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Ein Hauch von Millerntor und ein Schiri als DJ

Splitter vom PAZ-Cup Ein Hauch von Millerntor und ein Schiri als DJ

Ein Hauch von Millerntor: Die Anzeigetafel des FC St. Pauli war jahrelang Kult, weil sie nicht digital das Ergebnis anzeigte, sondern Metalltafeln per Hand umgeblättert werden mussten. Handarbeit war dieses Jahr auch beim PAZ-Cup gefragt, denn die Hallen-Uhr war defekt.

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Und immer schön umblättern: Yahia Sincar bediente den Anzeigen-Tafel-Eigenbau der PSG im Regieraum der Silberkamphalle.

Quelle: im

Damit alle Zuschauer beim wichtigsten Peiner Hallenfußball-Turnier trotzdem wussten, wie es steht, zeigte sich Ausrichter PSG 04 Peine kreativ und werkelte eine manuelle Anzeigetafel. Auf einer Plastikstange hängte PSG-Kicker Yahia Sincar im Regie-Raum laminierte Din-A4-Zettel mit Ziffern auf, wenn ein Team getroffen hatte - und hoffte, dass kein Spiel zweistellig ausging, denn das gab der Anzeige-Tafel-Eigenbau nicht her. „Im vergangenen Jahr hatte Yahia die digitale Anzeige bedient und wollte das gerne wieder machen - dass so etwas auf ihn zukommt, damit hatte er nicht gerechnet“, sagte Turnier-Chef Markus Krödel. Damit zumindest die Spieler groß sehen konnten, wie viele Sekunden und Minuten noch zu spielen sind, organisierte Krödel für den Endrunden-Tag zudem eine große digitale Tisch-Anzeige. Zunächst wollten die Basketballer des TSV Edemissen ihre Anzeige leihen, doch dann kamen sie wegen der Ferien nicht in ihre Halle. Erste-Hallen-Uhr-Hilfe leisteten dann die Basketballer des TSV Arminia Vöhrum. Spieler Marco Zschenderlein, übergab die Anzeigetafel seines Teams.

- In der Zwickmühle: Schiri Niklas Bondzio vom TSV Edemissen durfte seine erste PAZ-Cup-Endrunde pfeifen - und das, obwohl er in einer echten Termin-Klemme steckte. Seine Freundin Denise Kirchhof feierte zeitgleich ihren 18. Geburtstag. „Ich habe sie lieb gefragt, ob es ihr etwas ausmacht. Sie wusste, wie wichtig mir das war und hat es erlaubt“, freute sich der Schiri. Er revanchierte sich am Abend und legte bei der Geburtstagsfeier Musik auf. Schiri Bondzio alias DJ Bondzio.

- Fair-Play: Seit vielen Jahren kamen die Schiedsrichter mal wieder ohne Rote Karte in der Endrunde aus. „Es gab auch nur fünf Zeitstrafen - das kann sich sehen lassen“, sagte Gerd Hillegeist (VfB Peine), der die Endrunde zusammen mit Nicolai Rühmann (Pfeil Broistedt) und Niklas Bondzio (TSV Edemissen) gepfiffen hatte. Alle drei machten einen souveränen Eindruck. Bei der Frage, wer das Finale leiten darf, überließen die Routiniers dem Youngster Bondzio den Vortritt. „Mit 20 das Finale pfeifen zu dürfen - das war eine Riesen-Ehre und wird mir lange in Erinnerung bleiben. 2016 ging gleich gut los“, stellte Bondzio erfreut fest.

- Trommelwirbel: Ungeahnte Talente zeigte Schwicheldts Stürmer Kevin Badey bei der Siegerehrung. Für seine Teamkollegen legte er ein feines und schepperndes Schlagzeug-Solo hin. „Das Schlagzeug habe ich zu Weihnachten bekommen und dachte, ich kann es ja gleich mal mitbringen“, verriet er. Das Instrument zu spielen, hat sich Badey übrigens ganz alleine beigebracht. „Nur das Rhythmus-Gefühl hatte ich schon“, sagte er.

- Dreierpack-Spezialist: Groß Lafferdes Youngster Kevin Harms erzielte sowohl gegen Schwicheldt als auch gegen Bosporus drei Tore. Seinen starken Endrunden-Auftritt erklärte der Stürmer, der vergangene Saison noch in der A-Jugend spielte, auch mit dem Psycho-Trick, den sein Trainer Uli Kropp bei der Kabinen-Ansprache auspackte. „Er hat gedroht, wer zu verspielt ist, den nimmt er vom Feld. Er hat zwar keinen Namen genannt, aber ich wusste, dass er mich meinte. Also habe ich halt mal draufgehalten.“ Das klappte. Mit seinen sechs Treffern hätte er fast auch die Torjäger-Trophäe gewonnen - doch Vecheldes Michael Jarzombek schnappte sie ihm auf der Zielgeraden im Spiel um Platz drei noch weg. Der Routinier hatte für seine sieben Tore allerdings zwei Spiele mehr benötigt. Trotz seines starken Auftritts - Kevin Harms befürchtet, dass er als Youngster auch weiterhin beim Trikot-Koffer-Tragen seines Teams anpacken muss.

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