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Ein Daumen für Schweden, einer für Deutschland

Frauenfussball-EM Ein Daumen für Schweden, einer für Deutschland

„Ich weiß nicht so recht, wem ich die Damen drücken soll. Ich habe auf Schweden getippt, aber wenn Deutschland gewinnt, freue ich mich auch“, sagt Linda Klingenberg.

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Schwedisch und deutsch: Hermann Vahldiek hat vor seinem Haus in Schweden die Fahnen beider Länder aufgestellt.

Die Spielerin vom Fußball-Landesligisten Teutonia Groß Lafferde wird heute das Halbfinale der Frauenfußball-Europameisterschaft zusammen mit einigen ihrer Mannschaftskolleginnen nach dem Training verfolgen.

Sie hält das schwedische Team für das bessere - nicht nur, weil sie häufig in Schweden Urlaub macht und auch mit der Sprache gut klarkommt. Sie hat sich alle Vorrundenspiele der deutschen Mannschaft angeschaut und die Spiele der Schwedinnen am Fernseher oder beim Public Viewing angeschaut.

„Bei den Deutschen war nicht unbedingt eine Taktik zu erkennen“, sagt sie. Der 3:0-Sieg gegen Island sei zustande gekommen, weil Island die Deutschen „eingeladen hat“.

Nicht so recht nachvollziehen kann Klingenberg, dass Bundestrainerin Silvia Neid eine erfahrene Spielerin wie Melanie Behringer auf der Bank lässt, wenn schon so viele erfahrene Kickerinnen fehlen.

Für die Schwedinnen spricht nach Klingenbergs Meinung der Heimvorteil, und die bisher gezeigte Körpersprache, die eine hohe Motivation ausdrücke. Den Deutschen werde allerdings nachgesagt, dass sie sich in ein Spiel hineinbeißen können.

Ein ehemaliger Woltorfer erlebt die Europameisterschaft hautnah. Seit 1965 wohnt Hermann Vahldiek in Växjö. Die Spiele der Deutschen hat er in der neuen Arena seines Wohnortes verfolgt.

„Ich war auch schon beim Training der deutschen Mannschaft“, berichtet Vahldiek. Der Optimismus, den er vor Beginn des EM-Turniers bei der deutschen Mannschaft festgestellt hatte, wurde inzwischen allerdings durch die schwankende Leistung der Elf ein wenig gedämpft.

Auch Vahldiek kann sich nur schwer entscheiden, welchem von den beiden Halbfinalisten er heute abend die Daumen mehr drückt. „Nach so vielen Jahren in Schweden hatte ich gehofft, dass die Schwedinnen ins Finale kommen. Am liebsten wäre mir da der Endspielgegner Deutschland gewesen.“

mp

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