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Auf dem Reserverad den Sieg gerettet

Stormarn-Rallye Auf dem Reserverad den Sieg gerettet

April-Wetter ist Motorsportlern ein Graus: Hagel, Regen, Sonne, ja sogar Schneeregen - all das gab es bei der 29. ADAC Stormarn Rallye. Der Broistedter Pilot Jens Brandes und Beifahrer Peter Sebralla aus Oberg kamen mit den wechselhaften Bedingungen aber sehr gut zurecht und rasten in Schleswig-Holstein zum Klassensieg und zur Führung im Welfenpokal.

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Auch das rollt: Jens Brandes und Peter Sebralla beendeten die Stormarn-Rallye mit einem Reserverad am Opel Astra.

Quelle: Chris Kuhr

Am Ende mussten die beiden allerdings noch einmal um ihren Sieg in der Gruppe der serienmäßigen Fahrzeuge G19 und G18 zittern. Auf der vierten der sechs Wertungsprüfungen, allesamt auf schmalen Asphaltwegen, touchierten die beiden mit ihrem 140 PS starken Opel Astra 2,0 16 V einen Randstein so unglücklich, dass ein Reifen einriss - Plattfuß. Mit dem Reserverad und krummer Felge musste Brandes die letzten beiden Wertungsprüfungen absolvieren. „Wir mussten uns mächtig gegen unseren schärfsten Verfolger wehren. Aber Jens hat das sehr gut über die Bühne gebracht“, lobte Beifahrer Peter Sebralla.

15 Sekunden Vorsprung rettete das Peiner Duo, das für den Braunschweiger Auto-Touren-Club startet, vor Markus Dümmer und Jens Timmermann im BMW 318is (ADAC Team Hansa) ins Ziel.

Ausnahmsweise mal nicht die Hand am Steuer hatte der Sierßer Marcel Becher. Er startete in der ungewohnten Rolle des Beifahrers mit Lennert Hahn vom SMC Stade im BMW M3. „Lennert hatte einen schweren Unfall mit Überschlag. Für ihn geht es darum, wieder Vertrauen zum Auto zu gewinnen - das wollte er gerne mit mir als Beifahrer machen“, erläutert Becher wie es zu der Zusammenarbeit kam. In der ungewohnten Rolle fühlte sich Becher wohl. Seine Ansagen passten, „und schlecht ist mir auch nicht geworden. Manche Beifahrer haben das Problem“, schildert er. Für einen vorderen Platz reichte es erwartungsgemäß nicht - aber die beiden meisterten die teilweise rutschigen Passagen gut und kamen ins Ziel mit ihrem 270PS starken Auto, Baujahr 1987. „Der BMW ist ein richtiges Geschoss. Als er rauskam war er das erfolgreichste Tourenwagen-Auto, das es gab“, sagt Becher.

Am Sonnabend darf er in dem 25 Jahre alten Auto nochmals auf dem Beifahrersitz Platz nehmen. Beide starten bei der traditionsreichen Knesebeck-Rallye im Landkreis Gifhorn. Die legendäre Schweineohr-Kurve gut nehmen und ihren Vorsprung im Welfenpokal ausbauen wollen dann auch Jens Brandes und Peter Sebralla.

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