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Eintracht spielt 1:1 gegen Gladbach

Eintracht Braunschweig Eintracht spielt 1:1 gegen Gladbach

Marc-André ter Stegen hat mit einem unfassbaren Eigentor den ersten Rückrunden-Sieg von Borussia Mönchengladbach bei Eintracht Braunschweig leichtfertig verspielt. Dank eines fatalen Fehlers des Borussen-Keepers (52. Minute) kam der Tabellenletzte der Fußball-Bundesliga noch zu einem 1:1 (0:1) gegen die Gladbacher, die im achten Spiel in Serie ohne Sieg blieben. Kurioserweise resultierte auch die Gladbacher Führung durch ein Torhüter-Eigentor von Braunschweigs Daniel Davari (24.).

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Kein Sieger, aber zwei Eigentore: Eintracht (r. Jan Hochscheidt) spielte zu Hause 1:1 gegen Gladbach.

Der noch größere Pechvogel aber war ter Stegen, dessen ohnehin scheinbar geringe Chance auf eine WM-Teilnahme im Sommer weiter gesunken sein dürfte. Kurz nach der Halbzeit wurde der 21-Jährige, der angeblich kurz vor einem Wechsel zum FC Barcelona steht, zum Gespött der 23.200 Zuschauer. Eine harmlose Rückgabe von Filip Daems ließ ter Stegen über den Spann rutschen und über die Linie kullern.

Die Slapstick-Einlage erinnerte extrem an ter Stegens peinliches Eigentor im vergangenen Sommer im Länderspiel in den USA. Damit verlängerte der Keeper, der nicht für den Nationalmannschafts-Test in der kommenden Woche gegen Chile berufen worden war, die Krise des Hinrunden-Dritten. Nach dem achten Spiel hintereinander ohne Sieg fielen die Borussen vorerst aus den internationalen Rängen hinaus. Braunschweig bleibt mit 16 Zählern Letzter.

Die Sieglos-Serie war den Rheinländer von Beginn an deutlich anzumerken. Die Borussia startete verunsichert, offensiv zu zaghaft und in der Defensive mit einigen Konzentrationsmängeln. Der Tabellenletzte machte das Spiel und hatte durch Jan Hochscheidt (8.) die erste Chance des Spiels. Es lag an den erneut offenkundigen spielerischen Mängeln des Aufsteigers, dass Braunschweig den schwachen Beginn der Gäste nicht ausnutzen konnte.

Erst in der 21. Minute schoss Raffael für Gladbach erstmals auf das Eintracht-Tor: Der Ball flog weit über das Ziel hinaus. Es passte ins Bild, dass Granit Xhaka früh im Spiel seine zehnte Gelbe Karte der Saison sah und kommende Woche gegen Augsburg gesperrt fehlt.

Es bedurfte einer gehörigen Portion Glück und dem Braunschweiger Unvermögen, damit die Borussia ins Spiel fand. Bei einer Ecke der Gäste irritierte Mirko Boland seinen eigenen Torhüter. Davari, der zuletzt in Nürnberg angeschlagen gefehlt hatte, bugsierte den Ball ins eigene Netz. Direkt nach Wiederanpfiff nutzte Benjamin Kessel einen erneuten Abwehrfehler der Gäste nur unzureichend aus. Und wenn einmal ein Ball gefährlich aufs Gäste-Tor kam, so wie bei Hochscheidts Schlenzer in der 37. Minute, reagierte ter Stegen vor der Pause noch glänzend.

Das änderte sich in der zweiten Halbzeit. Während ter Stegen nach seinem folgenschweren Patzer von den Braunschweiger Fans verhöhnt wurde, machte Davari sein Ungeschick bei der Gäste-Führung vergessen. Zweimal reagierte der Eintracht-Schlussmann gegen Branimir Hrgota glänzend (43./58.). Gegen die nun völlig verunsicherten Gäste gewann Braunschweig zwar deutlich mehr Spielanteile, scheiterte aber immer wieder entweder am eigenen Unvermögen oder an der Gladbacher Abwehr. Erst in der Schlussphase drehte die Borussia noch einmal auf. Mehr als ein Pfostentreffer von Patrick Herrmann (86.) sprang dabei aber nicht heraus.

dpa

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