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Bronze war „gefühlt die Goldmedaille“

Gewichtheben der Masters Bronze war „gefühlt die Goldmedaille“

Heinsheim. Gold bei einer Weltmeisterschaft hatte die Jahnerin Sabina Eschemann zuletzt 2014 gewonnen. Vergangene Woche startete sie wieder bei der WM der Masters - und holte Bronze in der Altersklasse W50 (50 bis 54 Jahre) und der Gewichtsklasse bis 69 Kilo. „Gefühlt war es aber die Goldmedaille“, sagte Eschemann.

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Sabina Eschemann wuchtete hier beim Stoßen 65 Kilogramm nach oben. Zudem erzielte sie beim Reißen 49 Kilogramm. Lohn für die 114 Kilo war WM-Bronze in der AK 50.

Sie war beim Wettkampf in Heinsheim (am Ostrand des Kraichgaus) an ihre Leistungsgrenze gegangen. Zwei Kilo mehr in der Gesamtleistung wären mit Glück drin gewesen, besser wäre sie aber auch damit nicht platziert gewesen. „Ich bin deshalb zufrieden“, sagt die 52-Jährige.

Ihr Pech: Zwei Heberinnen aus der höheren Gewichtsklasse - eine Italienerin und eine Amerikanerin - wollten sich wohl im Wettkampf aus dem Weg gehen, reduzierten ihr Gewicht - und trafen in der niedrigeren Gewichtsklasse doch wieder aufeinander. „Die sind höhere Gewichte gewohnt, und sie haben auch Gold und Silber geholt“, sagt Eschemann.

Die Jahnerin hatte im Reißen 45, 47 und 49 Kilo in die Wertung gebracht, im Stoßen waren es 63 und 65 Kilo. „Beim dritten Versuch hatte ich 67 Kilo umgesetzt und gestanden, aber er wurde ungültig gegeben.“ Denn beim Aufstehen aus der Hocke lag die Hantel nicht optimal, so dass ein höherer Kraftaufwand notwendig war. „Oben fehlte mir dann etwas die Puste“, sagt Eschemann. Somit blieb es beim Gesamtgewicht von 114 Kilo.

Damit belegte sie immerhin in der Relativwertung (Sinclairwertung) Rang 76 von insgesamt 202 in die Wertung gekommenen Heberinnen aus allen Altersklassen. Susana Perrone holte mit insgesamt 130 Kilo (57/73) Gold, Gwen Chamberlin mit 119 Kilo (53/66) die Silbermedaille.

„Es war ein Riesenwettkampf mit 960 Meldungen, davon 230 Frauen. Die Teilnehmer kamen aus 49 Nationen“, schildert die Jahnerin, die in Bülten wohnt. Ihr Heimatort hat ein paar Einwohner mehr als Heinsheim (ca. 1700), und Eschemann lobt die Gastgeber: „Es war ein sehr gut organisierter Wettkampf in einer Mehrzweckhalle. Die war jeden Tag voll. Und es waren 150 Helfer da, und die Dorfbewohner haben jeden Tag 40 Kuchen gebacken.“

Für die Frauen-Wettbewerbe waren zwei Tage reserviert, aber die Jahnerin blieb noch länger, denn der deutsche Olympia-Heber Almir Velagic durfte erstmals bei den Masters heben. „Den wollten natürlich alle sehen“, berichtet Sabina Eschemann. Velagic revanchierte sich prompt mit Weltrekorden im Stoßen (205 Kilogramm) und in der Gesamtwertung (375).

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