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Equord jubelt über 6:0-Gala, Woltorf über einen Anruf

Fußball-Kreisliga Equord jubelt über 6:0-Gala, Woltorf über einen Anruf

Der TSV Wendeburg hat überraschend seine Mannschaft aus der Kreisliga zurückgezogen und damit den Abstiegskampf entschieden. Equord glänzte zwar bei einer 6:0-Gala gegen Vöhrum und schoss Woltorf auf den letzten Platz, doch nun bleibt sogar das Schlusslicht drin.

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Da passte einfach alles: Mit einer 6:0-Gala gegen Arminia Vöhrum kletterte Herta Equord noch vom letzten Platz und schaffte den direkten Klassenerhalt.

Quelle: Ralf Büchler

Kreis Peine. Die Trauer war noch nicht verdaut, da durften Woltorfs Fußballer schon wieder jubeln. Verrückter Abstiegskampf in der Kreisliga! Obwohl die Konkurrenz gewann und der VfL den späten Ausgleich in Schwicheldt kassierte, hat er noch den Klassenerhalt geschenkt bekommen. Der Kreisspielausschuss-Vorsitzende Günter Brand rief die Woltorfer kurz nach Spielschluss an und teilte ihnen mit, dass der TSV Wendeburg kurz zuvor per E-Mail seine Mannschaft in die 1. Kreisklasse zurückgezogen hat. Schlusslicht VfL bleibt drin!

Rot-Weiß Schwicheldt - VfL Woltorf 2:2 (0:1). Was für ein Krimi! Ein überragender Torwart Sebastian Hahn und eine gute Chancenverwertung ließen die Woltorfer bis zur 84. Minute vom direkten Klassenerhalt träumen. Die aufopferungsvoll kämpfenden Gäste führten 2:1 und hatten die Überraschung auf dem Fuß. Aber dann rächte sich doch noch, dass der VfL nach einer Roten Karte für Sebastian Krömer (68.) die Partie in Unterzahl beenden musste. Schwicheldts Dennis Palandt verlängerte einen Freistoß von Marcel Lautenbach per Kopf zum umjubelten 2:2-Endstand. „Wir haben uns gerade noch so in den Härke-Pokal gerettet. Es war ein hitziges Spiel. In der ersten Hälfte waren wir überlegen, doch nach unserem 1:1-Ausgleich waren wir völlig von der Rolle“, sagte Rot-Weiß-Ersatzkeeper Lukas Reineke. In der Nachspielzeit hatten die Woltorfer sogar noch die Chance zum 3:2-Siegtor, doch RW-Spieler Tobias Dreyer klärte in seinem letzten Spiel für die Kreisliga-Mannschaft in höchster Not auf der Linie.

Tore: 0:1 Jütte (32.), 1:1 Winkler (49.), 1:2 R. Smolka (67.), 2:2 Palandt (84.). Besonderes: Woltorfs Sebastian Krömer sieht wegen Beleidigung die Rote Karte (68.).

Herta Equord - TSV Arminia Vöhrum 6:0 (4:0). Ihrem Fußball-Obmann Kevin Hilbig verpassten Hertas Kicker nach dem geschafften Klassenerhalt erstmal eine Bierdusche. Mit einem Gala-Auftritt schossen sich die Equorder im Saisonfinale doch noch vom letzten Tabellenplatz. „Die Einstellung hat gestimmt. Wir waren von Anfang an konzentriert und haben hinten fast alles abgefangen. Und vorne war beinahe jeder Schuss ein Treffer“, lobte Hilbig. Bestnoten bei der Herta verdiente sich Sven Klingebiel, der im defensiven Mittelfeld abräumte. „Normalerweise spielt er Innenverteidiger, da ist unserem Trainer André Lau ein cleverer Schachzug gelungen“, stellte Hilbig fest. Mit acht Saisonsiegen rettete sich die Herta. „Wir halten in unserem kleinen Dorf die Kreisliga-Fahne hoch. Die Nacht wird lang“, ahnte Hilbig.

Tore: 1:0 Küster (30.), 2:0 Klingebiel (35.), 3:0 Schalin (41.), 4:0 R. Görke (44.), 5:0 Knap (54.), 6:0 Hölters (90.).

SV Lengede II - TSV Essinghausen 1:3 (0:3). Eine eiskalte Chancenverwertung bescherte Essinghausen den Klassenerhalt. Lengedes Spieler Sven Kersten fand die Niederlage seines Teams mehr als unnötig. Denn: „Die ersten beiden Gegentore kassierten wir nach Standards selbstverschuldet. Danach war es schwer, den Kopf wieder hochzukriegen. Verloren haben wir am Ende vor allem, weil wir am Anfang geschlafen haben“, bilanzierte er. Selbst als die Gäste nach einer Roten Karte für Asad Omar wegen Nachtretens (72.) in Unterzahl gerieten, gelang dem SVL nicht mehr die Wende. Lukas Hahnsch traf noch den Pfosten, und Jens Möhle erzielte zumindest noch das Ehrentor (85.).

