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Eklat beim Kugelstoßwettbewerb

Leichtathletik Eklat beim Kugelstoßwettbewerb

Zwei Bronzemedaillen und fünf Finalplätze schafften die Peiner Senioren-Leichtathleten bei den Deutschen Meisterschaften in Kevelaer. Für Kugelstoßer Werner Weber bleibt der Wettbewerb aber in keiner schönen Erinnerung.

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Heiße Diskussionen: Die Kugelstoßer der M60 drohen mit Abbruch des Wettkampfes. Werner Weber (ganz links) verfolgt die Debatte.

Quelle: Werner Weber

Großes Pech hatte der NLV-Meister Werner Weber von der LG Peiner Land im Kugelstoßwettbewerb der M60. Ziel war zunächst die Qualifikation für das Finale der besten Acht. Nach 12,03 Meter im ersten Versuch gelang dem Jahner Kugelstoßer im zweiten Versuch offenbar eine Superweite. Die Fünf-Kilo-Kugel landete nahe an der 14 Meter-Marke und wurde vom Kampfrichter mit 13,85 Meter gemessen. „Diese Steigerung von Platz acht auf Rang eins im Vorkampf wurde von einigen Konkurrenten angezweifelt“, erläuterte Weber. Es gab Protest, Diskussionen und eine fast 30-minütige Wettkampfunterbrechung.

Der Schiedsrichter „Wurf“ wurde hinzugezogen. „Schließlich wurde willkürlich eine Weite von 12,61 Meter festgelegt, die ich zähneknirschend akzeptieren musste, um den Abbruch des Wettkampfes zu verhindern“, ärgerte sich Weber. Danach sei für ihn die Luft raus gewesen, eine Steigerung gelang in den weiteren drei Versuchen des Finales nicht mehr, es blieb am Ende bei einem enttäuschenden siebten Platz, die schon greifbare Bronzemedaille war weg.

Dennoch fiel die Peiner Bilanz bei den Meisterschaften der über 50-Jährigen positiv aus. Trotz tropischen Temperaturen um 42 Grad gelang Karl Cramm vom SV Anker Gadenstedt im Hochsprungwettbewerb der M75 eine Steigerung seines von ihm selbst gehaltenen Kreisrekordes auf 1,22 Meter.

Mit dem fünften Platz im Feld der acht Finalisten erzielte der NLV-Ranglisten-Erste eine gute Platzierung, zu Bronze fehlten lediglich drei Zentimeter. Anlass genug für den ehemaligen Turner seinen veralteten Sprungstil, künftig auf Flop oder Straddle umzustellen.

Sehr erfolgreich verliefen die nationalen Titelkämpfe für Ulla Hornbostel (LG Peiner Land). Die Norddeutsche Meisterin verbesserte im 800 Meter-Lauf der W50 ihren eigenen Kreisrekord auf 2:42,13 Minuten und belegte damit den vierten Rang hinter der überragenden Anette Koop von der LG Emstal Dörpen, die in 2:28,81 erneut Deutsche Meisterin wurde.

Nach einem Regenerationstag, den die Neu-Fünfzigerin im benachbarten Holland verbrachte, startete die auf den Punkt vorbereitete Peiner Mittelstrecklerin noch einmal. Im 1500 Meter Lauf belegte sie nach einem taktisch klugen Rennen in 5:36,88 Minuten Platz drei und erkämpfte sich trotz einer Wadenmuskelverletzung die erhoffte Bronzemedaille. Und: Sie verbesserte auch den Kreisrekord.

Vereinskameradin Reintraut Rattay hatte sich trotz der Gluthitze ein volles Programm vorgenommen. Im Zeit-Endlauf über 800 Meter der W65 belegte die Jahnerin in 3:30,31 Minuten ebenso Rang vier wie im 5000 Meter-Lauf, den sie in 25:05,56 Minuten absolvierte. Zum Abschluss erkämpfte die Deutsche Hallen- und Crossmeisterin dann doch noch ihre Medaille, nachdem sie als Dritte die Ziellinie im 1500 Meter-Lauf in 6:53,09 Minuten überquert hatte.

ww/rd

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