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Edemissen feiert Dreier-Held Wrede

Basketball Edemissen feiert Dreier-Held Wrede

Mit einem Dreipunkte-Distanztreffer in letzter Sekunde hat Edemissens Tristan Wrede seinen Bezirksoberliga-Basketballern einen 73:72-Krimi-Sieg bei der BG Göttingen II gerettet. Die Freude darüber war so groß, „dass meine Stimme noch am nächsten Tag weg war“, verriet TSV-Spieler Rouven Wöhler.

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Der Held des Krimis: Edemissens Tristan Wrede fasste sich ein Herz und traf in der Schluss-Sekunde per Distanzwurf zum 73:72-Arbeitssieg des Tabellenzweiten in Göttingen.

Quelle: Ralf Büchler

Schließlich hatten die Edemisser mit einer Rumpftruppe ihren zweiten Tabellenplatz verteidigt.

Eine deftige Pleite hingegen gab es in der Bezirksliga für Aufsteiger Vechelde, ging er doch in Goslar mit 40:84 unter. Zwei Punkte jeweils holten dagegen die Peiner Vertreter in der Bezirksklasse. Spitzenreiter Vöhrum deklassierte den USC Braunschweig II mit 83:35, und Union Groß Ilsede bezwang Acosta II mit 97:72.

Bezirksoberliga

BG 74 Göttingen II - TSV Edemissen 72:73 (21:19, 46:39, 53:59) . Die Endphase hätte Kult-Regisseur Alfred Hitchcock nicht spannender gestalten können: Beim Stand von 70:70 leisteten sich die Edemisser einen Fehlpass, den die Gäste ansehnlich bestraften. Sie schlossen einen Konter mit einem Dunking zur 72:70-Führung ab. „Da waren noch vier Sekunden auf der Uhr. Ich habe also eine lange Kirsche auf Tristan Wrede gespielt. Er hatte keine Zeit mehr den Ball zu kontrollieren. Fangen, werfen - das war im Prinzip eine Aktion - und der Ball war tatsächlich drin“, schwärmte TSV-Spieler Rouven Wöhler. Der Rest sei Jubel und Erleichterung gewesen. Denn: Die Edemisser hatten mit einer Rumpftruppe aus sieben Spielern antreten müssen. Unter anderem fehlte Top-Scorer Santino Nordmeyer. „Wir waren auf jeden Fall in Sorge, dass das schiefgehen könnte.“

Zur Halbzeit lag der Tabellenzweite schon zurück, schaffte aber doch noch die Wende. „Wir haben unsere Zonenverteidigung umgestellt und drei Spieler vorgezogen. Damit kam Göttingen überhaupt nicht klar“, freute sich TSV-Spieler Wöhler über den Schachzug. Sein Team unterband fortan die Dreier und ließ auch kaum noch Konter zu. „Das war entscheidend.“ Nach einem 20:7-Lauf im dritten Viertel führten die Edemisser wieder und retteten den Sieg. „Das war eine tolle Teamleistung“, schwärmte Wöhler.

Edemissen: Bytyqi (6), Eckel (5/1 Dreier), Pape (22/3), K. Stannek (15/3), Wöhler (9/1), Wrede (16/2).

Bezirksliga

MTV Goslar - MTV Vechelde 84:40 (13:9, 33:25, 57:34). „Wir waren völlig von der Rolle“, gestand MTV-Coach Oliver Wedekind. Noch vor einer Woche habe sein Team gegen Wolfsburg gezeigt, „was es leisten kann“. In Goslar hingegen sei nichts zusammengelaufen. „Es gab viele unnötige Ballverluste, eine unterirdische Trefferquote und diverse technische Fehler“, schimpfte Wedekind. Dabei war er davon ausgegangen, dass der erste Saisonsieg das Selbstvertrauen gestärkt hatte. Aber es kam anders: „Zwar haben wir den Topscorer der Liga, Jan Teupel, in der ersten Halbzeit mit einer engen Manndeckung deutlich unter seinem Schnitt gehalten, aber dafür trafen andere“, erläuterte Wedekind, dessen Team jedoch Halbzeit eins noch offen gestaltete.

„Nach dem Wechsel klappte aber nichts mehr.“ Goslar fuhr nach zahlreichen Fehlpässen einen Schnellangriff nach dem anderen, „so dass wir im dritten Viertel untergegangen sind“, haderte Wedekind. „Und anschließend haben wir uns unserem Schicksal ergeben. Nur Gerd Klapsing hat seine Normalform erreicht.“

Vechelde: Löpmeier (3), M. Schulze (2), Helldobler, Klapsing (14), Feuerhahn (2), Warnecke (8), J.-N. Schulze (7), Thiele (3), Klocke (1).

Bezirksklasse Harz

VT Union Groß Ilsede - Braunschweiger SC Acosta II 97:72 (27:22, 44:42, 77:56). Bis zur Pause verlief die Partie ausgeglichen, „aber im dritten Viertel haben wir dann richtig losgelegt“, berichtete Union-Spieler Matthias Busche. Seinem Team gelangen nach dem Seitenwechsel bei den ersten beiden Angriffen zwei Dreier, „und damit hatten wir die Weichen auf Sieg gestellt“, sagte Busche, dessen Team Mitte des dritten Viertels zehn Zähler in Folge erzielte. „Das war die Entscheidung“, sagte er.

Auch deshalb, weil bei den Gästen die Kräfte merklich nachließen, „so dass wir in der restlichen Zeit das Spiel in der Offensive und in der Defensive im Griff hatten“, erläuterte Busche. Entsprechend fuhren die Ilseder ungefährdet den dritten Sieg in Folge ein.

Union: Küpper (31/2 Dreier), Fischer (15), A. Berwing (14/2), Rösner (14), Lux (12/4), Rühmann (8), Busche (3/1).

Arminia Vöhrum - USC Braunschweig II 83:35 (18:6, 19:4, 21:15, 25:10). „Der Gegner hat es uns relativ leicht gemacht“, begründete Arminen-Betreuer Tim Markgraf den Kantersieg. Denn der nur mit sechs Akteuren angetretene Gast habe sich durch Foulprobleme selbst aus dem Spiel genommen, sagte er.„Allerdings lief es bei uns auch wie am Schnürchen. Die Spielzüge haben funktioniert, und auch unter dem Korb haben wir dominiert“, erklärte Markgraf, für den aber auch die zuletzt knappen Ergebnisse eine wichtige Rolle gespielt haben. „Sie hatten offenbar eine heilsame Wirkung, denn sie haben gezeigt, dass es nicht ohne Training, Teamgeist und Einsatz geht.“

Vöhrum: Behrens (4), Budiman (14/4 Dreier), Fischer (5), Magdziarz (6), Koch (7), Marchese (5), Schelenz (11/1), Schindler (9/1), B. Tiryaki (22).

cm/pet

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