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Dieses Kennzeichen erfreut sogar Pelé

Post aus Brasilien Dieses Kennzeichen erfreut sogar Pelé

Die Brasilianische Fußball-Legende Pelé gratulierte dem Bierbergener Helmut Heine zu seinem neuen Nummernschild. Der hat sich nach jahrelangen Versuchen nun endlich PE-LE 10 sichern können.

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Mit freundlichen Grüßen von Pelé: Helmut Heine aus Bierbergen kniet vor seinem Opel Mokka mit dem besonderen PE-LE-10-Kennzeichen und zeigt die Post, die er aus Brasilien bekommen hat. Foto: Christian Meyer

Sein richtiger Name passt vermutlich auf kein Autokennzeichen der Welt: Edson Arantes do Nascimento. Sein Künstlername fährt dagegen häufig durchs Peiner Land - PE-LE, Pelé, die brasilianische Fußball-Legende! Die perfekte Kombination als Auto-Kennzeichen mit der passenden Rückennummer 10 hat jedoch nur Helmut Heine aus Bierbergen. PE-LE 10. „Seit Ewigkeiten habe ich versucht, dieses Kennzeichen zu bekommen, doch es war immer belegt. Jetzt hat es endlich geklappt, 20 Jahre Spinnerei haben ein Happy-End“, freut sich der 70-Jährige. Und das Besondere: Pelé freut sich mit ihm.

Seine Kollegen aus der Freizeit-Sport-Gruppe des TuS Bierbergen und VfL Borsum verpassten Helmut Heine schon beizeiten den Spitznamen Pelé. Warum, das wird bei dieser Auto-Kennzeichen-Schmonzette deutlich. Der frühere linke und rechte Läufer des TuS Bierbergen ist seit der Weltmeisterschaft 1958 großer Fan des brasilianischen Ausnahmekickers Pelé. „Ich weiß noch, wie er mit Vavá und Didi gezaubert hat. Mir gefiel einfach diese Eleganz und Leichtigkeit, die er schon als junger Bengel hatte“, sagt Heine. Deshalb wollte er gerne mit einem für ihn besonderen Auto-Kennzeichen fahren. Die Jagd auf PE-LE 10 war eröffnet.

Jahrelang war das Nummernschild jedoch vergeben. „Aber immerhin durfte ich schon einmal auf die Ersatzbank“, scherzt Heine, „ich hatte erst PE-LE 80 und dann PE-LE 13.“ Als er einmal ein Auto für seine Schwägerin anmelden sollte, fuhr die danach mit PE-LE 60 durchs Peiner Land. Ein glücklicher Zufall erfüllte dem Bierbergener nun seinen Traum. Er sah sich in einem Autohaus einen Coupé-Flitzer an. Ob er sich denn vorstellen könne, es zu kaufen, fragte ihn der Verkäufer. Heines Flachs-Antwort: „Nur, wenn PE-LE 10 frei ist.“ Der Auto-Verkäufer sah nach - und tatsächlich! Der Sport-Flitzer war zwar nichts für Rentner Heine, das Kennzeichen reservierte ihm der Auto-Verkäufer dennoch.

An Heines Opel Mokka prangt nun sein Wunsch-Nummernschild. Darüber war er so beglückt, dass er sich vom Nachbarn vorm Auto fotografieren ließ, im Internet die Adresse von Pelé ausfindig machte und seinem Idol das Foto samt kleinem Brief auf Englisch und Deutsch schickte. Und Pelé antwortete tatsächlich. Als Helmut Heine den Umschlag im Briefkasten entdeckt hatte, öffnete er ihn ganz vorsichtig mit spitzem Messer und breitem Grinsen im Gesicht. Pelé hatte das Foto signiert und zudem eine Autogrammkarte mit persönlicher Widmung dazu gelegt. „To Helmut, thanks very much, best Wishes, Pelé!“ Seinem „Montagsklub“, mit dem er sich bei Gymnastik, Basketball und Schwimmen fit hält, zeigte er stolz die Post. „Die waren natürlich baff!“

Sonntag wird Helmut Heine sein PE-LE-10-Auto stehen lassen. Im Planwagen fährt er mit zahlreichen TuS-Fans zum entscheidenden Meisterschaftsspiel der Bierbergener in der 2. Kreisklasse Süd gegen Nachbar SG Adenstedt. Das Gipfeltreffen beginnt zwar erst um 15 Uhr, Abfahrt ist aber schon um 10.30 Uhr. „Wir fahren offenbar viele Kurven“, flachst Heine, der fest davon überzeugt ist, dass die Bierbergener den direkten Aufstieg perfekt machen. „Ein Unentschieden langt. Mir imponiert, wie Trainer Florian Fliegel die jungen Leute in die Mannschaft eingebaut hat, das macht Hoffnung“, sagt er - auch wenn ein Pelé nicht dabei ist.

Von Christian Meyer

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