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Der Lafferde-Express überrollt Jahn

Handball-Landesliga Der Lafferde-Express überrollt Jahn

Demontage, Lehrstunde, Klatsche - so oder ähnlich kann man die 22:37-Niederlage beschreiben, die Vater Jahns Landesliga-Handballer im Kreisderby gegen Groß Lafferde kassierten. Zudem können sich die Peiner bei ihrem stark haltenden Torwart Jan Koob bedanken, dass sie nicht noch höher als mit 15 Treffern Differenz verloren.

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Einer von zahlreichen Tor-Abschlüssen der Groß Lafferder: Hier brach Matthias Wosnitza durch. Jahn-Keeper Jan Koob verhinderte im Derby eine noch höhere Niederlage.

Quelle: Isabell Massel

MTV Groß Lafferde - MTV Vater Jahn Peine 37:22 (18:9). Mithalten konnten die Peiner nur in der Anfangsphase, denn nach dem 2:2 rollte Lafferdes Express an. Den Startpfiff gaben die Gäste selbst: „Meine Spieler machten fünf technische Fehler hintereinander. So etwas darf nicht passieren“, tadelte Jahn-Trainer Jens Klein. Sein Pendant Gerrit Meyer konnte die Partie schon bald eher entspannt verfolgen. Denn die Lafferder hatten sich bereits Mitte der ersten Hälfte einen beruhigenden Vorsprung zum 12:6 herausgeworfen. „Wir standen in der Abwehr sehr gut, Vater Jahn hatte Schwierigkeiten durchzukommen“, erklärte Meyer den Schlüssel zum Erfolg. Ihre Defensivstärke hielten die Gastgeber aufrecht, den Gästen gelangen während der gesamten Spielzeit kaum Treffer aus dem gebundenen Spiel.

Nach dem Wechsel versuchten es die Peiner mit mehr Aggressivität und offensiver Deckung. Doch der Schuss ging nach hinten los. Zwar verkürzten sie den 9:18-Pausenrückstand schnell zum 11:18, doch anschließend handelten sie sich eine Zwei-Minuten-Strafe nach der anderen ein. Sieben waren es am Ende. Den Gastgebern spielte das in die Karten, nach 55 Minuten erzielten sie mit dem Treffer zum 36:20 ihre höchste Führung. Sehenswerte Tore waren mehrere dabei. Den schönsten Treffer von allen warf Tim Tillack per Kempa-Trick im Zusammenspiel mit Jonas Brunke.

„Nach fünf Minuten der zweiten Halbzeit war das Spiel für uns schon passé“, analysierte Klein, dem im zweiten Durchgang anzusehen war, dass er seiner Mannschaft von außen nicht mehr viel helfen konnte. Denn statt - wie gewohnt - engagiert an der Seitenlinie dabei zu sein, verfolgte er die Partie phasenweise ruhig sitzend auf der Auswechselbank.

Den Willen, das Ergebnis im Rahmen zu halten, kann man seinen Spielern aber nicht abstreiten. Sie drückten aufs Tempo, machten Druck. Doch es war das falsche Mittel. Ruhe am Ball, die Angriffe lange ausspielen wäre die bessere Alternative gewesen, um nicht unterzugehen. Denn in ihrem Übereifer machten die Peiner viele Fehler. Die Lafferder profitierten davon, sie konnten im Gegenzug Konter um Konter laufen.

„Wir waren ideenlos. Bei uns hat es vorn und hinten nicht gepasst. Lafferdes Sieg war absolut verdient“, fasste ein enttäuschter Jens Klein zusammen. Gerrit Meyer war deutlich besser aufgelegt: „Unser Sieg war auch in der Höhe verdient. Es hat fast alles geklappt. Normalerweise habe ich immer etwas zu kritisieren. Aber an so einem Tag darf ich ruhig mal sagen, dass ich an meiner Mannschaft nicht mal Kleinigkeiten auszusetzen habe.“

MTV Gr. Lafferde: Könnecker, Florian Frühling (beide Tor) – Mrasek (5), Tillack (3), Nikutowski (1), Burgdorff (2), Büttner (2), Bühn (5), Reuter (7), Henrik Frühling (7), Brunke (1), Slabon (3), Neumann (1), Wosnitza.
MTV Peine: Koob, Scharf (beide Tor) – Bank (1), Bertram (9), Busch, Falkenhain, Harms, Hoang, Kaufmann, Kubala (2), Mühlbach (3), Meier (3), Schlüsche (4), Wodarz.
Zeitstrafen: Jahn (8), Lafferde (3).
Zuschauer: 200.

von Jürgen Hansen

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