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„Berlin, Berlin - wir fahren nach Berlin“

Fußball: Norddeutsche Meisterschaft der Ü40 „Berlin, Berlin - wir fahren nach Berlin“

Bremen. „Berlin, Berlin - wir fahren nach Berlin!“ Tanzend und singend feierten die Ü40-Fußballer des SV Viktoria Woltwiesche in Bremen den Halbfinal-Sieg bei der Norddeutschen Meisterschaft gegen den TSV Reinbek (Landesmeister Hamburg). Denn dieser war gleichbedeutend mit der Qualifikation für die Deutsche Meisterschaft (16. bis 18. September), da beide Finalisten in die Hauptstadt reisen dürfen.

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Der SV Viktoria Woltwiesche wurde in Bremen Norddeutscher Vizemeister und qualifizierte sich damit für die Deutsche Meisterschaft. Zum Erfolg trugen bei: (hinten v. l.) Erik Hartwig, Jan Szudzinski, Matthias Steinert, Olaf Wehsner, Steffen Kaune, Giso Stadelbeck, Marcus Bunk, Anja Koziol, Thorsten Karminke, Hadi Bacaksiz; (vorne v. l.) Betreuer Reinhold Moldauer, Trainer Mario Bender, Jörg Weigel, Lars Schiller, Uwe Volling, Falko Bremer, Hako Bayrak, Darius Scholtysik und Willi Feer.

„Damit haben wir unseren Traum verwirklicht und auch Fußballgeschichte geschrieben“, sagte Woltwiesches Coach Mario Bender. „Schließlich sind wir nur ein kleines Dorf.“

Bevor die Viktoria allerdings ausgelassen jubeln durfte, wurde Benders Nervenkostüm - und auch das der Woltwiescher Fans - arg strapaziert. Denn die Halbfinal-Partie gegen den TSV Reinbek endete nach regulärer Spielzeit (2x15 Minuten) torlos. „Die Reinbeker waren zwar einen Tick besser, aber wir haben taktisch gut und sehr diszipliniert gespielt“, sagte Bender.

Chancen habe es auf beiden Seiten kaum gegeben und die wenigen, die es gab, wurden nicht genutzt, so dass das Elfmeterschießen über den Finaleinzug und die DM-Quali entscheiden musste. „Das ging schon an die Nieren. Aber wir haben die Ruhe behalten und das klasse gemacht“, lobte Bender sein Team, das viermal vom Punkt aus traf, der TSV hingegen nur dreimal - der Rest war Freude pur.

Schon in der Vorrunde hatten die Woltwiescher auf dem für sie ungewohnten Großfeld ihre Kaltschnäuzigkeit bewiesen. Denn um den Sieger in der Gruppe B zu ermitteln, wurde ein Elfmeterschießen benötigt, da der TSV Lesum (Landesmeister Bremen) und die Viktoria durch Tore von Hako Bayrak und Matthias Steinert die SG Oststeinbek jeweils mit 2:0 besiegt und sich im direkten Duell 0:0 getrennt hatten.

Folglich lagen sie gleichauf an der Spitze - die Woltwiescher besaßen jedoch die besseren Elfmeter-Schützen: Marcus Bunk, Darius Scholtysik, Lars Schiller, Jörg Weigel und Willi Feer trafen, während die Lesumer einmal scheiterten.

Sehr zur Freude von Bender. „Wir waren froh, dass wir im Halbfinale nicht auf die enorm starke SG Einfeld getroffen sind“, erklärte Bender und verwies darauf, dass die SG die Vorrunden-Gruppe A dominiert und den TSV Reinbek mit 2:0 sowie den TSV Stelingen mit 5:0 bezwungen hatte.

Im Endspiel jedoch bekam es seine Mannschaft dann mit dem schleswig-holsteinischen Landesmeister zu tun - und der erwies sich als zu stark für die Viktoria und behielt mit 2:0 (2:0) die Oberhand.

„Der Erfolg für die Einfelder war verdient, weil sie die beste Mannschaft waren. Allerdings waren bei uns auch einige angeschlagen“, erläuterte Bender. Sowohl Darius Scholtysik als auch Hadi Bacaksiz fehlten verletzungsbedingt im Endspiel, „so dass mir dann auch die Alternativen beim Wechseln gefehlt haben“.

Doch trotz der Niederlage überwog die Freude. „Wir haben es nach Berlin geschafft - und das allein zählt“, betonte Bender. Ausschlaggebend dafür seien der Teamgeist und der Wille gewesen. „Jeder hat alles gegeben. Letztlich haben wir uns ins Finale gebissen - ich jedenfalls bin richtig stolz auf die Jungs“, sagte Mario Bender, der der Deutschen Meisterschaft schon jetzt entgegenfiebert.

Vor allem auf einen Gegner freut er sich ganz besonders: den FC Bayern München. „Ich kenne viele Spieler dieser Mannschaft und bin schon öfter dort gewesen. Mein Traum ist, dass wir im Finale gegen den FC Bayern spielen - das wäre dann nicht mehr zu toppen.“

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