Volltextsuche über das Angebot:

2 ° / -8 ° wolkig

Navigation:
Ein Sieg - und die SG ist Meister

Handball-Landesliga der Frauen Ein Sieg - und die SG ist Meister

Wer hätte das vor der Saison gedacht: Am letzten Spieltag in der Handball-Landesliga der Frauen machen zwei Teams aus dem Kreis Peine den Titel unter sich aus. Die besseren Karten dabei hat die SG Zweidorf/Bortfeld, die einen Punkt mehr auf dem Konto hat als der MTV Peine. Ein Sieg gegen Rhumetal - und die SG ist Meister.

Voriger Artikel
17 Tore Rückstand: Groß Lafferde hilft nur ein kleines Wunder
Nächster Artikel
Keine Geschenke für den MTV Groß Lafferde

Aileen Gersdorff (hier im Spiel gegen TGJ Salzgitter) hat sich erfolgreich am Kreis durchgesetzt. Durchsetzen will sie sich mit ihrem Team auch morgen gegen Rhumetal.

Quelle: bt

Die Jahnerinnen hingegen müssen auf einen Ausrutscher des Kreisrivalen hoffen und zugleich in Vorsfelde gewinnen. Für die HSG Nord hingegen steht schon fest, dass sie die Klasse verlassen muss - nach zwei Jahren geht es zurück in die Regionsoberliga. Die heutige Partie des Absteigers gegen Wittingen wird zugleich auch die letzte für Frank Pausewang sein, denn Edemissens Trainer wird in der neuen Saison das Regionsoberliga-Team von Eintracht Braunschweig trainieren.

MTV Vorsfelde - MTV Vater Jahn Peine (Sonnabend, 16 Uhr). Bestes Rückrunden-Team und 20:2-Punkte in Serie geholt: Dennoch sieht es so aus, dass die Peinerinnen die Meisterschaft verpassen werden, da sie auf Schützenhilfe von Rhumetal angewiesen sind. MTV-Trainer Carsten Bührig ficht das jedoch nicht an, ein Aufstieg hat für ihn keine Priorität: „Wir werden versuchen, durch einen Sieg gegen Vorsfelde unsere Serie fortzuführen. Sollte es nicht gelingen, sind wir mit unserem Saisonergebnis trotzdem total zufrieden und freuen uns über unseren zweiten Platz.“

In der letzten Saison-Begegnung beim Achten kommt auch Jennifer Scharf zum Einsatz, die sich nach mehrjähriger Pause wieder ins Tor stellen wird. „Jennifer wird sich die Arbeit mit ihrer Schwester Juliet Fink teilen.“ Hintergrund ist, dass MTV-Stammkeeperin Karoline Kilsbach urlaubsbedingt fehlt.

SG Zweidorf/Bortfeld - HSG Rhumetal (Sonnabend, 16 Uhr). Im finalen Heimspiel benötigt die Riege von Trainer Andreas Bremer noch einen Sieg. Dann kann sie jubeln. „Die Mädels freuen sich auf das Spiel und wollen sich für eine überragende Saison belohnen“, sagt Bremer. Es sei ein Vorteil, dass es seine Riege selbst in der Hand hat, die Meisterschaft zu erringen.

Der Übungsleiter hofft darauf, dass seine Spielerinnen nicht zu nervös in die Begegnung gehen. „Wir müssen mit dem Ziel in die Partie gehen, Freude zu haben und nicht ergebnisorientiert denken“, sagt Bremer.

Diese Lockerheit fehlte den SG-Damen vor einer Woche in Salzgitter teilweise. Der Druck war bei einigen Akteurinnen zu spüren. Pech gesellte sich bei einigen Aktionen hinzu. „Im Angriff müssen wir noch druckvoller werden und vor allem unsere gut herausgespielten Chancen nutzen“, sagt Bremer. Er glaubt nicht, dass seine Spielerinnen noch einmal so viel Wurfpech entwickeln. „Wir haben beim Abschluss noch Luft nach oben.“ In der Vergangenheit hätten seine Damen häufig bewiesen, dass sie es besser können.

Bremer kann in dem wichtigsten Spiel der Saison bis auf die Langzeitverletzten alle Spielerinnen einsetzen.

HSG Nord Edemissen - VfL Wittingen (Sonnabend, 16 Uhr). „Ich denke, es wird etwas Wehmut aufkommen, denn das Team ist mir ans Herz gewachsen“, erläutert HSG-Coach Frank Pausewang seine Stimmungslage vor seinem Abschiedsspiel. Der Schritt allerdings, den Verein zu wechseln, sei richtig. „Irgendwie fehlen mir hier die Perspektiven. Die HSG hat zwar jetzt wieder eine A-Jugend gemeldet, doch wenn Spielerinnen hochkommen, macht nur ein Teil ernsthaft weiter“, sagt er. „Vergangene Saison hörten drei von sechs A-Juniorinnen auf. Zudem habe ich im Winter etliche Leute von außerhalb angesprochen - es gab nur Absagen“, bedauert Pausewang, der künftig die Herren-Mannschaft von Eintracht Braunschweig (Regionsoberliga) trainiert

Die Verbindung zur Eintracht kam über Guido Penderock zustande, der wie Pausewang in Wendeburg wohnt und bei den Braunschweigern das erste Frauen-Team trainiert. Zudem hat er mit Eintrachts Herren ein Probetraining absolviert. „Mir hat es gut gefallen, die Spieler waren angetan. Danach wurde der Vertrag unterzeichnet“, sagt Pausewang, der sich abseits des Sportlichen auch auf das Drumherum einer Männer-Mannschaft freut. „Das Miteinander, die Kabinengespräche - das hat mir in den zwei Jahren in Edemissen gefehlt. Als Frauentrainer bist du immer ein bisschen außen vor.“

Hauptgrund des Abstiegs seines jetzigen Teams sei das Verletzungspech, erklärt er. Im Laufe der ersten Saisonhälfte fielen die Leistungsträgerinnen Franziska Hoffmann, Svenja Homburg, Katharina Elligsen und Daniela Seffer aus, sie konnten anschließend nicht mehr auflaufen. „Diese Ausfälle waren kaum zu kompensieren. Außerdem kamen einige negative Kleinigkeiten hinzu.“ Ziel am letzten Spieltag sei ein Sieg gegen Wittingen. „Wir wollen uns versöhnlich verabschieden.“

jh/bt

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Sport in Peine