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Edemissen siegt in einem schwachen Derby

Fußball Edemissen siegt in einem schwachen Derby

Zweimal Gelb-Rot, einmal Rot: In einem spielerisch schwachen, aber nicht unfairen Peiner Derby lagen am Ende die Nerven blank, obwohl das Spiel zu diesem Zeitpunkt längst entschieden war. Der Gast aus Edemissen hatte seine Chancen konsequent genutzt und deshalb am Ende verdient gegen den TSV Wendezelle gewonnen. Die Platzherren bleiben auch im achten Spiel in Folge ohne Punktgewinn.

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Edemissens Marco Kaiser (3. von links) setzt sich gegen Wendezelles Oliver Korth durch. Artan Qollakaj (rechts) undTefik Arikan (links) beobachten die Szene.

Quelle: Ralf Büchler

TSV Wendezelle – TSV Edemissen 1:4 (0:1). Beide Mannschaften begannen verhalten und die Verunsicherung durch die Negativergebnisse der vorangegangenen Wochen war allgegenwärtig. Wendezelles Trainer Thomas Mainka forderte von außen permanent mehr Bewegung, auch ohne Ball, aber er wurde nicht erhört. Abstiegskampf sieht anders aus. Dennoch hatten die Platzherren vor der Pause die besseren Möglichkeiten. Marcel Sachse (6.) und Stefan Michael (12.) scheiterten freistehend an Torhüter Kai Samland. Nach einem Freistoß von Hans Puscher (29.) kam Sachse nicht richtig mit dem Kopf hinter den Ball.

Die Gäste dagegen agierten wesentlich effizienter. Sachse ließ Sascha Mauritz ungehindert flanken und Omar Fahmy (14.) spitzelte das Spielgerät zur Pausenführung ins Netz.

Nach Wiederbeginn kassierten die Gastgeber innerhalb von acht Minuten zwei blitzsaubere Kontertore. Erst stoppte Marius Mainz (53.) die Wendezeller Vorwärtsbewegung, schickte Fahmy steil, und der ließ Torhüter Andreas Mein keine Abwehrchance. Dann bereitete Fahmy (61.) vor und Sven Siedentop vollendete. Sehr zum Ärger von Thomas Mainka: „Wenn man sich solche Konter fängt, ist das einfach nur schlecht. Nach einem eigenen Einwurf darf das nicht passieren“.

In den letzten zwanzig Minuten kam Farbe ins Spiel. Fahmy (70.) war frei durch und wurde von Nils Littmann gefoult. Der Schiedsrichter entschied auf Freistoß für Edemissen und Gelb anstatt konsequenterweise Rot für Littmann. Auf Fahnenzeichen seines Assistenten nahm der Spielleiter dann aber die Entscheidung zurück, zeigte Fahmy Gelb-Rot wegen einer angeblichen Schwalbe.

„Eine Farce“, betonte Edemissens Trainer Volker Herfort, „wäre das nicht passiert, hätten wir auch kein Gegentor bekommen“. Fahmy versicherte, dass er gefoult worden ist. Zwei Minuten später gelang Sachse per Kopf der Ehrentreffer. „Danach haben wir es noch einmal versucht, aber unsere Mittel waren einfach zu begrenzt“, sagte Mainka.

Nach einem angeblichen Handspiel außerhalb des Strafraums sah Wendezelles Torhüter Andreas Mein Rot. Selbst Edemissens Betreuer Frank Mennicke hatte kein absichtliches Handspiel gesehen. Den fälligen Freistoß nutzte Artan Qollakaj zum Endstand. Zuviel für die Nerven von Wendezelles Marcel Sachse. Er redete sich in Rage und sah zu Recht Gelb-Rot.

TSV Wendezelle: Mein – Heike, Bottke, Ahlers, Puscher, Lemke (65. Littmann), Sachse, Korth, Michael (63. Kallweit), Arikan (89. Ehlers), Kükemück.

TSV Edemissen: Samland – Herfort, Mainz, Fink (78. Beck), S. Qollakaj (69. Spickschen), Kaiser, Omar, Mauritz, A. Qollakaj, Siedentop, Fahmy.

Tore: 0:1 Fahmy (14.), 0:2 Fahmy (53.), 0:3 Siedentop (61.), 1:3 Sachse (72.), 1:4 A. Qollakaj (89.).

Ulrich Attermeyer

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