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Dank Hund Diego läuft's für Marcus Stucke

Triathlon Dank Hund Diego läuft's für Marcus Stucke

Dass Marcus Stucke beim Half-Ironman-Triathlon auf Mallorca in unter fünf Stunden ins Ziel kam, hat er auch seinem Labrador Diego zu verdanken. Der fünfeinhalb Jahre alte Hund ist der ideale Trainingspartner für sein Herrchen von den Tri-Speedys Peine.

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Christin Lindner überraschte Marcus Stucke auf Mallorca.

„Diego ist mit mir schon bis zu 35 Kilometer gelaufen, zwischendurch hat er sich immer wieder in Seen abgekühlt. Nur Fahrradfahren kann er noch nicht“, scherzt Stucke.

2300 Athleten aus der ganzen Welt versuchten sich auf der Balearen-Insel am quälenden Dreikampf über 1,9 Kilometer Schwimmen, 90 Kilometer Radfahren und 21 Kilometer Laufen. Stucke erlebte ein Wechselbad der Gefühle mit Gänsehaut und Krämpfen.

Vor allem vorm Start im Mittelmeer vor Alcudia hatte der 30-Jährige großen Respekt. Er ist nicht der stärkste Schwimmer - und dann auch noch das Salzwasser. „Zum Glück war es windstill. Das Meer war flach wie der Eixer See morgens um sechs Uhr. Und das Gebolze und Gekloppe im Startbereich ist auch ausgeblieben“, schildert Stucke.

Neopren-Anzug statt Business-Anzug: Der Filialleiter einer Sparkasse in Lehrte kraulte die Strecke im 18 Grad kühlen Wasser vor Alcudia in 33 Minuten und 33 Sekunden. Damit war er zufrieden. „Schwimmen ist ein notwendiges Übel. Für mich beginnt der Wettkampf eigentlich erst danach“, betont Stucke.

Vor allem im Sattel seines Rennrads fühlt er sich wohl. Und es rollte prima auf dem 90,1 Kilometer langen Rundkurs, der die ersten 20 Kilometer entlang der Küste zwischen Alcudia und Pollenca führte. Im Tramuntana-Gebirge ging es ans Eingemachte. Anstiege kletterte Stucke mit einer Herzfrequenz von bis zu 190 Schlägen. Würde er auf dem Sofa faulenzen, wären es wohl nur 60. Mit einem Schnitt von 35 Stundenkilometer rauschte der Tri-Speedy über den Asphalt und überholte Athlet um Athlet.

Sogar schneller als sieben Triathlon-Profis war der Arpker, der die 90 Kilometer in 2:34 Stunden trat. Abfahrten donnerte er mit Tempo 80 runter. Stucke profitierte dabei von zahlreichen Trainingslagern auf Mallorca. „Ich kannte jeden Winkel der Strecke und wusste, wie ich die Abfahrten zu nehmen habe“, sagte der Tri-Speedy, dem die 106.-schnellste Rad-Zeit im Feld gelang.

Doch das hatte Körner gekostet. „In der Wechselzone habe ich schon gemerkt wie mir die Oberschenkel brennen. Der Muskel verkrampfte“, sagte Stucke. Die 21 Kilometer Laufen wurden zur regelrechten Tortur. Doch zwei Dinge motivierten Stucke ungemein: Seine überraschend angereiste Freundin Christin Lindner feuerte ihn an der Strecke an und er konnte es schaffen, unter fünf Stunden zu finishen. „Die letzte Runde bin ich komplett im roten Bereich gelaufen“, unterstrich Stucke. Mit Erfolg: In 4:59,43 Stunden erreichte er das Ziel und stellte sich zur Abkühlung erstmal bis zum Bauchnabel ins Meer.

„Auch wenn ich gerade beim Laufen deutlich unter meinen Möglichkeiten geblieben bin, bin ich super zufrieden“, bilanzierte Stucke, der Platz 167 in der Gesamtwertung und Rang 34 in der Altersklasse der 30- bis 34-Jährigen erreichte.

Labrador Diego und Herrchen machen jetzt erstmal ein wenig Trainingspause, bevor sich beide auf ein neues Abenteuer vorbereiten: Im April würde Marcus Stucke gerne seinen ersten Ironman bewältigen. In Port Elizabeth in Südafrika will er dafür 3,8 Kilometer Schwimmen, 180 Kilometer Radfahren und als ob das nicht schon genug ist noch einen Marathon laufen.

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