Volltextsuche über das Angebot:

25 ° / 14 ° Regenschauer

Navigation:
Die Fuß-Tortur geht in die nächste Runde

Hexenstieg Die Fuß-Tortur geht in die nächste Runde

Auf Wanderschaft im Eiltempo: Der Essinghäuser Ingmar Koch will heute den 93 Kilometer langen Hexenstieg im Harz in nur 16 Stunden bewältigen. Der Extremsportler hat sich vorsichtshalber Blasenpflaster eingepackt.

PAZ-Artikel haben schon so einiges ausgelöst. Ingmar Koch beschert ein Text in unserer Zeitung ein neues Abenteuer. Im Juli vergangenen Jahres titelten wir: „Extremsport bei Nacht und Nebel“.

In dem Artikel berichteten wir über Ingmar Koch, der mit drei Mitstreitern den beliebten Wanderweg im Harz innerhalb von 24 Stunden begehen wollte. Und tatsächlich: Von Blutblasen geplagt erreicht der Essinghäuser nach 22:38,26 Stunden das Ziel in Thale.

Mit Spannung hat der Hannoveraner Ingo Daseler-Schluer den Artikel gelesen und den 39-jährigen Peiner für eine Neuauflage der Fuß-Tortur begeistert. Das anspruchsvolle Ziel: Die Strecke in 16 Stunden knacken. „Muffe habe ich nicht, aber sehr viel Respekt. Das ist schon sehr sportlich, was wir vorhaben und bergab werde ich wohl mitunter auch laufen müssen, sonst ist das nicht zu schaffen“, sagt Ingmar Koch.

An der Fitness mangelt es dem IT-Fachmann nicht. Die 72 Kilometer beim Rennsteig-Lauf im Mai hat er in 9:04,22 Stunden abgerissen. Über diverse Langdistanzen quält er sich und fährt die Strecke zur Arbeit nach Braunschweig regelmäßig mit dem Rad.

Sein Mitstreiter ist übrigens ganze 21 Jahre älter. „Aber er ist richtig drahtig“, sagt Koch über den Lokführer aus Hannover.

Start im Morgengrauen: Heute um 4 Uhr marschiert das Duo in Thale los und macht sich im Galopp auf den Weg nach Osterode. Energie-Riegel, Gummibärchen, Salamis, Cola, Wasser und Bananen sollen den Essinghäuser auf der Strecke antreiben. Viel wichtiger ist ihm allerdings ein anderer Inhalt seines Rucksacks.

„Ich habe mehr für mögliche Blasen vorgesorgt als beim letzten Mal“, sagt Koch. Pflaster, Mullbinden, ja sogar eine Kanüle hat er eingepackt. Außerdem dabei: Ein GPS-Gerät, ein Handy, Kopfschutz und Sonnenbrille. Das Abenteuer ist gut vorbereitet.

„Die einzige Unbekannte ist das Wetter. Ich hoffe wir haben Glück“, sagt Koch, der optimistisch ist, dass er es schafft. Schließlich hat er abends ja auch noch etwas vor: „Ich bin zum Geburtstag eingeladen und ein bisschen Grillfleisch würde ich gerne noch essen, bevor ich ins Bett falle.“

cm

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Sport in Peine
Die besten Wettquoten für die Bundesliga gibt es bei SmartBets.