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Ein Chor für Obst und das Double für Berkum

Tischtennis-Kreispokal Ein Chor für Obst und das Double für Berkum

Der TTC Berkum kommt aus dem Feiern gar nicht mehr heraus. Nach der Meisterschaft hat sich der Tischtennis-Bezirksligist nun auch noch den Kreispokal geschnappt.

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Favoritenrolle erfüllt: Im Kreispokal-Finale triumphierte Landesligist Ölsburg mit Astrid Manteufel (von links), Nina Fischer und Katja Rapp.

Einen krönenden Abschluss seiner Laufbahn durfte derweil Hans-Jürgen Obst feiern. Er erzwang mit der SG Mehrum/VfB Peine IV ein echtes Finale. Selbst zu zweit waren die Tischtennis-Spielerinnen von Landesligist Ölsburg nicht zu stoppen. Der MTV gewann den Frauen-Wettbewerb. „Es war eine gelungene Endrunde mit tollen Spielen, für Hans-Jürgen Obst gab es sogar Standing Ovations“, bilanzierte Kreispokal-Leiter Henning Nothnagel.

Herren offen

Da waren es nur noch drei: Die SG Adenstedt sagte ihre Endrunden-Teilnehmer kurzfristig ab. SGA-Kapitän Wilfried Burmester war im Vorfeld schier verzweifelt. Arbeitseinsätze, Urlaube, gesperrte Spieler aus der Reserve - „Man mag es kaum glauben, aber ich habe im ganzen Verein keine drei Leute zusammen bekommen. Hätten wir das geahnt, hätten wir im Viertelfinale unsere zweite Mannschaft gewinnen lassen“, sagte er.

Also ermittelten Bezirksoberligist MTV Groß Lafferde, Bezirksliga-Meister TTC Berkum und die Abwehrstrategen der SG VfB Peine/Mehrum IV den Kreispokal-Sieger im Modus „Jeder gegen Jeden“. Sowohl die SG als auch die Berkumer nutzten in ihren ersten Spielen eiskalt den im Pokal gewährten Satz-Vorsprung für unterklassige Teams aus und ließen den Groß Lafferdern keine Chance. So kam es doch noch zu einem echten Finale: Berkums Youngster gegen die Strategen der SG Peine/Mehrum.

Favorit TTC musste sich strecken, gewann aber 5:3. „Die Spielweise lag uns einfach. Gegen Abwehr und Material spielen wir gerne“, stellte Berkums Kapitän Sascha Henke erfreut fest. Der 35-Jährige war auch am emotionalsten Spiel der Partie beteiligt - und verlor ausnahmsweise mal gerne. Mehrums „Mister Tischtennis“ Hans-Jürgen Obst absolvierte gegen Henke sein letztes Spiel. Wegen Knieproblemen hört der 59-Jährige auf - und feierte ein Happy-End. Der Noppenspieler besiegte seinen ehemaligen Klubkollegen Henke mit Vorgabe und Unterstützung der Zuschauer 3:0. „Jan Fichtner hatte bereits gewonnen - und unser Sieg war sicher. Er hat die Zuschauer daraufhin zu Hans-Jürgen-Rufen animiert“, schilderte Henke. Die Niederlage nahm er wegen seines befreundeten Gegners gelassen, „nur 0:3 hätte es vielleicht nicht sein müssen“, merkte Henke an. Die Berkumer feierten damit das Double und vertilgten noch in der Halle ihre Sieger-Mettwurst. „Die war schnell weg.“

SG Mehrum/VfB Peine IV - MTV Groß Lafferde 5:0 (15:6). Spiele: Samel - Sykulla 3:1, Obst - Burgdorf 3:2, Metzler - Frobese 3:1, Obst - Sykulla 3:1, Samel - Frobese 3:1.

TTC Berkum - MTV Groß Lafferde 5:2 (17:8). Spiele: Spatz - Fricke 3:0, Henke - Burgdorf 3:1, Weiß - Frobese 1:3, Henke - Fricke 3:0, Spatz - Frobese 3:0, Weiß - Burgdorf 1:3, Henke - Frobese 3:1.

