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Elfmeter-Pech für Bosporus im Halbfinale

Fußball, Ü32-Landesmeisterschaft Elfmeter-Pech für Bosporus im Halbfinale

Gelungene Premiere: Die Ü32-Fußballer des SV Bosporus Peine boten bei ihrer ersten Teilnahme an der Niedersachsenmeisterschaft starke Leistungen - und wären sogar fast ins Endspiel eingezogen.

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Der SV Bosporus wurde Vierter bei der Niedersachsenmeisterschaft der Alt-Herren-Teams: (hinten von links) Kevin Müller, Lutz Schabelski, Özcan Caliskan, Aydin Kocgün, Idris Karagülmez, Hüseyin Elma, Yasin Öztürk, Hikmet Koc, Detlef Lüneberg, Trainer Hadi Bacaksiz, Betreuer Tuncay Kaya; (vorne von links) Attila Benzer, Frank Tilke, Bülent Karahan, Ekrem Kocak, Aydin Urfa, Bülent Karahan, Ramazan Türk, Andy Yasti, Osman Pehlivan und Dogan Kalem.

Doch im entscheidenden Augenblick zeigten sie Nerven, mussten sich im Halbfinale dem späteren Gewinner aus Helmstedt nach Elfmeterschießen mit 0:3 geschlagen geben. Am Ende reichte es in Barsinghausen zu Platz vier.

„Schade, schade“, bedauerte Bosporus-Trainer Hadi Bacaksiz, „Vierter zu werden, ist zwar ein toller Erfolg, aber es wäre noch mehr möglich gewesen.“ Dabei startete sein Team mit einem Negativerlebnis ins Turnier: Denn zum Auftakt gab es gegen Titelverteidiger Germania Grasdorf ein 0:1. „Die Niederlage war überflüssig und unglücklich, da das Tor erst in der Schlussminute fiel“, erklärte er.

Anschließend jedoch trumpfte der SV Bosporus auf: Zunächst wurde der VfL Nordhorn mit 3:0 besiegt (Tore: Bülent Karahan, Hikmet Koc und Kevin Müller) und anschließend die SG Wehden nach Treffern von Lutz Schabelski, Yasin Öztürk und Hikmet Koc mit dem gleichen Ergebnis bezwungen.

Somit zogen die Peiner als Gruppenzweiter ins Viertelfinale ein und trafen dort auf den SV Reislingen/Neuhaus. „Die bis dahin beste Mannschaft“, erklärte Bacaksiz. Dennoch setzte sich seine Elf gegen den Wolfsburger Vertreter durch. „Und zwar verdient“, erläuterte Bacaksiz. „In den ersten Minuten hatten wir ein paar Schwierigkeiten, aber danach haben wir dominiert.“ Zum Matchwinner avancierte Aydin Kocgün: Nach einem Eckball war er zur Stelle und erzielte per Kopf den Siegtreffer (9.).

Im darauffolgenden Halbfinale jedoch blieb der SV Bosporus ohne Torerfolg, aber auch dem TSV Helmstedt gelang es nicht, Keeper Aydin Urfa zu überwinden. „Wir waren dem Sieg allerdings näher, weil wir die klareren Chancen hatten“, resümierte Bacaksiz, der danach im Elfmeterschießen seinen Augen nicht traute: Denn Frank Tilke, Hikmet Koc und Ekrem Kocak scheiterten allesamt, sodass Helmstedt mit 3:0 die Oberhand behielt. Die Enttäuschung über den verpassten Einzug ins Finale sei schon riesig gewesen, gestand Bacaksiz.

Sie sollte noch größer werden, denn nach einer kurzen Pause mussten die Peiner erneut vom Punkt aus antreten, gegen den Verlierer des anderen Halbfinals (Vasdorfer SK) - und diesmal zeigten Hüseyin Elma, Andi Yasti und Aydin Kocgün Nerven: Keiner der drei traf. Sehr zum Verdruss von Hadi Bacaksiz. „Ich bin fast wahnsinnig geworden. Sechs Elfer nicht verwandelt - das ist unglaublich und doppelt ärgerlich, weil die Chance groß war, Niedersachsenmeister zu werden“, konstatierte er.

Doch letztlich überwog die Zufriedenheit über das Geleistete. „Ich denke, wir haben den Kreis Peine gut vertreten, und das nicht nur in sportlicher Hinsicht. Wir haben hier viele Sympathien gewonnen“, bilanzierte Bacaksiz, der selbst nicht mitkickte.

Grund: „Da wir 18 Spieler waren, musste einer coachen und das Ganze strukturieren“, erklärte Hadi Bacaksiz, für den jetzt schon eines feststeht. „Im nächsten Jahr wollen wir auf jeden Fall wieder für die Endrunde qualifizieren, da die Atmosphäre einfach klasse ist.“

Bis dahin heißt es: Elfmeter schießen üben. Wie das geht, zeigte Bosporus-Bezwinger TSV Helmstedt auch im Endspiel gegen den VfL Oythen: Dort endete die reguläre Spielzeit (2x12 Minuten) torlos, anschließend verwandelte der TSV vier Elfmeter, der VfL nur drei. Lohn dafür waren 750 Euro sowie 100 Liter Freibier.

pet

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