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Bei Tempo 70 kam der Dornenbusch

Radsport Bei Tempo 70 kam der Dornenbusch

Kletterpartie ohne Bergschuhe: Bei zwei anspruchsvollen Touren traten Radsportler des Peiner Eulenexpresses kräftig in die Pedale. Bei der „Solling-Tour“ mussten Steigungen mit bis zu 14 Prozent erklommen werden und bei der 311 Kilometer langen „Weserrunde“ kämpfte sich ein Peiner Trio unter zehn Stunden ins Ziel.

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Natur-Schauspiel: Der Peiner Thomas Liedtke startete mit seinen Mitstreitern bei Morgennebel und Sonnenaufgang auf die 311 Kilometer lange „Große Weserrunde“.

Quelle: privat

Reichlich oft stiegen die sechs Peiner Radsportler und ein Gast aus Salzgitter bei der „Solling-Tour“ aus dem Sattel und wechselten am Berg in den Wiegeschritt. 2200 Höhenmeter mussten mit den Rennrädern überwunden werden.

Die Radsportler kletterten durch die Mittelgebirgszüge Ith und Solling. Am ersten Tag 190 Kilometer hin und am zweiten Tag 130 Kilometer zurück. Die Tour mit Übernachtung in Fürstenhagen hatte Eulenexpress-Fahrer Jörg Köther ausgearbeitet – und dabei wahrlich kein Wellness-Wochenende für die Waden gebucht. „Leistungsmäßig hat mich die Hinfahrt an meine Grenze und kleines Stück darüber gebracht. Das habe ich dann auch auf der Rückfahrt gemerkt“, bilanzierte Köther.

Immerhin auf einen Schnitt von 30 Stundenkilometer brachte es die Gruppe trotz der Kraxelei. „Es gab Steigungen mit 12 bis 14 Prozent. Gemeinerweise kam der Großteil zum Schluss“, schilderte Thomas Liedtke.
Großen Spaß machte den Teilnehmern die Tour dennoch. „Das Wetter war super und es war ein starkes Miteinanderfahren“, unterstrich André Ditzen, der die Fahrt noch aus einem anderen Grund in Erinnerung behalten wird. Ausgerechnet als er sein Rad in einer Abfahrt auf mehr als 70 Stundenkilometer beschleunigt hatte, folgte eine einschnürende Kurve.

Die Vollbremsung kam zu spät: „Mir ging die Straße aus. Fast im Stillstand machte ich einen knapp zwei Meter tiefen Abgang in einen Dornenbusch.“ Doch der EDV-Leiter der Peiner Stadtverwaltung hatte einen Schutzengel und verletzte sich nicht.

Und noch eine „gute Seele“ sorgte dafür, dass die Radsportler nicht nur gesund sondern auch ohne Hungerast ins Ziel kamen: Yvonne Haisch fuhr das Begleitfahrzeug und überraschte das Team an einigen Stationen mit einem reich gedeckten Kofferraumdeckel. Auf ihrem Peugeot servierte sie Bananen, Kekse, Waffeln und mehr.

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