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Ein Tor bringt die HSG aus der Fassung

Handball-Landesliga Ein Tor bringt die HSG aus der Fassung

Es war die Schlüsselszene des Kreisderbys zwischen den Landesliga-Handballern aus Groß Lafferde und Edemissen: In der 57. Minute bekommt der MTV beim Stand von 28:29 einen Freiwurf zugesprochen. Der wurde jedoch nicht regelkonform ausgeführt, denn Lafferdes Robert Schröder schnappte sich einfach den Ball, lief los und traf zum Ausgleich.

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Moritz Streit (links) und Max Hoffmann (rechts) versuchen, Groß Lafferdes Sören Reuter zu stoppen.

Quelle: Isabell Massel

Groß Lafferde. MTV Groß Lafferde - HSG Nord Edemissen 30:29 (15:13). Dem enttäuschten und verärgerten HSG-Nord-Trainer tat es nach dem Schlusspfiff um seine Mannschaft leid. „Sie hat aufopferungsvoll gekämpft und wir standen dicht davor, zu gewinnen. Doch nach der Schiedsrichter-Fehlentscheidung war bei uns die Konzentration weg.“

Wie in der Schlussphase waren die Seinen auch in den Anfangsminuten von der Rolle. Anders die sicher in der Abwehr stehenden Gastgeber, die mit Biss und Tempo-Handball ein 5:2 (6.) vorlegten. Doch die Gäste fingen sich, nach einem katastrophalen Lafferder Aufbaufehler traf Moritz Streit zum 6:6. Zur Führung reichte es bis zur Pause jedoch nicht, denn die Lafferder waren einen Tick besser. Sie gingen daher verdientermaßen mit einer Zwei-Tore-Führung in die Kabine.

Nach dem Wechsel legte der MTV sogar noch zu, nach 35 Minuten stand es 20:15. „Kommt Jungs, es ist noch nichts verloren“, ermunterte Staats seine Spieler, die anschließend tatsächlich wieder in die Spur fanden. Doch nicht allein durch eigenes Zutun. „Meine Mannschaft hat nach der hohen Führung die Konzentration verloren. So kam Edemissen wieder heran“, analysierte MTV-Trainer Kai-Olaf Reinemann.

Großen Anteil an der Aufholjagd der Gäste hatte der HSG-er Tom Bendrien, der insgesamt zehn Tore warf. Sein Treffer zum Spielstand von 21:20 (42.) bedeutete den Anschluss und war der Auftakt einer packenden Schlussviertelstunde, in der die Tore Schlag auf Schlag fielen. Nach 52 Minuten ging die HSG erstmals in Führung (25:26). Reinemann, sah daraufhin die Felle davonschwimmen und legte in Punkto Lautstärke an der Seitenlinie zu. „Ey, los jetzt, Mann gegen Mann. Ihr müsst stark sein“, putschte er die Seinen, denen er insgesamt eine hohe Spieldisziplin attestierte, auf. Und die MTV-er blieben dran.

In besagter 57. Minute bekamen sie eine Steilvorlage zum Sieg, die sie nutzten, um am Ende als glückliche Gewinner dazustehen. Ihnen gegenüber standen bitter enttäuschte Edemisser. Bis auf die eine besagte Szene hatten die Schiedsrichter Wilfried Hofmeister und Carsten Wodarz das Derby im Griff und waren sichere Leiter. Danach hatten sie die Hälfte der Halle gegen sich. Die Handball-Welt ist manchmal ungerecht. Leider.

MTV Groß Lafferde: Könnecker, Florian Frühling (beide Tor) - Mrasek (8), Schröder (6), Henrik Frühling, Tillack (4), Brunke (1/1), Waschke, Strub (3), Büttner (1), Nikutowski (3), Meyer, Reuter (4).

HSG Nord Edemissen: Oppermann, Donker (beide Tor) - Bendrien (10), Streit (3), Zerter (2), Müller (4), Winkler (2/1), Falkenhain, Marsch (1), Niemuth, Funk (2), Hoffmann (5/3).

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