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Bank-Bronze ist nur ein kleines Trostpflaster

Kraftdreikampf-Europameisterschaft Bank-Bronze ist nur ein kleines Trostpflaster

Ungewohnte Bewegungen können selbst den stärksten Mann belasten. Kisten Treppen hoch schleppen, auf der Leiter arbeiten, knien, um Laminat zulegen

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Stemmte insgesamt 840 Kilo in der Ukraine: Damit wurde André Hentschel Sechster bei der EM der Kraftdreikämpfer.

Quelle: rb

„Die Belastungen durch einen Umzug kurz vor der Meisterschaft habe ich wohl unterschätzt. Ich habe gedacht, das stecke ich locker weg. Aber es war kontraproduktiv“, erklärt 92-Kilo-Kraftdreikämpfer André Hentschel von VT Union Groß Ilsede selbstkritisch sein Abschneiden bei der Europameisterschaft in der Ukraine.

Die 900-Kilo-Schallmauer wollte der Wirtschaftsingenieurwesen-Student in Mariupol in der Ukraine durchbrechen. Daran ist er deutlich gescheitert. „Seit Januar habe ich schwer trainiert, vielleicht habe ich mich auch ins Übertraining gesteigert“, sucht der 27-Jährige nach einer Erklärung für die 840 Kilo, die er schaffte. „Doch damit habe ich kurioserweise meine beste EM-Platzierung in der Altersklasse der Aktiven erreicht.“ Sechster wurde Hentschel nach einem Wettkampf, den er am liebsten schnell wieder vergessen würde, obwohl er sogar eine Medaille mit nach Hause brachte.

Mit 245 Kilo im Bankdrücken wuchtete er in dieser Disziplin die Bronzemedaille. „Das war aber nur ein kleines Trostpflaster“, ärgerte sich Hentschel zu sehr über seine Gesamtleistung.

Die EM hatte für den 27-Jährigen von VT Union schon vorm eigentlichen Wettkampf alles andere als optimal begonnen. Hentschel musste einen Temperaturumschwung von rund 15 Grad verkraften. „In Mariupol hatten wir 30 Grad im Schatten.“ Und dann auch noch die mangelhafte Organisation des Ausrichters vor Ort. „Unser ursprünglich gebuchtes Hotel war überfüllt, wir wurden in ein Hotel verfrachtet, das rund eine Stunde Autofahrt von Mariupol entfernt lag“, kritisierte Hentschel. Die Wettkampfhalle selber sei ziemlich spärlich beleuchtet gewesen. „Man wurde müde, wenn man saß.“

Seine große Hoffnung hatte der Ilseder auf eine Leistungssteigerung in der Kniebeuge gelegt, so intensiv hatte er diese Disziplin trainiert. 320 Kilo beförderte er zwar im ersten Versuch nach oben, doch beim Versuch, den Deutschen Rekord von 335 Kilo zu knacken, „habe ich schon keine Energie mehr gehabt. Danach war ich so enttäuscht, dass meine Motivation für den Wettkampf nicht mehr prall war“, schildert Hentschel. Im Training hatte er schließlich schon 342,5 Kilo gezähmt.

Im Bankdrücken stemmte er im ersten Versuch das Bronzegewicht von 245 Kilo, an 247,5 Kilo und 257 Kilo, die für Silber gereicht hätten, scheiterte der VT Unioner. Im Kreuzheben startete er mit 260 Kilo und zog auch noch 275. „Die 282,5 Kilo sind mir dann aber aus der Hand gefallen.“

Einen neuen Angriff auf die magische 900-Kilo-Marke will der Student, der derzeit seine Diplom-Arbeit schreibt, im Oktober bei der Weltmeisterschaft in Puerto Rico starten. „Vorher werde ich aber noch irgendeine Meisterschaft absolvieren, damit ich nicht mit so einem Negativerlebnis zur WM fahre.“

cm

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