgt werden. „Ich ärgere mich, wenn die Tore nach dem Training nicht weggeräumt wurden, denn dann kann an diesen Stellen nicht gemäht werden“, erläutert Bartsch. Die Besandung der Spielstätte, um die es große Diskussionen gegeben hat, hält er indes für notwendig, „denn dadurch kann das Regenwasser besser abfließen“, sagt er.

Eine besondere Herausforderung für ihn besteht immer dann, wenn die Linien nach der Sommerpause erstmalig abgekreidet werden müssen. Denn es muss genau ausgemessen werden, dabei assistiert dem Platzwart meistens seine Frau Karin. Lachend sagt er: „Sie muss spuren und parieren und sich genau nach den Wünschen des Chefs richten.“

Seine Ausbildung als Maurer war besonders beim Bau des Sporthauses gefragt. Er engagierte sich mit großem Einsatz und hat sich somit bleibende Verdienste erworben. Auch kleine Reparaturen, beispielsweise in den Duschen, erledigt er selbstverständlich. Zufrieden ist er immer dann, „wenn der Platz gut bespielbar ist und die Spieler anschließend die Eckfahnen selbst wegräumen“, erklärt Bartsch, der bei den Partien der Dungelbecker regelmäßig zuschaut und darauf hofft, dass seine Mannschaft den Platz als Sieger verlässt.

Dabei wollte der rührige „Platzmeister“ eigentlich schon vor längerer Zeit aufhören. Aber aus Pflichterfüllung macht er weiter, „bis ein Nachfolger gefunden wird“, betont er. Seine Ehefrau Karin, die im vergangenen Jahr 70 Jahre alt wurde, ist seit der ersten Stunde, also seit fast 20 Jahren, für den Glanz im Sportheim verantwortlich. Sie ärgert sich besonders, „wenn die Waschbecken durch Schuhwaschen verdreckt sind, Toiletten nicht wie zu Hause benutzt werden oder die Heizkörper nach den Spielen nicht heruntergedreht wurden“.

Ihre Zettel über festgestellte Mängel sind legendär. „In der letzten Zeit kann ich eine Besserung feststellen. Meine Erziehungsversuche haben gewirkt, ich habe mir die Nutzer erzogen“, sagt sie.

Karin und Erwin Bartsch sind ein eingespieltes Team - in und um das Sporthaus sowie auf dem Spielfeld. „Wir sind ihnen zu großem Dank verpflichtet und hoffen weiter auf eine hervorragende Zusammenarbeit“, sagt Baumeister.

bm

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