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Dein Gegner ist dein Freund

Kampfsport-Turnier Dein Gegner ist dein Freund

Kampfsportler aus ganz Deutschland zertrümmern am morgigen Sonnabend Holzbretter und Ytong-Platten in der Peiner Gunzelinhalle. Keine Angst, die Halle wird nicht in ihre Einzelteile zerlegt. Der spektakuläre Bruchtest ist Teil des Turniers, das der Budo-Sport Club Peine ausrichtet. Zwei schlagfertige Frauen organisieren den Wettbewerb: die Karate-Trainerinnen Barbara (55) und Rebecca Köpp (27).

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Mutter und Tochter zeigen, wie es geht: Barbara Köpp (rechts) und Rebecca Köpp beim Training mit ihrer Karate-Gruppe in Peine.

Quelle: cb

Mutter und Tochter legt so leicht niemand aufs Kreuz. Seit ihrem zweiten Lebensjahr betreibt Rebecca Köpp Kampfsport. Kraftvolle Sprünge, schnelle Schläge, überraschende Würfe – Jiu-Jiutsu, Kickboxen und Karate hat die Frau drauf. Aber weh tut die Ronnenbergerin im Wettkampf niemandem. Dein Gegner ist dein Freund, heißt das Motto. Die meisten Techniken werden nur angedeutet, „brutal“ ist ein Fremdwort bei den Karatekas des Peiner Budo-Sport Clubs. „Wir kämpfen nicht nur mit Faust und Fuß sondern vor allem mit dem Kopf“, betont Rebecca Köpp, die gemeinsam mit ihrer Mutter Barbara die Karate-Gruppe leitet. Zur Selbstverteidigung mussten die beiden ihre Fähigkeiten noch nicht einsetzen – und hoffen, dass das auch so bleibt.

Männer, Frauen, Jugendliche – 20 Aktive im Alter von 16 bis 55 Jahren lassen sich von den beiden Schwarzgurt-Trägerinnen effektive Kampf-Techniken zeigen. Gefährlich sei das nicht. „Statistiken zeigen, dass wir bei Verletzungen weit hinter Handball oder Fußball liegen“, hebt die Hannoveranerin Barbara Köpp hervor. In ihrer Kampfsport-Laufbahn trug auch Tochter Rebecca bisher nur einen gebrochenen Zeh davon. „Und daran war ich selber schuld.“

Selbstbewusster im Job

Gestärkt haben die beiden Karate-Trainerinnen in ihrem Sport nicht nur die Muskeln sondern auch ihr Selbstvertrauen. „Das hilft mir auch in meinem Beruf als Pharmareferentin“, erzählt Rebecca Köpp von einem sichereren Auftreten in Gesprächen mit Ärzten. Auch bei Kindern entdecke sie immer wieder tolle Entwicklungen. „Wenn ein Kind nach einem verlorenen Wettkampf weint, frage ich es immer: Willst du ein Gummibär oder ein richtiger Bär sein?“ Die Kinder wollen selbstverständlich ein richtiger Bär sein und machen mit neuem Mut und Ehrgeiz weiter.

Apropos Mut: Den bewundern die Köpps auch bei anderen Sportlern. Sie sehen gerne bei Skisprung-Wettbewerben zu, demnächst geht es zur Weltmeisterschaft ins slowenische Planica wo sie die weite Flüge bestaunen.

Über Fortschritte bei ihren Karatekas staunen sie auch gerne. „Das ist der Lohn für die Arbeit. Es macht einen unheimlich stolz, wenn einer meiner Schüler seinen Schwarzgurt gemacht hat“, verdeutlicht Barbara Köpp.

cm

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