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Dieser Tischtennis-Star schlägt sogar im Ballwechsel ein Rad

Tischtennis-Schaukampf Dieser Tischtennis-Star schlägt sogar im Ballwechsel ein Rad

Was braucht man für ein richtig gutes Tischtennis-Spiel? Ein Frühstücksbrett, eine Pfanne, einen Schnitzelklopfer, einen Stuhl, zwei Tschechen mit Schauspiel-Talent und einen Tisch, der so einiges aushält. Die Altmeister Jindrich Pansky und Milan Orlowski begeisterten in Vallstedt rund 100 Zuschauer.

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Selbst einbeinig auf einem wackeligen Stuhl brachte Jindrich Pansky noch die Schmetterbälle seines Schaukampf-Partners Milan Orlowski zurück.

Quelle: Isabell Massel

Vallstedt. Was braucht man für ein richtig gutes Tischtennis-Spiel? Ein Frühstücksbrett, eine Bratpfanne, einen Schnitzelklopfer, einen Lackschuh, einen Stuhl, zwei Tschechen mit Schauspiel-Talent und einen Tisch, der so einiges aushält. In der Vallstedter Sporthalle begeisterten die früheren Weltklasse-Spieler Jindrich Pansky und Milan Orlowski mit ihrer Tischtennis-Show rund 100 Besucher. B-Schüler-Kreisranglisten-Sieger Robin Tempel aus Woltwiesche wusste nach dem launigen Abend ganz genau, was er im nächsten Training mal ausprobieren wird: Sich den Schläger vor den Bauch in den Bund seiner Sporthose stecken und dann versuchen, denn Ball so artistisch über das Netz zu befördern, wie es die Tischtennis-Akrobaten vorgezaubert haben. „Mir hat alles gefallen, aber das war am coolsten“, sagte der 12-Jährige.

Als Jindrich Pansky den Schnitzelklopfer aus der Tasche holte und bewies, dass er damit nicht nur eine Vorhand ziehen, sondern auch einen saftigen Schuss zum Punktgewinn schmettern kann, da musste auch Vecheldes Bürgermeister Ralf Werner herzhaft lachen. Die beiden tschechischen Altmeister zauberten und frotzelten sich durch ein fast zweistündiges Programm. Da brachte Milan Orlowski den Schmetter-Ball per Ballonabwehr noch hinter der Bande aus dem Publikum zurück auf den Tisch und fragte seinen Partner schelmisch: „Hast du keine Kraft?“ Da holte Jindrich Pansky einen Riesen-Holz-Schläger aus der Tasche und warnte sein Gegenüber: „Pass auf, ganz viel Schnitt drin!“ Es wurde mit drei Bällen gleichzeitig gespielt. Im Sitzen, im Stehen, auf dem Tisch. Und als Pansky dringend einen Punkt benötigte, schob er beim Return seines kongenialen Partners einfach mal den Tisch zur Seite. Sie können es noch.

Orlowski ist 64 Jahre alt, Pansky 57. „Ich habe mich gewundert, wie beweglich die beiden noch waren“, stellte Vallstedts Tischtennis-Abteilungsleiter Reinhard Kipper fest und dachte dabei vor allem an eine Szene: Pummelchen Pansky schlug mitten im Ballwechsel ein Rad. Und dann noch eins, und dann noch eins... Kipper war begeistert. So spektakulär hatte er sich die Geburtstagsfeier zum 70-jährigen Bestehen der Grün-Weiß-Tischtennis-Abteilung gewünscht. „Es war toll. Nur etwas mehr Zuschauer hätte der Schaukampf verdient gehabt“, sagte er.

Doch auch die rund 100 Besucher trieben Vallstedts Spitzenspieler Frank Lange die Schweißperlen auf die Stirn. Der Bezirksklassen-Spieler durfte sich mit Jindrich Pansky messen. „Ich war ganz schön nervös. Für einen Dorfverein war das etwas ganz besonderes“, sagte er. Die 1:11, 2:11, 3:11-Lehrstunde nahm er mit Humor: „Ich bin extra vorher noch zur Tischtennis-WM nach Düsseldorf gefahren. Aber das, was ich da gesehen habe, konnte ich leider nicht so schnell umsetzen“, scherzte er. Es habe riesig Spaß gemacht. „Und ein paar gute Bälle sind mir ja auch gelungen.“

Josef Rempe vom Landesliga-Aufsteiger Vechelde zog sogar den Topspin des Abends – im Fallen auf den Knien. Doch selbst den brachte sein Schaukampf-Gegner Milan Orlowski noch mit einem Block wieder. „Sensationell wie fit er noch ist. Er darf gerne mal beim Training bei uns vorbeischauen. Das war ein Highlight für mich, es hat riesig Spaß gemacht, auch wenn er ganz genau wusste, wo er mich kriegen kann“, bilanzierte der Vechelder nach dem 2:11, 5:11, 3:11.

Von Christian Meyer

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