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Ausgleich fällt acht Sekunden vor Schluss

Handball-Landesliga Männer Ausgleich fällt acht Sekunden vor Schluss

Ein Kreisderby, dass Spannung bis zum Schluss bot, lieferten sich die Landesliga-Handballer von Vater Jahn und des MTV Groß Lafferde. Zwei Rückkehrer drückten dabei dem Spiel den Stempel auf. Denn sowohl Peines Niklas Kaufmann als auch Lafferdes Tino Mrasek überzeugten nach ihren überstandenen Verletzungen mit starken Leistungen.

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Augen zu und durch: Jahns Marvin Mühlbach fliegt durch die Lafferder Deckung.

Quelle: Isabell Massel

MTV Vater Jahn Peine - MTV Groß Lafferde 26:26 (12:10). Geteilt wie die Punkte waren auch die Meinungen der Trainer. So bilanzierte Jahns Jens Klein: „Lafferde hat unverdient einen Punkt geholt.“ Anders das Fazit seines Pendants Kai-Olaf Reinemann: „Für uns war es ein verlorener Punkt, weil wir insgesamt zu viele Chancen liegenließen.“

Das zuvor erwähnte Manko offenbarten die Gäste besonders während der ersten 20 Minuten. So zielten sie reihenweise vorbei, trafen den Pfosten oder scheiterten am in der ersten Hälfte glänzend haltenden Jan Koob. Da bei Lafferde auch in der Abwehr der nötige Biss fehlte, hatten die Peiner oft leichtes Spiel. Bis zur 20. Minute setzten sie sich über 2:1, 6:2 und 8:4 auf 11:6 ab.

Zur Verwunderung mancher Zuschauer nahm Lafferdes Trainer Kai-Olaf Reinemann ob des sparsamen Auftritts der Seinen keine Auszeit. Er beschränkte sich darauf, von der Bank aus Kommandos reinzurufen. „Nicht aufstecken, weiter. Ihr müsst nur die Chancen reinmachen.“

Reinemanns Geduld wurde belohnt, seine Spieler steigerten sich und hatten die Partie mit zunehmender Dauer im Griff. Großen Anteil daran hatte Tino Mrasek, für den in der 13. Minuten der erste Einsatz nach dreimonatiger Verletzungspause begann. Mit Sprunggewalt, Dynamik und Präzision warf er bis zur Pause drei seiner insgesamt acht Treffer und half so seinem Team, bis auf 10:12 zu verkürzen.

Für die Peiner kam der Halbzeitpfiff gerade noch rechtzeitig. Denn ihre Abwärtsspirale war nach Wiederanpfiff wie weggeblasen. Personifiziert wurde der Aufwind durch den glänzend aufgelegten Niklas Kaufmann, der drei Tore in drei Minuten erzielte und Jahns Vorsprung auf 15:10 schraubte.

Spiegelbildlich zur ersten Hälfte fingen sich die Lafferder wieder. Für Reinemann lag es daran, das seine Spieler durch die jüngsten beiden Heimsiege gestärkt sind. „Dabei haben wir zweimal hohe Rückstände aufgeholt. Meine Mannschaft glaubt an sich.“

Und genauso ergab es sich auch in der Silberkamp-Halle. Der Vorsprung der Gastgeber verrann über 17:14 und 21:19 auf 25:25 (58.).

Anschließend überschlugen sich die Ereignisse: So nahmen die Gäste unmittelbar nach Peines Treffer zum 26:25 (59,35 Minuten) eine Auszeit. Anschließend bekam Lafferde einen Freiwurf zugesprochen. Während der Mauerstellung erhielt Jahns Karl Gappenberger wegen zu geringen Abstandhaltens die rote Karte. Lafferdes Zwei-Meter-Mann Felix Büttner war es dann, der acht Sekunden vor dem Abpfiff per Freiwurf den vielumjubelten Ausgleich für seine Mannschaft erzielte.

Anders die Peiner: „Klar bin ich enttäuscht“, ärgerte sich Jens Klein, der dem Ergebnis dennoch etwas Gutes abgewann. „Der Punkt tut uns gut. Meine Spieler haben sich gegenüber den letzten Spielen klar gesteigert. Sie haben gesehen, dass sie es noch können.“

Vater Jahn Peine: Koob, Scharf (beide Tor) - Falkenhain, Gappenberger, Harms, Henning (1), Bertram (11/5), Kubala, Mühlbach (1), Meier (5), Schlüsche (2), Thuns, Kaufmann (6). MTV Groß Lafferde: Könnecker, Florian Frühling (beide Tor) - Jemric, Bochow, Wosnitza, Tillack (2/1), Burgdorff (1), Brunke (6/4), Büttner (1), Bühn (4), Petitjean (1), Henrik Frühling (3), Mrasek (8).

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