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Das schafft nur Heiner: Abräum-Jubiläum

Viktoria Ölsburg Das schafft nur Heiner: Abräum-Jubiläum

Was für ein Kicker-Jubiläum: Seit 25 Jahren spielt Heiner Keunecke für Viktoria Ölsburgs 1. Herren. Mit 44 Jahren ist der Verteidiger gemeinsam mit Rosenthals Spielertrainer Markus Puschmann der älteste Kreisliga-Fußballer dieser Saison – und lässt manchen Stürmer noch alt aussehen.

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Landesliga: Mit Torwart Bernd Jahs kickte Keunecke in Ölsburgs Glanzzeit zusammen. Jahs trainiert nun Clauen/Soßmar.

Quelle: cb

Zum 40. Geburtstag haben ihm seine Ölsburger Mitspieler eine Collage mit Zeitungsausschnitten und Fotos geschenkt. Das war vor vier Jahren. Heiner Keunecke sieht sich das gerahmte Geschenk in den Viktoria-Vereinsfarben Blau und Gelb immer noch gerne an. Sein Blick fällt auf den Spielbericht eines Landesliga-Derbys gegen Vöhrum. 2:0-Sieg für Ölsburg. „Da habe ich sogar mal getroffen – und zwar ins richtige Tor“, betont Keunecke.

Denn um Tore zu schießen, dafür waren eigentlich andere da. Keunecke ist Ölsburgs Abräumer vom Dienst, kopfballstark, ein Innenverteidiger alter Schule mit Gardemaß 1,88 Meter, der kämpft bis zum Umfallen. „Gegen die kleinen, wendigen Stürmer habe ich aber nicht so gerne gespielt“, gibt der gelernte Groß- und Außenhandelskaufmann, der sich später zum Verkehrsfachwirt fortbildete, zu. Und gegen einen jetzigen Team- und Arbeitskollegen auch nicht: Jens Gehlhaar. „Er schirmt unheimlich gut den Ball ab“, begründet Keunecke.

Dass der Defensivspezialist bereits seit 25 Jahren für Ölsburgs 1. Herren grätscht und kämpft („Meine Roten Karten kann ich an einer Hand abzählen“) – das ist ihm selbst gar nicht aufgefallen. „Meine Töchter haben die Vereinschronik zum 100-jährigen Bestehen der Viktoria durchgeblättert und haben ein Mannschaftsfoto von 1985 mit mir entdeckt“, erzählt Keunecke.

Auch in dieser Saison hatte er bereits seinen Kreisliga-Einsatz, verteidigte beim 6:3-Sieg in Equord. „Mein Gegenspieler hat kein Tor gemacht. Wenn der Trainer mich braucht, bin ich da“, betont Keunecke, der auch in der 2. Herren, der Alten Herren und der Ü40 spielt.

Wie viele Spiele er für die Viktoria absolviert hat – er hat es nicht gezählt. Aber zwei sind ihm ganz besonders in Erinnerung geblieben. 1990 besiegte die Viktoria vor 800 Zuschauern im Bezirkspokal-Finale Wendezelle mit 2:0. „Ich war eigentlich nur Ersatzspieler und stand wegen einer Verletzung eines Verteidigers plötzlich doch in der Startelf“, erzählt Keunecke. Ein Jahr später scheiterten die Blau-Gelben erst im Halbfinale des Niedersachsenpokals an Bersenbrück. „Hätten wir die Partie gewonnen, wären wir in den DFB-Pokal eingezogen.“

Ein Vierteljahrhundert in Viktorias 1. Herren – Keunecke hat als Spieler einige Trainer erlebt. Am meisten begeistert hat ihn Gerd Holland. „Seine ruhige und sachliche Art hat mir imponiert.“ Den Verein einmal zu verlassen, daran hat Keunecke nie gedacht. „In Ölsburg sind alle etwas Fußball-verrückt. Von Betreuer Rolf Peterson bis zum Umfeld – das Gesamtpaket stimmt einfach.“

Deshalb verpasst er auch mit 44 Jahren nur selten ein Training der 1. Herren. „Das brauche ich als Ausgleich zur Arbeit. Ich mache es für mich und nicht, damit der Trainer einen Haken bei der Anwesenheitsliste machen kann“, unterstreicht Keunecke. Fußball ist sein Leben. Und dass seine Frau Margret das in 22 Ehejahren so akzeptiert hat, dafür ist er ihr unheimlich dankbar.

Seine Frau und die Töchter Eileen (20) und Sabrina (16) reiten hingegen lieber. „Dreimal habe ich auch schon auf dem Pferd gesessen. Aber ich habe mich mit den Oberschenkeln so festgekrallt, dass das Pferd gleich abgehen wollte. Mit mehr PS fühle ich mich irgendwie wohler.“

cm

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