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„Der Abstieg wäre eine Katastrophe“

Fußball-Bezirksliga „Der Abstieg wäre eine Katastrophe“

Abstieg? „Das wäre eine Katastrophe für den Verein“, gesteht Sven Siedentop, Co-Trainer und Angreifer des TSV Edemissen, der derzeit Schlusslicht in der Fußball-Bezirksliga ist. „Denn halten wir die Klasse nicht, muss auch die Zweite runter.“ Genau vor einem Jahr war die Lage für den TSV ähnlich prekär wie die aktuelle, „und wir haben es trotzdem geschafft“, sagt der 32-Jährige. 

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Fällt wegen eines Meniskus-Schadens aus: Edemissens Torhüter Dennis Hennigs.

Quelle: rb

Aber nicht nur aus diesem erfolgreichen Kraftakt schöpft Siedentop Zuversicht. „Der Teamgeist bei uns ist klasse, weil die Jungs hier alle aus der Umgebung kommen – das ist ein Vorteil“, sagt er. Auch der Rücktritt von Coach Helmut Kaub im Januar habe für keinerlei Unruhe gesorgt. „Wir waren zwar alle überrascht, aber schließlich wollte er mit dieser Entscheidung für neue Impulse sorgen.“ Und dass sei Kaub gelungen, denn Nachfolger Reinhold Düsterhöf habe für frischen Wind gesorgt, lobt Siedentop, der im Gespräch mit der PAZ acht Fragen zur Hin- und Rückrunde beantwortete.

Zugänge: „Mit Maik Düsterhöf, der vom VfB Peine kam, haben wir eine echte Verstärkung dazu bekommen. Künftig werden wir vorne viel gefährlicher sein, außerdem werden wir künftig nun mit zwei Spitzen spielen.“

Abgänge: „Kapitän Marius Mainz ist beruflich bedingt weggezogen, und Burak Köntek, der lange verletzt war, ist zum SV Bosporus Peine gewechselt. Vor allem der Weggang von Marius schmerzt sehr – sowohl aus sportlicher als auch menschlicher Sicht.“

Meine persönliche Bilanz der Hinrunde: „Es hat Höhen und Tiefen gegeben, wobei Letzteres überwiegt. Sehr ärgerlich ist, dass wir gegen Teams, die in der Tabelle weiter oben stehen, etliche Punkte geholt haben. Dafür aber gab es gegen Mannschaften, die unserem Niveau entsprechen, kaum etwas Zählbares, weil der letzte Biss oft fehlte. Größtes Problem war unsere mangelnde Konstanz, ständig waren wir großen Formschwankungen unterworfen. Das hat uns die komplette Hinserie begleitet und ist auch ausschlaggebend dafür, dass wir so weit unten stehen in der Tabelle. Zufrieden sein können wir mit dem bisherigen Abschneiden überhaupt nicht, zumal wir uns einen Platz im sicheren Mittelfeld ausgerechnet hatten.“

Mein Spieler der Hinrunde: „Das ist Bastian Mass. Anfangs hat er noch in der zweiten Mannschaft gespielt, ehe wir ihn hochgezogen haben. Und bei uns hat er auf der Sechser-Position überragende Leistungen gebracht.“

Mein Pechvogel der Hinrunde : „Ganz klar, das ist Keeper Dennis Hennigs. Kurz vor der Winterpause hat er sich einen Meniskusriss zugezogen und fällt somit wohl die Rückrunde aus. Das ist richtig bitter für uns, da er uns mit seinen Paraden oftmals im Spiel gehalten hat.“

Meine größte Enttäuschung der Hinrunde : „Das war das Heimspiel gegen Vatan Königslutter. Eine Woche zuvor hatten wir in Lengede mit 3:0 gewonnen, doch gegen Königslutter fehlte über weite Phasen die Aggressivität, so dass wir mit 1:3 verloren. Das tat richtig weh, denn mit einem Sieg hätten wir den Anschluss ans Mittelfeld geschafft.“

Meine Erwartungen an die Rückrunde: „Dass wir das Unmögliche möglich machen und den Klassenerhalt noch packen. Erfahrung mit solch einer schwierigen Situation haben wir ja, auch in der vergangenen Saison hat uns in der Winterpause keiner mehr viel zugetraut. Da wir jedoch nur noch zwölf Spiele haben, dürfen wir uns eigentlich keinen Ausrutscher mehr erlauben. Wichtig ist, dass wir nach einem Gegentreffer nicht wieder sofort die Köpfe hängen lassen, so wie das in der Hinrunde häufig der Fall war. Was im Fußball alles machbar ist, hat die vergangene Serie gezeigt, als wir uns am letzten Spieltag gerettet haben – das sollte sich jeder immer vor Augen halten.“

Meine persönliche Zukunft: „Ich werde auf jeden Fall als Spieler und auch als Co-Trainer mindestens noch eine Saison weitermachen – unabhängig davon, in welcher Klasse wir dann spielen. Denn in Edemissen macht es einfach Spaß, weil die Mannschaft sich gut versteht und auch die Trainingsbeteiligung trotz des schlechten Tabellenplatzes immer top ist. Mit anderen Worten: Ich fühle mich hier wohl.“

pet

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