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Beim Golfen puttet Ebert Entspannung ein

Sport Beim Golfen puttet Ebert Entspannung ein

Zwischen Weihnachten und Neujahr die Beine hochlegen – das kommt für Sascha Ebert nicht in Frage. Der 26-Jährige organisiert das traditionsreichste Hallen-Fußball-Turnier im Peiner Land. Bereits zum 25. Mal bittet der BSC Bülten derzeit zum Budenzauber. Im Regieraum half Ebert schon als Jugendlicher mit, seit sechs Jahren ist er nun auch BSC-Fußball-Obmann.

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Volle Halle, gute Spiele: So mag es Fußball-Obmann Sascha Ebert beim BSC-Turnier. Beim Golfen entspannt er. Sein Handicap: 29.

Quelle: kn

So ein Hallenturnier für 24 Mannschaften hält auf Trab. „Mit der Organisation hat man über das ganze Jahr verteilt zu tun. Gerade habe ich die Hallentermine für das nächste Jahr beantragt“, schildert Ebert.

Die Hallen-Belegungspläne sind praller gefüllt als im Jahr 1986, als der BSC zur Turnier-Premiere lud. Initiator war Klaus Gaebel, den Sascha Ebert als seinen fußballerischen Ziehvater bezeichnet. Schon als Jugendlicher half Ebert dem Macher Gaebel im Regieraum, stoppte die Zeiten oder sagte die Torschützen durch. Gaebel verstarb im Juni. „Er fehlt. Das Turnier-Jubiläum wollte er gerne mitmachen. Danach hatte er geplant, sich aus der Organisation komplett zurückzuziehen. Es ist schade, dass er es nun nicht mehr erlebt hat“, bedauert Ebert. Startgelder kassieren, Schiris bezahlen, die Hallenuhr bedienen – tatkräftig unterstützt wird Ebert im Regieraum von Karsten Katschinski und Claus-Dieter Prieske. Letzterer ist sogar seit dem ersten Turnier dabei.

Wenn die Torhüter in der Ilseder Stadionhalle mitstürmen oder parieren, guckt Sascha Ebert ganz genau hin. Er war bis vor vier Jahren nämlich selber Keeper. Dann schmerzten die Füße. „Eine Arthritis machte das Spielen unmöglich. Von 100 auf 0 – so fällt es richtig schwer, mit Fußball aufzuhören“, sagt er.

Von einem kurzen Gastspiel bei der SG Adenstedt abgesehen, hatte Ebert seit der E-Jugend ausschließlich die Fußballstiefel für den BSC geschnürt. Mehr noch: Schon im ungewöhnlich jungen Alter von 20 Jahren übernahm er das Amt des Fußball-Obmanns. Nicht nur pflichtbewusst, weil es ja irgendeiner machen musste. „Der BSC ist Teil meines Lebens. Zwar nicht der wichtigste, aber direkt hinter Familie und Gesundheit“, betont Ebert, der einst auch als Schiri Spiele pfiff und sich zudem als Protokollführer der Junggesellschaft engagiert.

„Organisieren liegt mir“, sagt der gelernte Verwaltungsfachangestellte, der inzwischen als kaufmännischer Angestellter in der Verbrauchsabrechnung der Stadtwerke Peine arbeitet. Energie, die investiert er auch in sein Ehrenamt beim BSC. Dass ihm die Arbeit noch mehr Spaß macht als ohnehin schon, dafür sorgen derzeit die Herren-Fußballer, die Spitzenreiter der Leistungsklasse sind. „In der Mannschaft passt’s. Die Stimmung ist gut, wir haben viele Eigengewächse dabei“, unterstreicht 96-Fan Ebert. Der BSC sei ein typischer Dorfverein, bei dem auch zwei Stunden nach dem Spiel noch etwas auf dem Sportplatz los ist.

Wenn sich Sascha Ebert von zu viel Trubel und Stress erholen möchte, geht er Golfen. Er ist Club-Mitglied in Edemissen. „Ich genieße die Ruhe beim Spiel, das entspannt. Man hat höchstens einmal Wut auf sich selbst, wenn ein Schlag misslingt.“

cm

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