Tore: 0:1 Berendt (6.), 0:2 U. Demir (11.), 0:3 A. Omar (35.), 1:3 Möhle (85.). Besonderes: Essinghausens Asad Omar sieht Rot wegen Nachtretens (72.).

TSV Eixe – TSV Edemissen 2:2 (2:0). Die Eixer verloren beinahe noch nach einer 2:0-Führung und sorgten dafür, dass ihr Coach Nils Könnecker zum echten Nervenbündel wurde. Denn als Edemissens Sebastian Mass in der Nachspielzeit zum Elfmeter anlief, hatte Könnecker noch die Info, dass Abstiegskampf-Konkurrent Woltorf 2:1 in Schwicheldt führte und die Eixer noch hätten absteigen können. Doch Mass schoss an die Latte. „Unterm Strich war das eine ganz heiße Kiste für uns. Wir haben gut ins Spiel gefunden und konzentriert verteidigt. Die erste Halbzeit war relativ ausgeglichen, aber ab der 70 Minute hat Edemissen das Heft in die Hand genommen und Druck gemacht“, schilderte Könnecker. Die Gäste belohnten sich mit zwei Toren, verpassten aber wegen des vergebenen Elfers den Härke-Pokal. Kurios: Dass die Edemisser da nun nicht mitmischen dürfen lag auch an einem Neuzugang für die kommende Saison. Ausgerechnet Victor Del Rio Seoane schoss Eixe mit 2:0 in Führung.

Tore: 1:0 Mainusch (25.), 2:0 Del Rio (74.), 2:1 Düsterhöf (90.), 2:2 Siedentop (90.+3).

Teutonia Groß Lafferde – SV Bosporus Peine 6:1 (3:1). Mit ihrem zwölften Sieg in Folge schossen sich die Groß Lafferder für das Kreispokal-Finale am kommenden Samstag warm. „Nach anfänglichen Schwierigkeiten haben wir immer besser ins Spiel gefunden und am Ende auch in der Höhe verdient gewonnen. Dass wir sogar noch die 100-Tore-Marke in der Kreisliga geknackt haben, war ein erfreulicher Abschluss. Wir haben eine sehr gute Saison gespielt“, bilanzierte Teutonia-Trainer Ulrich Kropp. Dass den Groß Lafferdern dennoch nicht so richtig zum Feiern zumute war, lag an Fabian Neumann. Er verdrehte sich ohne Einwirkung des Gegners das Knie und musste mit Verdacht auf eine schwere Verletzung raus. „Das hat die Sache ein wenig überschattet“, bedauerte Kropp.

Tore: 0:1 Alaoglu (28.), 1:1 J. Paul (33.), 2:1 und 3:1 T. Paul (34., 41.), 4:1 T. Müller (48.), 5:1 und 6:1 Ohmes (63., 76.).

FC Pfeil Broistedt – TSV Dungelbeck 2:1 (1:0). Der Meister feierte nicht nur den 23. Sieg aus 28 Spielen, sondern auch noch ein emotionales Comeback. Kapitän Dennis Büttner wurde nach seiner Meniskus-OP und anschließender einjähriger Pause in den Schlussminuten noch eingewechselt. Kurz danach kam sogar noch Meistertrainer Matthias Steinert und bereitete den späten 2:1-Siegtreffer von Sven Bruns (88.) vor. „Von den Spielanteilen her war es sicherlich ein verdienter Sieg, aber Dungelbeck hat sehr gut verteidigt“, stellte Pfeile-Fußball-Obmann Börge Warzecha fest. Tore: 1:0 Schmilewski (40.), 1:1 Schons (63.), 2:1 S. Bruns (88.).

VfB Peine – TSV Sonnenberg 2:3 (2:2). VfB-Coach Nedin Cerimovic hätte sich zum Abschied über einen Sieg gefreut, doch wie schon beim 3:2-Zittersieg im Hinspiel tat sich der Vizemeister mit den Sonnenbergern schwer und verlor diesmal sogar. „Sonnenberg war sehr effektiv, wir leider nicht“, merkte Cerimovic an. Kurios: VfB-Torwart Can-Lüftü Tosun überzeugte zunächst als Linksverteidiger und ersetzte ab der 70. Minute Christian Wöhrle, der sein Abschiedsspiel in der 1. Herren gab und sich bei seiner Auswechslung den verdienten Applaus abholte.

Tore: 0:1 Maurach (5.), 1:1 Arvis (14.), 2:1 Arayici (20.), 2:2 und 2:3 Fritz (44., 52.).

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