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"Die Spieler sollten sich mal hinterfragen"

Fußball-Landesliga "Die Spieler sollten sich mal hinterfragen"

Acht Fragen zur Hin- und Rückrunde an Vallstedts Trainer Michael Nietz.

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Schwierige Lage: GW Vallstedt (am Boden Ferid Ashapoglu) kämpft in der Landesliga gegen den Abstieg, dabei sollte das in dieser Saison eigentlich kein Thema sein.

Quelle: rb

„Die Mannschaft ist wie eine Wundertüte. Eine Woche spielt sie überragend, die nächste dann grottenschlecht“, sagt Michael Nietz, Coach des Fußball-Landesligisten GW Vallstedt. Dabei waren die Grün-Weißen ambitioniert in die Saison gestartet, doch dem eigenen Anspruch wurden sie nur selten gerecht, so dass sie etliche Wochen auf einem Abstiegsplatz standen. Zwei Siege vor der Winterpause ließen Vallstedt jedoch auf Rang zehn klettern.

Dennoch hat Michael Nietz die Zielsetzung inzwischen modifiziert. Wenn am 24. Februar mit dem Heimspiel gegen den SSV Kästorf der zweite Saisonabschnitt beginnt, zählt nur eines: „Die Klasse halten“, betont der 47-Jährige, der im Gespräch mit der PAZ acht Fragen zur Hin- und Rückrunde beantwortet.

Zugänge: „Dazu gekommen ist Scott Reuper, der in der Abwehr einsetzbar ist. Er ist 19 Jahre alt und hat zuletzt für die A-Jugend von Eintracht Braunschweig gespielt. Scott passt genau zu meiner Philosophie, denn ich arbeite gerne mit jungen Spielern, die lernbereit sind.“

Abgänge: „Rafael Arndt ist zum FC Broistedt gewechselt, und Ferhat Kulaksiz hat uns mit unbekanntem Ziel verlassen.“

Meine Bilanz der Hinrunde: „Eigentlich sind wir ja mit dem Ziel in die Saison gegangen, einen Mittelfeldplatz zu erreichen. Dass dies nicht gelungen ist, muss ich auch mir ankreiden. Denn nach dem recht guten Start war ich zu blauäugig und habe damit gerechnet, dass es so positiv weitergeht. Aber im Laufe der Saison war dann doch deutlich zu merken, dass die Mannschaft noch sehr jung und unerfahren ist. Wachgerüttelt hat mich insbesondere die Phase, als wir zehn Spiele in Folge nicht mehr gewonnen haben. In dieser Zeit haben die unerfahrenen Spieler sich nicht mehr an meine Vorgaben gehalten und versucht, ihren eigenen Stil zu spielen - und deswegen sind wir in der Tabelle auch immer weiter abgerutscht. Dass die Jungs es besser können, haben sie in den letzten beiden Spielen vor der Winterpause gezeigt, als wir gegen Acosta und Wolfsburg Nord klar gewonnen haben. Allerdings habe ich ihnen vorher auch noch einmal deutlich zu verstehen gegeben, was ich von ihnen einfordere. Beide Spiele müssten ihnen nun klar gemacht haben, dass sie punkten, wenn sie sich an meine Vorgaben halten - ich hoffe, dass das jetzt alle begriffen haben.“

Mein Spieler der Hinrunde: „Das ist eindeutig Michael Malandrino, der im Sommer von Fortuna Lebenstedt zu uns gekommen ist. Er hat sich auf der rechten Seite der Viererkette hervorragend eingefügt, ist zudem sehr aggressiv und laufstark - es ist einfach toll, wie er spielt.“

Mein Pechvogel der Hinrunde: „Da gibt es nur einen: Roman Kechter. Denn aufgrund seiner Lungenembolie kann er nicht mehr spielen, weil er sich nicht verletzen darf. Ab und zu kommt er zum Training, aber es ist schon sehr traurig, was ihm passiert ist.“

Meine größte Enttäuschung der Hinrunde: „Das war die Leistung, die wir in der Halle beim PAZ-Cup abgeliefert haben. Das war desaströs und eine absolute Frechheit - so etwas möchte ich nicht mehr sehen.“

Meine Erwartungen an die Rückrunde: „Ich erwarte, dass die Mannschaft genauso kompakt spielt, wie sie das in den beiden letzten Spielen vor der Winterpause getan hat. Außerdem wünsche ich mir, dass die Spieler mal den Kopf einschalten und sich hinterfragen, ob das ausreichend ist, was sie zeigen. Denn ich habe etliche talentierte Jungs, die zu mehr fähig sind, aber oftmals leider nur 70 Prozent bringen. Sie müssen begreifen, dass Talent allein nicht ausreicht. Man muss sich auch reinbeißen - nur so kann man Erfolg haben. Wie es funktionieren kann, haben die beiden letzten Spiele vor Weihnachten deutlich gezeigt.“

Meine persönliche Zukunft: „Die sehe ich in Vallstedt, da hier in vielen Bereichen sehr leistungsorientiert gearbeitet wird. Außerdem möchte ich weiterhin gerne mit jungen und talentierten Spielern arbeiten - und diese Möglichkeit wird mir in Vallstedt geboten. Es passt einfach, und deswegen fühle ich mich hier auch sehr wohl.“

pet

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