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"Das war ein super Comeback von uns"

Fußball-Kreispokal-Nachlese "Das war ein super Comeback von uns"

Sektfontänen schossen durch die Luft, als Hohenhamelns Kapitän Jannik Richau nach einem dramatischen Finalsieg gegen den TSV Edemissen den Volksbank-Peine-Kreispokal in die Luft riss. Bis kurz vor 23 Uhr feierten die Hohenhamelner Sonntag am Sporthaus ihre Wiederauferstehung im Endspiel.

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Ein Trainer in der Luft: Hohenhamelns Spieler ließen Nick Gerull nach dem Pokaltriumph hochleben. „Er hat einen großen Anteil an unserem Erfolg“, betont TSV-Kapitän Jannik Richau.

Quelle: im

Klub-Präsident Ulrich Mangeng spendierte noch ein Fass Bier für den 5:3-Sieg im Elfmeterschießen. PAZ-Sportredakteur Christian Meyer resümierte mit TSV-Kapitän Jannik Richau den Final-Krimi.

Jannik, herzlichen Glückwunsch zum Kreispokal-Sieg. Für Herzschwache war das Finale ja gänzlich ungeeignet...

Das sehe ich auch so. Das war ein super Comeback von uns und alle dürften gesehen haben, dass die Mannschaft bis zum Schluss fest daran geglaubt hat, dass wir das Spiel noch drehen können.

Bis zur 90. Minute 0:1 hinten und dann auch noch im Elfmeterschießen als erste Mannschaft nicht getroffen - auch Ihnen dürfte das Herz in die Hose gerutscht sein.

Einen erneuten Rückschlag wieder auszubügeln, zeugt vom Charakter der Mannschaft. Bei unseren letzten beiden Schützen war ich mir sicher, dass sie ihre Elfmeter reinmachen. Obwohl: Bei so einem Spielverlauf, kann man sich eigentlich nie sicher sein.

Taten Ihnen die Edemissener vielleicht sogar ein wenig Leid?

Na klar will niemand unter solchen Bedingungen verlieren. Aber so zu gewinnen, ist umso schöner. Emotionen, Nervenkitzel - da ist es ja auch, was den Fußball so spannend macht. Ich erinnere nur an die Bayern, die 1999 im Champions-League-Finale sogar noch zwei Gegentore in der Nachspielzeit von Manchester United kassiert haben.

Neben dem riesigen Pokal gab es auch 1000 Euro. Hat die Mannschaft schon eine Idee, was sie mit dem Geld machen wird?

Nein, darüber haben wir uns noch keine Gedanken gemacht. Ich würde mir wünschen, wir investieren das Geld für einen schönen Mannschaftsabend vorm Start in die neue Saison - und vielleicht nehmen wir noch etwas für unseren Abschluss am kommenden Wochenende. Wir gehen Paintball spielen, und ich werde alles versuchen, um mit Tobias Buchner und Philip Schaare in eine Mannschaft zu kommen. Die beiden sind bei der Bundeswehr, es dürfte schwer werden, wenn man sie als Gegner hat.

Das Wochenende ist ja richtig in Feierstress ausgeartet. Erst der Polterabend von Alexander Apel, dann der Kreispokalsieg - Wie sehr hat Routinier Apel gefehlt?

Vor allem in der ersten Halbzeit hätte uns so ein erfahrener Spieler gutgetan. Wir hatten zu großen Respekt und Edemissen war gleich richtig griffig. Mit ein, zwei Aktionen hätte Acki etwas für unser Selbstvertrauen tun können.

Einige Kreisliga-Konkurrenten hatten den TSV Hohenhameln auch in der Meisterschaft ganz vorne erwartet. Sind sie zufrieden oder enttäuscht über Platz vier?

Ich bin absolut zufrieden. Sicherlich haben wir auch einige Punkte liegen gelassen, ich denke da zum Beispiel an das Unentschieden im Derby gegen Equord. Aber wenn ich bedenke, was uns für erfahrene Spieler wie Lars Lorenz, Lars Mehrmann oder Norman Willatowski verlassen haben, ist es sehr gut gelaufen. Die jungen Leute haben sich schon prima integriert. Es hat einfach nur etwas Erfahrung gefehlt.

Blumenhagens Mittelfeld-Ass Markus Reiff hat bereits für die kommende Saison zugesagt. Wird es weitere Neuzugänge geben?

Als Kapitän habe ich da nicht viel zu melden. Sicherlich werden Gespräche geführt, mehr weiß ich nicht.

Für den Bezirkspokal haben Sie sich durch den Triumph am Sonntag qualifiziert. Kehren Sie nächste Saison auch in die Bezirksliga zurück?

Sicherlich wollen wir langfristig gesehen da wieder hin. Aber der größte Titelfavorit sind wir meiner Meinung nach nicht. Dungelbeck oder Vechelde erwarte ich stark. Fünf bis sechs Mannschaften werden oben mitmischen - und dazu zählen wir auch.

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