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Die Black Panthers boxen los

Boxen Die Black Panthers boxen los

In Peine gibt es einen zweiten Box-Club neben dem BC 62. Der "BSC Black Panthers Peine" soll in dieser Woche ins Vereinsregister eingetragen werden. Bei einem Tag der offenen Tür mit Sparrings-Demonstration stellte sich der neue Club in der Bodenstedthalle vor.

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Der Vorstand des neuen Clubs beim Tag der offenen Tür (von links): Dr. Peter Hussy, Yvonne Dogan sowie Kazim und Mikail Yilmaz.)

Quelle: im

Dass es dem Vorstand des Clubs vor allem um die Jugendarbeit geht, war bei den Schau-Kämpfen gegen den befreundeten Club „Tigers Salzgitter“ zu sehen. Die jüngsten Boxer waren acht Jahre. Auch Mädchen mischen mit: Rebecca (10) aus Peine boxte mit Kopfschutz und großen Handschuhen gegen die gleichaltrige Aleyna aus Salzitter. Beide agierten etwas vorsichtiger als die Jungs, und hinterher entschuldigten sie sich gegenseitig dafür, dass sie einander mal etwas doller getroffen hatten.

„Hier werden keine Straßenkämpfer herangezogen“, räumte der stellvertretende Vorsitzende Dr. Peter Hussy vor den mehr als 50 Gästen beim Tag der offenen Tür mit einem Vorurteil auf. Die Vermittlung von vier Begriffen sei dem neuen Vorstand wichtig: Freundschaft, Disziplin, Respekt und Integration.

„Eine abfällige Bemerkung über den Gegner wird es nicht geben“, sagte der Arzt, der auch den sportlichen Wert des Boxens hervorhob. „Es gibt so gut wie keine Verletzungen. Keine Bänderrisse oder Brüche.“

Freundschaft und Integration hängen in dem neuen Verein fast automatisch zusammen. „Wir haben Mitglieder mit deutschen, türkischen, arabischen und russischen Wurzeln“, sagt der Vorsitzende Kazim Yilmaz. Sie haben sich geeinigt: Die Sprache im Training ist Deutsch. Yilmaz ist im neuen Club auch Trainer zusammen mit seinem Sohn Mikail und René Seidel.

Das Erlernen von Disziplin ist für Kazim Yilmaz die Voraussetzung, im Sport etwas zu erreichen - und darüber hinaus auch im Leben. Das wolle er den Kindern und Jugendlichen vermitteln.

„Wir gehen natürlich erst einmal einen etwas steinigen Weg“, sagte Dr. Hussy in Anspielung auf die Schwierigkeiten, die ein neuer Verein erst einmal bewältigen muss. Zum Beispiel muss Geld für die Ausrüstung da sein. Immerhin kam passend zum Tag der offenen Tür die erste Lieferung mit Handschuhen. Jeweils ein paar neue Lederhandschuhe überreichte Hussy unter dem Applaus der Gäste an Dennis Gergert, Berkan Centibas und Hassan El-Zein: Ein Geschenk und Anerkennung für die Verbandsmeisterschaft, die die drei vor kurzem in ihren Alters- und Gewichtsklasse errungen hatten.

Bei einer Versammlung mit 14 Personen ist der „BSC Black Panthers Peine“ gegründet worden. Der Vorstand besteht aus Kazim Yilmaz (Vorsitzender), Dr. Peter Hussy (stellvertretender Vorsitzender), Yvonne Dogan (Kassenwartin) und Mikail Yilmaz (Jugendwart). „Die Gemeinnützigkeit ist vom Finanzamt bereits anerkannt worden“, sagt Kazim Yilmaz. Rund 40 Mitglieder habe der Club inzwischen.

Nach dem BC 62 Peine sind die Black Panthers der zweite Box-Club in der Fuhsestadt. Unter anderem verschiedene Ansichten über die Trainingsgestaltung hatten zur Gründung des neuen Clubs geführt. Kazim Yilmaz, der beim BC 62 Vorsitzender und Trainer war, sah hier keine zufriedenstellende Entwicklung. Hallenzeiten für das Training hat der neue Verein bereits beantragt.

mp

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