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Eintracht verliert 1:3 und steigt ab

Eintracht Braunschweig Eintracht verliert 1:3 und steigt ab

Eintracht Braunschweig hat die große Überraschung verpasst. Nach einer völlig verdienten 1:3 (0:1)-Niederlage bei 1899 Hoffenheim muss der Aufsteiger nach nur einem Jahr wieder aus der Fußball-Bundesliga absteigen.

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Sensation blieb aus: Havard Nielsen (r.) und die Eintracht verloren 1:3 in Hoffenheim und stiegen ab.

Am Ende halfen der Eintracht auch die Unterstützung von 7000 mitgereisten Fans und die Niederlagen der beiden Konkurrenten Hamburger SV und 1. FC Nürnberg nicht, um sich am letzten Spieltag doch noch vom 18. Tabellenplatz in die Relegation zu retten. Dafür war die Mannschaft viel zu schwach.

Hoffenheim entschied die Partie durch Tore von Sebastian Rudy (15.), Roberto Firmino (64.) und Kevin Volland (70.) und machte mit 44 Punkten die zweitbeste Bundesliga-Saison der Vereinsgeschichte perfekt. Der Anschlusstreffer von Jan Hochscheidt (88.) kam zu spät.

Dabei hatte die Eintracht vor dem Spiel noch einmal alles mobilisiert. Die Autobahn A 7 Richtung Süden war an einigen Stellen ein einziger blau-gelber Autokorso, die Mannschaft selbst war bereits am Donnerstag angereist, um sich in Ruhe vorzubereiten. Trainer Torsten Lieberknecht setzte zumindest auf dem Papier auf volle Offensive, indem er zum ersten Mal in der Rückrunde den lange verletzten Torsten Oehrl und damit drei gelernte Stürmer aufstellte. Und schließlich war Hoffenheim an diesem Tag ja nicht nur der Gegner, sondern auch das große Vorbild. Vor einem Jahr hatte die TSG mit ihrem Sieg in Dortmund vorgemacht, wie man am letzten Spieltag noch überraschend auf Platz 16 springen kann.

Doch dann jubelten die Braunschweiger unter den 30 150 Zuschauern nur einmal, als nach gut zehn Minuten auf der Anzeigetafel die Rückstände des 1. FC Nürnberg und des Hamburger SV angezeigt wurden. Alle Hoffnung war aber schon kurz darauf wieder dahin, als Hoffenheim ebenfalls in Führung ging. Andreas Beck flankte von links, Rudy köpfte in der Mitte ungestört ein.

Offensiv war die Eintracht nur auf dem Aufstellungsbogen, tatsächlich zog sich die Mannschaft meist weit in die eigene Hälfte zurück und lauerte auf Konter. Lieberknecht wollte einem offenen Schlagabtausch mit den spielerisch klar besseren Hoffenheimern aus dem Weg gehen, aber diese Strategie scheiterte daran, dass seine Mannschaft den Ball meist umgehend wieder verlor, wenn sie ihn denn einmal erobert hatte. Die wenigen Konterchancen über Karim Bellarabi (39.) und Havard Nielsen (41.) wurden schwach oder gar nicht abgeschlossen. Im Vorwärtsgang waren die Braunschweiger schlicht nicht bundesliga-tauglich.

Auch im zweiten Durchgang war der Tabellenletzte viel zu passiv. Hoffenheim drückte auf das zweite Tor, in der 54. Minute musste Ermin Bicakcic bei einer Chance von Sejad Salihovic auf der Linie retten. Auf der anderen Seite kam die beste Braunschweiger Chance nur deshalb zustande, weil TSG-Stürmer Volland seinen eigenen Torwart in Bedrängnis brachte (60.). Roberto Firmino mit seinem 16. Saisontor und Volland mit einer Empfehlung für das Polen-Länderspiel machten kurz darauf alles klar. Auf Braunschweiger Seite machten sich danach nur noch Hochscheidt und die vielen Fans bemerkbar. Sie sangen: "Kämpfen bis zum Ende."

dpa

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