SG Mehrum/VfB Peine IV - TTC Berkum 3:5 (12:17). Spiele: Samel - Fichtner 3:2, Obst - Spatz 0:3, Metzler - Henke 1:3, Obst - Fichtner 1:3, Samel - Henke 1:3, Metzler - Spatz 3:0, Obst - Henke 3:0, Metzler - Fichtner 0:3.

Damen offen

Halbfinale: MTV Ölsburg - MTV Ölsburg II 5:2 (15:9). In Unterzahl zum Sieg - dieses Kunststück gelang Landesligist Ölsburg im Halbfinale gegen die eigene Reserve. Weil Kristin Köhricht Schulterschmerzen plagen und Andrea Baudach wegen eines Katzenbisses in den Arm noch am Morgen der Endrunde absagen musste, „standen wir plötzlich zu zweit da“, erläuterte MTV-Kapitänin Astrid Manteufel. Doch zusammen mit Spitzenspielerin Nina Fischer gewann sie die Partie auch in Unterzahl und trotz des Vorsprungs von drei Punkten pro Satz. „Damit hatten wir aufgrund der Ausgangslage absolut nicht gerechnet. Wir wollten einfach das Beste draus machen“, sagte Manteufel. Und das klappte perfekt.

Ein Lob sprach sie an die Reserve aus, die sogar angeboten habe, ihre beste Spielerin abzugeben, um den Weg für den Landesligisten zum Pokaltriumph frei zu machen. „Aber das wollten wir nicht, die Zweite hat sich mit guten Leistungen schließlich in die Endrunde gespielt“, betonte Manteufel.

Spiele: Nicht anwesend - Rook 0:3 kampflos, Fischer - Kubis 3:1, Manteufel - Rapp 3:0, Fischer - Rook 3:0, Nicht anwesend - Rapp 0:3, Manteufel - Kubis 3:2, Fischer - Rapp 3:0.

Halbfinale: SG Adenstedt - TSV Münstedt II 5:3 (18:9). In der packenden Partie lag Bezirksoberligist Adenstedt schon 2:3 zurück, drehte die Partie jedoch mit drei Siegen in Folge. Maßgeblich daran beteiligt war Veronika Behrens, die trotz eines Drei-Punkte-Vorsprungs pro Satz für den Gegner alle drei Partien gewannen und mit ihrem 3:0-Erfolg gegen die bis dato ungeschlagene Nicole Schrape den Final-Einzug perfekt machte.

Spiele: Spötter - Schrape 1:3, Oppermann - Hzami 3:0, Behrens - Geffers 3:0, Oppermann - Schrape 1:3, Spötter - Geffers 1:3, Behrens - Hzami 3:0, Oppermann - Geffers 3:0, Behrens - Schrape 3:0.

Finale: MTV Ölsburg - SG Adenstedt 5:2 (18:10). Fürs Finale bekamen die Ölsburgerinnen Verstärkung von Reserve-Spielerin Katja Rapp. Sie kämpfte zwar beherzt, musste aber auch aufgrund des Satzvorsprungs für die SGA zwei Einzel abgeben. Nina Fischer und Astrid Manteufel hingegen blieben auch im Finale ungeschlagen. Ein Spaziergang sei das jedoch nicht gewesen, betonte Manteufel. „Bei der Pokal-Vorgabe wird jedes Spiel eng und man darf es nicht auf die leichte Schulter nehmen.“

Aufgrund der Personalprobleme war die MTV-Kapitänin ziemlich erleichtert, doch den Pokal gewonnen zu haben. „Zum Glück wurde uns erlaubt, die Endrunde vorzuziehen, weil Nina Fischer nur bis 16 Uhr konnte. Ansonsten hätte ich alleine da gestanden, das hätte ich dann definitiv nicht geschafft“, stellte Manteufel mit einem Schmunzeln fest.

Spiele: Rapp - Behrens 1:3, Fischer - Spötter 3:0, Manteufel - Oppermann 3:1, Fischer - Behrens 3:2, Rapp - Oppermann 2:3, Manteufel - Spötter 3:1, Fischer - Oppermann 3:0.

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