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Diego lässt Schlankomaten zittern

96-Fan-Club in Madrid Diego lässt Schlankomaten zittern

Die spanische Nacht hat ihre Spuren hinterlassen: Florian Fliegel ist heiser - aber zufrieden. „Klar war das Gegentor kurz vor Schluss ärgerlich. Aber wenn mir einer vorm Spiel gesagt hätte, Hannover spielt 1:2 bei Atlético Madrid wäre ich auch zufrieden gewesen“, betont der Bierbergener.

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Die „Schlankomaten“ im Estadio Vicente Calderon in Madrid (von links): Kai Cramm, Lena Dobberstein, Torben Sievers, Matthias Lüders, Florian Fliegel, Sören Roffmann und Dennis Plumeyer.

Mit sechs weiteren Mitgliedern des Peiner 96-Fanklubs „Schlankomaten“ hatte er Donnerstagabend sein Team beim Euroleague-Spiel in Madrid angefeuert.

Gestern morgen um 5.15Uhr landete Fliegel in Hannover, um 6 Uhr lag er im Bett und um 9 Uhr betrat der Vertriebsleiter eines Computer-Handels schon wieder sein Büro. „Lieber wäre mir gewesen, wir wären später zurück gekommen, dann wäre ich gleich zur Arbeit durchgefahren. Kurz hinlegen schlaucht noch mehr“, sagt Fliegel. Doch die Strapazen haben sich für den Coach des TuS Bierbergen gelohnt. Auch wenn Atlético-Joker Eduardo Salvio kurz vor Schluss den 96-Fans mit seinem Siegtor die Fiesta etwas verdarb. Die „Schlankomaten“ waren um ein Erlebnis reicher.

„Atlético war stärker. Aber zu Hause sind wir eine Macht, werden die Mannschaft nach vorne peitschen und auf der Tribüne ein Feuerwerk abbrennen“, ist sich Fliegel sicher, dass 96 den Einzug ins Halbfinale noch klar macht.

Die Anreise zum Rückspiel wird für die „Schlankomaten“ dann deutlich einfacher. Die Mitglieder des Peiner 96-Fanklubs hatten nämlich bei der Tour nach Spanien mit dem Generalstreik zu kämpfen. Mehrmals mussten sie sich neue Verbindungen raussuchen, vier „Schlankomaten“ reisten mit dem Auto ins holländische Eindhoven, flogen von dort nach Mallora und stiegen noch einmal in den Flieger nach Madrid um. Fliegel hatte Glück, er konnte Mittwochabend ab Hannover direkt fliegen.

In Madrid hatten die meisten Geschäfte, Kneipen und Restaurants wegen des Streiks zu. Wer trotzdem geöffnet hatte, musste auf der Hut sein. Denn: „Die Streikenden sind durch die Stadt gezogen und haben sogar Restaurants verwüstet“, schildert Fliegel. Die 96-Fans konnten daher auch in keine Kneipen einkehren und beließen es bei Dosenbier für einen Euro auf dem Plaza Santa Ana und zogen gemeinsam ins Estadio Vicente Calderon. Das war zwar nicht ausverkauft, „aber wenn die Spanier singen, dann auch alle im Stadion“, schilderte Fliegel, der mit 96 mächtig zittern musste. Vor allem Ex-Werder-Star Diego habe nach seiner Einwechslung gehörig aufgedreht. „Der war so heiß, der war nicht zu bändigen.“

cm

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