Volltextsuche über das Angebot:

7 ° / 6 ° wolkig

Navigation:
Bitteres Debüt: Muskulatur spielt nicht mit

Deutsche Leichathletik-Meisterschaften Bitteres Debüt: Muskulatur spielt nicht mit

Unglückliche Premiere: Elisabeth Vetter und Tim Winter (beide LG Peiner Land) hatten bei ihrer erstmaligen Teilnahme an einer Deutschen Leichtathletik-Meisterschaft viel Pech, denn beim Blockwettkampf Lauf in Lübeck mussten beide verletzungsbedingt aufgeben.

Voriger Artikel
Fortunen-Coach Reinecke: „Wir werden gewinnen“
Nächster Artikel
HSV hat Bock auf das Turnier

Elisabeth Vetter (Bildmitte) benötigte für die 80-Meter-Hürden nur 13,09 Sekunden - es war ihre zweitschnellste jemals gelaufene Zeit. Nach dem 100-Meter-Wettbewerb wurden die Schmerzen in der Muskulatur jedoch so groß, dass sie den Wettkampf beenden musste.

Quelle: kno

„Gemäß ihrer Vorleistung hatten beiden eigentlich gute Chancen, sich bei den 14-Jährigen unter den Top 8 zu platzieren“, sagte Trainer Steffen Knoblauch.

Doch es kam anders, auch wenn es zunächst gut lief. Trotz des langen Wartens im Regen und der kühlen Temperaturen lief Vetter über die 80 Meter Hürden ihre zweitschnellste jemals gelaufene Zeit (13,09 sek). „Damit lag sie voll im Soll“, sagte der Coach. Beim anschließenden Ballwurf steigerte sie sich im dritten Versuch auf eine neue Bestleistung - in die Ergebnisliste gingen 35 Meter ein.

Doch dann stellten sich in der Vorbereitung auf die 100 Meter die ersten Probleme ein. Aufgrund des kühlen Wetters und der unruhigen Nacht wollte die Muskulatur nicht mehr so richtig mitspielen. Dennoch stoppte die Uhr nach 13,64 Sekunden. „Das war eine gute Zeit, die knapp über der Bestleistung lag. Nach dem Sprint waren die Schmerzen jedoch so groß, dass wir keine Verletzung riskieren wollten. Auch wenn es schade ist, aber die Gesundheit geht vor“, erläuterte Trainer Christian Engel. Somit beendete Vetter voller Traurigkeit ihre ersten Deutschen Meisterschaften nach drei Disziplinen.

Ein ähnliches Schicksal erlitt Tim Winter. Der Oberger hatte bereits im Vorfeld mit Problemen im Oberschenkel zu kämpfen, die ihn seit den Landesmeisterschaften begleiteten. Den Saisonhöhepunkt wollte er sich jedoch nicht entgehen lassen, schließlich hatte er dafür trainiert und gekämpft.

Somit stand auch für ihn als erste Disziplin der 80-Meter-Hürdenlauf auf dem Programm. Eingeordnet in der Riege der besten Athleten Deutschlands im Block Lauf lief Winter in 12,91 Sekunden ein solides Rennen. Danach gelang es auch ihm, mit dem 200-Gramm-Ball eine Bestweite zu erzielen, mit 50,50 Metern im zweiten Versuch sammelte er fleißig Punkte.

Beim anschließenden Sprint über die 100 Meter offenbarte sich jedoch, dass die Probleme größer sind als vermutet. Mit angezogener Handbremse trudelte Winter nach 13,09 Sekunden ins Ziel - und blieb damit deutlich über seiner Bestleistung. „Auch wenn der Wille danach groß war, bei der nächsten Disziplin siegte der Verstand“, erklärte Knoblauch und verwies darauf, dass Tim Winter nach zwei Sprüngen (4,41 m) den Wettkampf beendete.

„Über 100 Meter und im Weitsprung haben wir deutlich gesehen, dass Tim Schmerzen hat und nicht das leisten kann, wozu er eigentlich im Stande ist. Deswegen haben wir aus Vorsicht den Wettkampf abgebrochen“, sagte Knoblauch.

Dennoch fiel das Fazit positiv aus. „Beide haben auf nationaler Ebene erste Erfahrungen sammeln können. Damit sind sie für die nächsten Jahre gewappnet. Und wenn beide weiter so engagiert trainieren und für den Sport leben, dann waren das definitiv nicht die letzten Deutschen Meisterschaften“, erklärten Engel und Knoblauch.

kno

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Sport in Peine